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BeitragVerfasst: So 1. Feb 2015, 13:35 
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Allan Savory mit den mikroskopischen Augen der Francé.

Aus der Reihe: "Ihr fragt, die Francé antworten":

Sein Konzept dreht sich um das (Kultur-)Vieh das (Kultur-)Weideland düngt.

Das machen die Bauern seit Jahrtausenden, nur seit der ganzjährigen Stall-Massentierhaltung und der Feldbearbeitung mit dem Traktor ("Ein Traktor scheißt nicht" Zitat eines Bauern) gibt es Probleme.

Er versucht das zeitliche Verhältnis und die Anzahl Vieh pro Weideland so zu gestalten, daß die Weidepflanzen (und Getreide) Zeit zum Nachwachsen haben.

Mag sein, daß man mit seiner Methode die eingeschränkte Vielfalt von Kultur-Pflanzen und Kultur-Vieh auf längere Zeit reproduzieren kann. Für einen amerikanischen Farmer mit elementaren finanziellen Eigeninteressen und ökologischem Anspruch sicher zufriedenstellend.

Aber abgeben an andere wird sie kaum können

Humusaufbau über die Selbsterhaltung des Systems hinaus wird nicht stattfinden können - es sei denn man begnügt sich mit dem Lan

und etablieret auf den geigneten Flächen (fruchtbar oder unfruchtbar das Savory-System.

Die mikroorganismischen Lebensgemeinschaften sind in diesem System eingeschränkt und einseitig, - wenn auch vielleicht auf diesem Niveau selbsterhaltend

Im übrigen: wer Francé kennt der weiß, daß Tiere zum ökologischen System - in einer bestimmten Proportion - dazugehören. Ohne sie kann es keinen dauerhaften Humuserhalt geben.

Nicht nur deren Exkremente sondern auch ihre toten Körper.

Siehe ihre Schriften über den Wald, den Ackerboden und den Humus.

Welche mikroorganismischen Lebensgemeinschaften im Detail beteiligt sind siehe:


>>> Tafel 27 Bildung von „Eiweissinseln“ im Boden als natürliche Anreicherung mit organischem Eiweiss aus totem Plasma

viewtopic.php?f=31&t=218

Eine lokale Konzentration der Exkremente von Tieren ist in der Natur die Ausnahme (z.B. Flußpferde Link Forum)

viewtopic.php?f=8&t=40&p=336&hilit=punktuell&sid=55d4ac4d0fd318011e1ae3cce54bf20b#p336

Ansonsten ein untergeordnetes („Eiweissinseln“ = ein lokales Ereignis) aber unverzichtbares Element in der Waldgemeinschaft

Auch Savory konzentriert Kulturtiere, wenn auch nicht als Massentierhaltung.

Für Wiese und Boden bewirkt die Konzentration der tierischen Exkremente eine erhöhte Konzentration spezieller Bakterien und Pilze und wo anaerobe Verdichtungen des Bodens stattfinden (was bei konzentrierten, nassen und festgetrampelten Exkrementen immer der Fall ist) Fäulnis mit einer einseitigen Mikroorganismenzusammensetzung (im Vergleich dazu die Mikroorganismenzusammensetzung Tafel 1) oder
im günstigten Fall Fermentation aber keineswegs ein "harmonisches Edaphon", d.h. ein bestimmtes quantitatives Verhälnis zwischen den verschiedenen Mikroorgansimengruppen:


>>> Tafel 1 Der ideale Boden. Unberührt vom Menschen.

Organismengruppen / Lebensgruppen (wie die Francé zu sagen pflegen)

viewtopic.php?p=2319&sid=a97f600ba3c0ae835d21b5b6eda59f96#p2319


Im Vergleich dazu verschiedene Böden und Komposte und die aufgrund ihrer stofflichen Zusammensetzung die unterschiedlichen Mikroorganismenzusammensetzungen:

-

>>> Tafel 17 Durchschnittlicher Ackerboden vom Typ eines hellen Rendzinabodens, der als guter Weizenboden gilt.

