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BeitragVerfasst: Sa 28. Aug 2010, 09:06 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1232
Die letzte Chance. Für eine Zukunft ohne Not.

Originalausgabe 1950

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Kapitel

1. Wie wird Humus? 13
2. Die kosmischen Vorbedingungen 13
3. Die irdischen Vorbedingungen 24
4. Das Klima 58
5. Das Wasser 73
6. Die Luft 94
7. Das Licht 118
8. Das Leben 138
9. Was ist Inkohlung 142

2. Kapitel

1. Was ist Humus? 158
2. Die Formen der Humusböden 158
3. Unentbehrliche Mineralien 173
4. Metalle 190
5. Chemie des Bodens 199

3. Kapitel

1. Der große Umbau 228
2. Die unterbrochene Aufschließung 228
3. Die Auflösung der Körper 229
4. Der Tod der Pflanzen 234
5. Das „Allzumenschliche“ 241
6. Historische Abfallverwertung 249
7. Abwässer 253
8. Abfallverwertung der Natur und des Menschen. 257
9. Müll 261
10. Das Tempo des Abbaus 266

4. Kapitel

1. Die Humusverwüstung 270
2. Unstabile Erdoberfläche
3. Wann und wie setzte die Verwüstung durch den Menschen ein? 276
4. Einflüsse des Ackerbaues 285
5. Der Weg des Humusschwundes 292
6. Vermeidbare und unvermeidbare Schädigungen. 294
7. Großfeld und Garten 301
8 .Die Zerstörung des Waldes. 320
9. Der Komplex Wald 337
10. Forstwirtschaft 339
11. Humusverwüstung durch Waldbodenzerstörung 345
12. Vernichtung im Unterirdischen 349
13. Die europäische Scholle ändert ihr Gleichgewicht 354
14. Die Kulturwüste 360
15. Masseninfektion durch Lebensprozesse 365
16. Luftverpestung 368
17. Pflaster und Kanalisierung 372
18. Gestorbener Boden der Städte 375

5. Kapitel

1. Die Antwort der Geschichte 379
2. Vergangene Welt im Osten 379
3. Anfänge der Antike 398
4. Punier und Phöniker 405
5. Das Schicksal Roms 411
6. Pest 435
7. Hungerndes Europa 447
8. England muß Kolonialgebiet erwerben 450
9. Oasenkultur in Nordafrika und europäische Wirtschaft 456
10. Ausblutung Europas 458
11. Der Goldene Westen 461
12. Vergeudeter Humusschatz 468
13. Tropenamerikanische Paradiese gehen dahin. 476
14. Weisheit der Terrassenkulturen 479
15. Reichtümer der schwarzen Erde 482
16. Der Griff nach den fremden Kontinenten 494
17. Indien 498
18. Lößland China 511
19. Der Fluch des „treeks" 514
20. In Afrika versiegen die Ströme 520
21. Die Verdorrung Australiens 524
22. So sieht die Antwort der Geschichte aus 532

6. Kapitel

1. Humus kann nur durch Humus ersetzt werden .... 538
2. Was tut die Natur gegen Erosion und Humusschwund? 538
3. Geordnete Erosion wandelt sich in Fruchtbarkeit 546
4. Die natürlichen Formationen 549
5. Wald überwindet Erosion 552
6. Auch aus dem Moor wird einmal Humus 555
7. Was tat der Mensch bisher gegen Erosion und Humusschwund? 558
8. Die Brache 560
9. Der Pflug 562
10. Die Gründüngung 565
11. Organische Düngung 568
12. Kompost 577
13. Andere „Naturdünger“ 580
14. Mineralischer Ersatz 587
15. Künstliche Düngesalze 592
16. Ist das alles genug? 597

