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BeitragVerfasst: Mi 20. Jul 2011, 06:58 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1193
Eine Frau hilft Mexiko die Wüste überwinden

Frau Professor Annie France-Harrar sprach in Landshut über Humusprobleme, 15.5.1956

Bild

groß

Und ewig nagen die Lithobionten ..

Tell me why: ".. es wurde Edafil produziert, Kompost damit gemacht, der Boden beimpft, usw. usw. und alle haben damit aufgehört !? Warum ??? " (Ein fragender France-Freund)

Nach meinen bisherigen Erkenntnissen ziehe ich den Schluß, daß Annie keinen (auch kommerziell tätigen) Nachfolger hat ausbilden können / wollen / versäumt / nicht mehr geschafft, so wie Pfeiffer den Lübke mit seinem CMC-Kompoststarter (wie ich inzwischen weiß).

Und den eigentlichen Herstellungsprozeß der Impferden hat Annie nicht dokumentiert.

(He, he, wenn es damals schon ISO 9000 gegeben hätte ..)

Möglicherweise hat sie in Österreich nach ca. 1955 auch kein so ausgestattetes Labor zur Verfügung gehabt wie sie es offensichtlich vorher in Mexiko hatte.
Somit konnte sie auch nicht einen Nachfolger praktisch ausbilden.
Muß mal den Lübke befragen, der in Salzburg von 1953 - 1957 ca. 700m von ihr entfernt gelebt hat und intensiven persönlichen Kontakt und lange Gespräche mit ihr gehabt hat.


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BeitragVerfasst: Mi 20. Jul 2011, 07:57 
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Registriert: Sa 31. Jul 2010, 20:22
Beiträge: 598
Unter dem Bild steht aber 1952 - was auch besser in den Lebenslauf paßt?

Seit wann ist Annie denn Professorin? Und wo hat sie diesen Titel erworben? Mit welchem Thema? Wo ist ihre Arbeit? Wenn sie tatsächlich Professorin gewesen ist, müßte an der Universität, an dem sie den Titel erworben hat, auch noch Material von ihr zu finden sein.

Ich habe bei den Büchern, Schriften und Aussagen von Annie immer den Eindruck gehabt, daß sie nie das Edaphon so verstanden hat, wie Raoul es getan hat. Wenn sie alles auf Lithobionten reduziert, ist das nur ein Bruchteil dessen, was Raoul schon in dem Heft "Wege zur Natur" beschrieben hat. Siehe: viewtopic.php?f=38&t=44 Selbst das Buch "Humus - Bodenleben und Fruchtbarkeit." von Annie enthält weniger Informationen zum Humus - vor allem zur Entstehung des Humus! - als das Heftchen "Wege zur Natur."

Wir sollten versuchen Hans Gg. (Georg?) Rhodovi aus Hündersen/Lippe ausfindig zu machen. Eventuell haben er oder seine Nachkommen noch weitere Informationen oder sogar Proben des Edafils.

Viele Grüße
Bernhard


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BeitragVerfasst: Mi 20. Jul 2011, 08:03 
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Registriert: Sa 31. Jul 2010, 20:22
Beiträge: 598
Aha, der Herr Rhodovi hat Patente dazu angemeldet:

http://www.patent-de.com/19890216/DE3725988A1.html

http://www.patent-de.com/19951116/DE3725988C2.html

http://patent.ipexl.com/EP/EP0221219.html

http://www.freepatentsonline.com/EP0581992.html


Der Familienname scheint auch nur eng begrenzt in Deutschland aufzutreten. Kommt jemand hier aus der Ecke? Siehe: http://www.verwandt.de/karten/absolut/rhodovi.html

Bitte den Kontakt mit der Familie vor Ort aufnehmen und berichten!

Bernhard


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BeitragVerfasst: Mi 20. Jul 2011, 08:10 
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Registriert: Sa 31. Jul 2010, 20:22
Beiträge: 598
Aus der Patentschrift (Zitat):

Anwendungsbeispiel

Als Rohschlamm wurde ein Klärschlamm aus der Kläranlage der Stadt Lemgo verwendet, der vor der Umwandlung die in der nachfolgenden Tabelle angegebene Zusammensetzung aufwies.

Der Klärschlamm wurde nach Entnahme aus der Kläranlage durch Behandlung in Zentrifugen (Dekantern) auf einen Feststoffgehalt von ca. 25 Gew.-% eingestellt.