Der gute, seit Generationen bearbeitete und gedüngte Ackerboden.
Struktur und Edaphon eines fruchtbaren Weizenfeldes.
Ein heller, europäischer Rendzinaboden, der seit Jahren regelmässig bearbeitet und mit Stallmist und Mineraldünger gedüngt wurde.

Durch die Bearbeitung verliert sich die ursprüngliche Kapillarstruktur weitgehend. Anstatt dessen bildet sich die sog. „Lebendverbauung der Krume“ heraus. Wie die meisten gepflegten Braunerden ist eine Humusquote von 5 – 6 % vorhanden, was durchschnittlich gute Ernten sichert. Die Detritusbildung ist gegenüber dem idealen Nährboden schwach und nur mikroskopisch festzustellen. Ungeheure Massen von Bodenbakterien, polysaprobe (durch die Düngung mit ammonikahaltigen Stoffen) und mesosaprobe gemischt. Dieses Übermass von Bakterien, die alle mehr oder weniger Kolloidmäntel besitzen und meist in Kolonien leben, beeinträchtigt die Durchlüftung des Bodens. Die herabgestimmte Durchlüftung und Beleuchtung, sowie die Düngung lässt die Bildung von lithobiontischen Mikroalgen nicht aufkommen. Infolgedessen sind die scharfkantigen Mineralsplitter viel zu wenig korrodiert, und es erfolgt sozusagen kein Humusersatz über den Umbau von Mineralien. Es gibt also nur einen NPK-chemischen Humusersatz aus schon organisch gewesenen Stoffen, in dem sich jedoch keine oligosaprobe Stufe mit reichlich Lüftung, sehr guter Kapillarbildung und einer Dominante assimilierender Bodenalge und ihrer Begleitflora und –fauna entwickeln kann." usw.

viewtopic.php?f=31&t=207

-

>>> Tafel 26 Humifizierung von frischem Stallmist

viewtopic.php?f=31&t=209

"Und als man erst anfing, von dem Stickstoffverlust bei der Reifung zu reden, glaubte man nichts besseres tun zu können, als den Mist so fest wie möglich einzutreten. Da man von polysaproben Organismen nicht das mindeste wusste – auch heute ist sich nicht jedermann darüber im klaren – war es gar nicht möglich, etwas von den Konsequenzen einer solchen Handlungsweise zu ahnen.

Wir sind nun endlich so weit, dass wir eine Vorstellung davon haben, was bei einer derartigen Umsetzung geschehen soll, geschehen kann und nicht geschehen darf. Das erste, was sich jeder als eiserne Regel einprägen soll, ist dies: Verrottung aller faulenden Eiweisse, Fette und Kohlehydrate müssen so rasch als möglich abgewickelt werden. Denn diese Art Abfälle ist ausserordentlich gefährlich, weil sie eine Brutstätte von bösartigen Pathogenen sind. Wenn man sie fest aufeinander packt, so hindert man eine rasche Verrottung. Das heisst mit anderen Worten, man gibt diesen pathogenen Abbauern Gelegenheit, sich in unvorstellbaren Massen zu vermehren und von einem solchen Zentrum aus Luft, Wasser und Boden zu infizieren.

Da ich im Laboratorium und dann auch im Freiland Stalldünger humifiziert habe, weiss ich aus Erfahrung, dass er einen ausgezeichneten und ganz besonders hochwertigen Humus liefert. Bei den jetzigen Gepflogenheiten kommt es aber so gut wie niemals zu einer wirklichen Humifizierung. Auch wenn ein solcher „alter“ oder „gereifter“ Mist auf das Land gebracht wird, so ist es eben immer noch Mist, aber kein Humus. Und Mist bedeutet, dass er voll von Infektionen, meist sehr gefährlichen für Pflanze, Mensch und Tier ist, dass er den Boden verseucht und für jene Ruderalpflanzen vorbereitet, die anstelle bekömmlicher Futterpflanzen auf solchen verseuchten Böden gedeihen."