7. Kapitel

7. Wie kann der Mensch dem Humusschwund endgültig abhelfen? 601
7.1 Das wirklich Zweckmäßige 601
7.2 Rußland bewaldet seine Steppen 603
7.3 1500 Oasen in der Sahara 612
7.4 Künstlicher Regen 614
7.5 Weltorganisation der Humusproduktion 616
7.6 Durch mehr Verbrauch mehr Fruchtbarkeit! 623
7.7 Gelenkte Abfallhumifizierung 628
7.8 Welche Eigenschaften muß „gemachter Humus" haben? 640, 634
7.9 Nicht Maximalernten, sondern Optimalernten! 638
7.10 Der Mensch braucht nur zu wollen 640
7.11 Wiederherstellung der kosmisch bedingten Harmonie 647

Literaturindex 651
Stichwortregister 657

Vorwort

Bücher werden nicht immer von Menschen geschrieben.
Es ereignet sich gar nicht so selten, daß der Mensch nur die schreibende
Hand, den ordnenden Kopf leiht, während ein Buch in Wahrheit von den
Verhältnissen geschrieben wird, die einen dringenden und unaufschiebbaren
Umbau damit einleiten. Die Meinungsverschiedenheiten, die sich dann meist
an solch ein Buch knüpfen, haben auf die Notwendigkeiten, aus denen es
entstand, wenig Einfluß. Man bekämpft zwar den Umbau und die neue
Einstellung, auf der er beruht, kann ihn aber nicht aufhalten ? eben, weil
er im Zug allgemein neuer Erkenntnisse liegt.
Als ich das Buch Die letzte Chance schrieb, hatte ich zuweilen den
zwingenden Eindruck, auch bei ihm könne es sich um ein solches Werk handeln,
in welchem der Autor gänzlich unwichtig wird, weil die Wandlung der
Dinge, denen es vorausgeht, von so außergewöhnlicher Wichtigkeit ist. Habe
ich recht geahnt, so muß ich dieses Schicksal des vorliegenden Buches hinnehmen.
Möge meine Persönlichkeit ganz in seinem Schatten untertauchen,
wenn nur das Licht der Einsicht, das diesen Schatten wirft, weiterbrennt!
Die Ehrlichkeit gebietet mir, zu sagen, daß dieses Werk aus mehr als
vierzigjähriger Arbeit entstand. Nicht ich allein habe diese Arbeit geleistet,
wenn ich mich auch seit einem Menschenalter, soweit das in meinen Kräften
stand, daran eifrig beteiligt habe. Der erste Anstoß zu diesem Komplex
neuer Begriffe ist meinem verstorbenen Mann, Dr. h. c. Raoul H. Francé
zu danken, der als erster im Jahre 1906 begann, die Lebewelt des Bodens
zu erforschen, die er entdeckt hatte und unter dem Namen Edaphon (von
edaphos, das im Boden Lebende) zusammenfaßte. Bis zu seinem Tode im
Jahre 1943 wurde er nicht müde, sich teils durch Laboratoriumsuntersuchungen,
teils durch praktische Versuche, teils darstellerisch mit dem Humusgedanken
zu beschäftigen. Seiner Arbeit und der seiner Schüler nicht nur
am Biologischen Institut München, von denen wohl die meisten in den letzten
Jahren dahingegangen sind, sondern auch in den verschiedensten Ländern
ist es hoch anzurechnen, daß ein so großes Material zustandekam, das vergleichend
aus Böden aller fünf Kontinente gesammelt wurde. Immer größer
wuchs dabei das Humusproblem auf, zu immer einschneidenderer Weltbedeutung.
Die Gefahr des Humusschwundes, die Besorgnis wegen der kontinentzerst
örenden Erosion war längst in unserer Arbeitsgemeinschaft erkannt
worden, ehe man in anderen Ländern auf sie aufmerksam wurde. In Wort
und Schrift haben wir auf beides hingewiesen. Aber die Zeit, daß man darauf
hörte, war wohl noch nicht reif gewesen. ?
Es ist wahrscheinlich, daß man mir entgegenhalten wird, daß die Aera, in
welcher der Mensch mit seiner Ernährung sich von der grünen Pflanze unabh
ängig macht, nicht mehr ferne ist. Dieser Einwand besteht durchaus zu
Recht. Wir werden es eines Tages ganz sicher lernen, aus Sonnenlicht und
Luftgasen Eiweiß, Fett, Zucker und Stärke herzustellen. Nahrung wird dann
keine Frage von Wichtigkeit mehr sein, denn sie wird einen so geringen
valutarischen Wert haben, daß es in dieser Beziehung keinerlei Mangel mehr
gibt. Das hat indes gar nichts mit der Bedeutung des Humus zu tun.
Dessen Unentbehrlichkeit erstreckt sich auf weit Größeres. Denn ohne
Humus gibt es buchstäblich nicht den seinserhaltenden Umbau von Gestorbenem
zu Lebendem, der allein in ihm und durch ihn geleistet wird. Und
ohne Humus gibt es nicht den mindesten Schutz gegen die Erosion, unter
welcher die Erdteile sonst unaufhaltsam hinschmelzen. Alle Prozesse auf der
Erdrinde geraten in eine völlige Regellosigkeit, wenn der Humusaufbau und
unablässige Humusersatz nicht optimal erfolgt. Dagegen ist die Ernährung
der Lebewesen gewissermaßen geringfügig, obgleich von ihr wieder in allem
und jedem das gesamte Leben auf der Erde abhängt.
Aus der Berücksichtigung solcher Perspektiven heraus wurde dieses Buch
geschrieben. Zwangsläufig ? und das hing wiederum nicht von der Autorin,
sondern vom natürlichen Umfang des ganzen Themas ab ? mußte ein so
weitgespannter Rahmen aufgestellt werden, daß die Zahl der Einzelbeispiele
einer sehr eingeschränkten Auswahl unterlag. Anderseits scheint mir nichts
so wichtig, als daß alle dieses Buch verstehen können. Denn ich spreche
wirklich zu allen, da jeder von den Fragen des Humus wissend oder unwissentlich
mitbetroffen ist. Es möge der Fachmann also keine umständliche
Aufzählung von Experimenten suchen oder die Auseinandersetzung mit
Bebauungsmethoden, mit Analysen und Gegenanalysen. Er wird sie nicht
finden. Denn Sinn und Zweck dieses Buches ist, überall die langgestreckten
Linien einer unbedingten Kausalität aufzuzeigen, die das Nahe mit dem
zeitlich und räumlich weit Entfernten verknoten und die ewigen Kreisläufe
? ewig wenigstens mit menschlichem Maß gemessen ?, die aus unendlich
vielen solchen Verknotungen sich verdichten.
Die heute noch etwas ungewöhnliche Zusammenfügung rein naturwissenschaftlicher
Tatsachen mit historischen Geschehnissen aus der Geschichte des
Menschen und anderen aus der Erdgeschichte, aus der Flora und Fauna, der
Kunde der Gesteine, der Protozoen, der Atmosphäre und der Elemente
wurde ebenfalls nicht willkürlich von der Autorin gewählt. Sie war unumg
änglich nötig, um den Leser über Zusammenhänge sich klar werden zu
lassen, die über den Humus aufs tiefste in das Werden und Vergehen unserer
sichtbaren und unsichtbaren Welt eingreifen.