Die nach Entwässerung pastenförmig-krümeligen Schlammbrocken wurden auf Gerstenstrohmatten in einem Mischungsverhältnis organische Substanzen : teilentwässerter Rohschlamm von 0,1 bis 0,5 m3:1 m3 aufgebracht und mit den beschriebenen Umsetzmaschinen intensiv vermischt.

Im Verlauf des Rottevorgangs stieg die Temperatur im Verlaufe von 4 Tagen durch die intensive Tätigkeit der aeroben, thermophilen, abbauenden Mikroorganismen auf einen Bereich von 60 bis 70°C an. Danach entwickelte sich die sogenannte Pilzphase, während der in kurzer Zeit das gesamte Material von Cellulose und Lignin abbauenden Pilzen vollständig durchwuchert wurde.

Nach Abklingen der erhöhten Temperaturen wurde mit Hilfe der oben beschriebenen Umsetzmaschinen das Material einmal umgesetzt, um für ausreichende Makroporenräume, d.h. eine ausreichende Sauerstoffversorgung, zu sorgen.

Nach 2,5 Monaten war die Umwandlung des Klärschlamms zu Humus beendet. Das humifizierte Material wies nach der Umwandlung die in der nachfolgenden Tabelle angegebene Zusammensetzung auf. Es konnte mit Erfolg als landwirtschaftlicher Dünger sowie als Erde für den Landschaftsbau verwendet werden.


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BeitragVerfasst: Mi 20. Jul 2011, 08:13 
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Registriert: Sa 31. Jul 2010, 20:22
Beiträge: 598
Weiteres Zitat:

Derartige Geräte mischen auch das gemäß dem vorliegenden Verfahren in Schichtform ausgebreitete Material und hinterlassen eine ca. 1 bis 4 m, bevorzugt 2,5 m breite und bis 2 m hohe, sich nach oben verjüngende Miete [Anmerk.: Kommt mir bekannt vor....], in der Stroh und gegebenenfalls weitere Kohlenstoffträger und gegebenenfalls Zuschlagstoffe enthaltender Klärschlamm zu einem einheitlich durchmischten Material aufgeschichtet sind.

Durch die Wahl des Materials und der Menge an organischen Zuschlagstoffen im Verhältnis zum darauf aufgebrachten teilentwässerten Rohschlamm kann der Verrottungsvorgang positiv beeinflußt und insbesondere eine ausreichende Durchlüftung durch Bildung eines guten Luftporenvolumens erreicht werden. In erfindungsgemäßer Weise stellt man dazu ein Mischungsverhältnis organische Substanzen : teilentwässerter Rohschlamm von 0,1 bis 0,5 m³ organische Substanz : 1 m³ Schlamm ein. Nach intensiver Durchmischung liegt ein Material vor, dessen Strukturierung eine selbständige aerobe Verrottung dadurch garantiert, daß in der gesamten Schicht des Gemischs durch ausreichende Makroporenräume ein permanenter Sauerstoffzutritt möglich ist und dadurch gewährleistet wird, daß die humifizierenden Mikroben immer im aeroben Milieu arbeiten.

Probleme in den aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren gab es immer wieder dadurch, daß zwar die Außenbereiche der Mieten oder Bioreaktoren ausreichend mit Luft versorgt wurden, jedoch immer die Gefahr bestand, daß die Innenräume der Mieten bzw. Reaktoren mangels Luftzutritt "umkippten", in Mieten also anaerob unter Bildung übelriechender Fäulnisgase abgebaut wurden. Dies wird erfindungsgemäße dadurch verhindert, daß man zur selbständigen Verrottung des Gemisches eine Freifläche von mindestens 4 m² pro m³ Klärschlamm zur Verfügung stellt und die Rotte so aufschichtet, daß sich die Mieten nach oben verjüngen. Dadurch werden die Gemischschichten nie so dick, daß anaerobe Bereiche entstehen können.


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BeitragVerfasst: Mi 20. Jul 2011, 21:14 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1193
zaunreiter hat geschrieben:
Seit wann ist Annie denn Professorin?

Weils schon spät ist:

In Österreich sind doch alle erstmal Professoren.

Außer sie kommen von der Uni.

Dann sind sie Ord. Univ. Prof.

Ansonsten: nix weiß ..

Schön daß alles so misteriös ist.
Da hat man ohne Ende Beschäftigung.


Zu den Patenten:

Achtung: wer jetzt noch eine Mistgabel anfaßt und einem Komposthaufen nahe kommt muß sofort Lizenzgebühren zahlen !

Ja, der GUTSHERR hats gut ..


Was den heutigen Stand der Firma betrifft: "Kein Anschluß unter dieser Nummer .."


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