"Am Ende der Verrottung zeigen sich die schwarzen, stinkenden Verklumpungen des Mistes grossenteils aufgelöst und zum Teil schon am Beginn einer deutlichen Vererdung. Die Riesenmoleküle der Eiweisse und Kohlenstoffe, die aus Millionen von Atomen zusammengesetzt sind, haben sich getrennt, und es sind in der Hauptsache nur noch wenig atomige Fetzen vorhanden, die keinerlei organische Struktur mehr besitzen. Von nun an kann der Humus aufgebaut werden, und er wird es auch in der Natur. Es ist derselbe Vorgang, wie wenn ein altes Haus in Ziegel, Dachplatten, Türen und Fensterstöcke zerlegt wird, die dann beim Bau des neuen Hauses wieder verwendet werden."

"Die stoffliche Basis kann nun neu mit Gare-Organismen besiedelt werden, die imstande sind, Humus herzustellen. Auch das ist ein natürlicher Vorgang, den man nur unterstützt, weil man aus Erfahrung weiss, dass auf unseren alten und neuen Kulturböden ein Grossteil der Edaphonbiozönose ausgestorben oder doch nicht in genügendem Ausmass zu finden ist. Da sie aber als unentbehrlich für die Bodenstruktur der „lebendverbauten Krume“ ist, so soll und kann man hier ergänzend nachhelfen. Die neu angesiedelten und sich rasch vermehrende oligosaprobe Biozönose, bei welcher nicht nur die idealen Verhältniszahlen der Organismengruppen unter einander hergestellt werden, sondern auch der Stickstoffverlust ausgeglichen wird, besteht hauptsächlich aus den assimilierenden Mikroalgen des Bodens. Sie bringen Sauerstoff in das Gefüge, das dadurch gleichmässig gelockert wird, so dass jene feingekrümelte Schwammstruktur entsteht, die imstande ist, Wasser zu speichern und den Boden durch Kapillaren nicht nur zu lüften, sondern auch die von der Verrottung her vorhandenen Nährgase positiv zu verwerten und festzuhalten. Die ganze Masse ist von nun an in ein aufbauendes Stadium getreten, was mit anderen Worten heisst, dass sie Humus bilden kann. Ein mit solchem fertigem Humus angereicherter Acker oder Garten ist nun auch imstande, kleine Gaben von Mineraldüngern aufzuarbeiten und nutzbringend zu verwenden. Er erlaubt jeder Art von Pflanzenwurzel, sich auf das Bestmögliche zu entwickeln. Feinwurzeln und Wurzelhaare sind überall mit den Wurzelzooglöen verwachsen, die oberirdische Pflanze wird viel besser ernährt, und dementsprechend ist die Ernte an Quantität und Qualität besser. Vor allem gibt es nicht in jedem Herbst den berüchtigten und gefürchteten Abfall der Fruchtbarkeit, weil der Boden überanstrengt wurde und sich bis zum neuen Anbau nicht erholen kann. Mit einem Wort: Es wird dem Feld oder Garten keinerlei zusätzliche Arbeit zugemutet, sondern sie bekommen ihren Ersatz fertig geliefert. Nur auf diese Weise kann der letzten Endes von jeder Düngung unzertrennliche Bodenverfall und die gefährliche Ausplünderung unserer Kulturböden vermieden und ein status quo hergestellt werden, der gleichbedeutend mit einer ständigen Bodenverjüngung ist."