Weltprobleme - und die Verwüstung der Erde ist ein Weltproblem -
machen vor nichts halt. Sie schieben sich überall in die zeitlichen Verkettungen
ein. Sie streben einem gemeinsamen Nenner zu, so wie sie von einem gemeinsamen
Nenner ausgehen.
Wir stehen unleugbar am Beginn einer neuen Welt. Sie wird ? wie jede
neue Welt ? zunächst die Selbstaufhebung lange als unbedingt gültig gehegter
Meinungen fordern. An ihre Stelle wird sie grundlegend andere
Meinungen setzen, die den bisherigen in vielem diametral entgegengestellt
sind. Ohne Umwandlung von Ausgelebtem läßt sich kein neues Leben
schaffen. Auch in diesem Buch werden Parallelen gezogen und Folgerungen
aufgezeigt, die vielleicht Althergebrachtes verletzen. Aber in welchem Zusammenhang
immer, es geschah stets aus der Überzeugung, daß die ganze
Natur solche entscheidende Änderungen verlangt. Humus ist das unbestechliche
Zünglein an der Waage, auf welcher unter anderem auch das Leben
des Menschen gewogen wird. Was geschieht, wenn die Hand des großen
Unbekannten, welche die Waage bedient, unser Leben für zu leicht findet?
Ich habe getrachtet, mich von den unvermeidlichen Irrtümern von Meinung
und Gegenmeinung tunlichst frei zu machen. Angesichts der gefährlichen
Konsequenzen, die aus derartigen Irrtümern hervorgehen, scheidet
ohnedies jede persönliche Selbstberücksichtigung aus. Es ist unwichtig, daß
der Autor recht hat. Es ist nur wichtig, daß ihm die richtige Erkenntnis
zuteil wurde.
Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen. Aus der Gebundenheit des Individuums,
dem keiner von uns sich entziehen kann, nehme ich doch an, daß
der neue und unzweifelhaft begehbare Pfad des Humusersatzes im großen,
auf welchen ich in diesem Buch verweise, eines Tages wirklich eingeschlagen
werden wird. Und daß dieser Tag nicht allzuweit entfernt liegt, hoffe ich im
Interesse jenes übergeordneten Ausgleiches, der, wenn auch auf oft schmerzlichen
Umwegen, doch immer wieder unvergänglich über allem Vergänglichen
aufgerichtet wird.

Download:

https://1drv.ms/b/s!Ai9Hkq5QNH2JghzA8GD9cswMU4tN

Gescannt schon vor über 10 Jahren und zur Verfügung gestellt von:
Christoph Tacke, Regenwurmfarm, http://www.regenwurm.de/
Ebenso weitere Werke der Francés, siehe hier in diesem Forum.


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BeitragVerfasst: Di 5. Okt 2010, 12:55 
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Registriert: Sa 31. Jul 2010, 20:22
Beiträge: 600
Artikel über Annie:

http://www.munzinger.de/search/portrait/Annie+France+Harrar/0/2567.html

Winfried - Telefonaktion! :lol:

Munzinger-Archiv GmbH
Albersfelder Str. 34
D-88213 Ravensburg

Fon: +49 (0)751 769 31-0
Fax: +49 (0)751 65 24 24
Mail: box@munzinger.de

Geschäftsführer:
Ernst Munzinger


Wer weiß, was der alles im Archiv hat!


Und nun auch noch ein Video:
http://wn.com/Annie_Franc%C3%A9-Harrar


Bernhard


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BeitragVerfasst: Mi 6. Okt 2010, 08:01 
Offline

Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1232
Ich sags gerne immer wieder: zeigt mir einen Link zum Thema, den ich noch nicht kenne ..

Munzinger:
kein Non-Profit Archiv, also vor Eintritt bitte zahlen.
Was mich nach Bezahlung an Info erwartet, weiß ich nicht.
Daher habe ich nicht gezahlt.
Ich glaube, ich könnte denen viel Info, die sie noch nicht besitzen, verkaufen.
Vielleicht kann ich ja mal fragen, ob sie mir ihre Infos umsonst geben.
Sie dürfen dann auch gerne auf France-Harrar.de verlinken.

Video:
Ich kenne die Macher des Videos "Der Waldvater"
Ich kenne auch den Herrn Bantle, der mich auf die Spur France-Harrar und den Impfziegel gebracht hat.
Er sollte eigentlich die France-Medaille 2010 erhalten.
Ich finde das Video gut.
Es ist inzwischen auf vielen Videoportalen zu finden.
Ich hätte dieses Video gerne auf der Homepage France-Harrar.de
Leider waren die Autoren mit meiner Art der Einbindung nicht einverstanden.
Vielleicht melden sie sich ja wieder.

Ich frage mich, ob nicht auch eine historische Filmaufnahme von France oder Harrar existiert.
Albert Einstein, Siegmund Freud usw. gibts doch auch ..


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