-

III. DER MINERALISCHE ZERFALL UND SEINE UMBAUER

>>> Tafel 2 Silikatsand aus 500m Höhe, Himalaya.

viewtopic.php?f=31&t=265&p=1159&hilit=Kugel&sid=48943057ea017b5536bd62cb3aa352d7#p1159

"Das erklärt ein für allemal, warum ein Boden verarmt, der mit Stall- oder Stadtmist allein gedüngt wird. Warum Düngung überhaupt etwas Ungenügendes ist, weil eben immer nur dieselben plasmatischen Kombinationen auseinandergelegt und wieder neu zusammengesetzt werden, wobei der Prozess stets einen Teil Materie kostet."

-

Wie der Humusschwund in der Welt im Allgemeinen ausgelichen werden soll ist in dem Konzept von Savory offen gelassen.

Sein Konzept ist auf das Überleben der Fleisch- und Getreideproduzenten ausgerichtet.
Es ist ein abgemildertes "amerikanisches" industrielles Massenproduktionskonzept mit Produkten, die in der Masse weder der Umwelt insgesamt noch der menschlichen Gesundheit gut tun.
Man blicke auf die historisch entwickelten, an lokale Gegebenheiten angepaßte, vielfältigen landwirtschaftlichen Prodktionsweisen im Rest der Welt.

Savory bringt vielleicht die Prärie (Dauergrünland) zurück - die ehemals fruchtbaren "Great Plains" wurden ja von den riesigen Büffelherden geformt, dh. sie haben sich ihr eigenes Weideland durch Beschieß und niedertrampeln der Büsche, Sträucher und Baumsschößlinge geschaffen.

Von vielen einheitlichen Arten (Tieren, Kühen) vollgeschissene Weiden mögen vielleicht noch dieser speziellen Artenauswahl für sie zum gesunden Leben ausreichen aber eine viezahl anderer Arten, die sonst auf viielfältifteb pflnzen Naturwiesen zu finden sind, fehlen.

Der Mensch kann darauf ja kaum barfuß laufen (ein menschliches Grundbedürfnis und erforderlich für gesunde Füße) geschweige denn dort Wildkräüter ernten, die Bestandteil gesunder Nahrung sein sollten.

Aber die massenhafte Fleischproduktion (und Milchproduktion ? Wehe China, wenn Savory und Müller-Milch kommt ..) könnte in diesem geschlossenen Rahmen prima funktionieren und so die ebenso das "Über"-leben der unzählbaren Menschenanzahl in den unwirtlichen Großstädten für die nächste Zeit.

Vielleicht hat Savory ja eines seiner Ziele erreicht:

"breaking livestock production’s addiction to grain"

http://www.savoryinstitute.com/current- ... ence-2015/

Was ja nicht schlecht ist, sich aber erst aus der Problematik der Massenstallhaltung ergeben hat.

-

Die Francé haben ein naturgeschichtliches Gesamtkonzept der Humusproduktion und Reproduktion entwickelt, in dem jeder Einzelfakt seine Einordnung in einen großen Ablauf hat.

Hat man die einzelnen Glieder und ihre Funktion im Gesamtablauf identifiziert, so erkennt man, daß, wenn man aus diesem Gesamtkonzert einen beliebiges Einzelfakt herausnimmt und hervorhebt, natürlich Effekte erzielt, vielleicht sogar positive, aber nicht auf Dauer und für das Gesamtsystem.
Den Francé ging es immer um die Rückführung ALLER organischen Stoffe ("Welthumusproduktion") und den Erhalt einer vielfältigen harmonischen Umwelt und nicht um lokale und temporäre Maximalernten einzelner Kulturpflanzen auf Kosten der Vielfalt und Dauerhaftigkeit.

Weltorganisation der Humusproduktion
http://www.stiftung-france.de/forum/vie ... f=80&t=351


"dass unter richtig bewirtschaftetem Dauergrünland besser und schneller Humus aufgebaut wird als unter Wald."

Na, wenn ich das den Francé erzähle ..

Ja, Kultur-Grünland oder Kultur-Weide für Kultur-Vieh.

Gut, wer sich amit zufrieden gibt und so leben will ..

-

Yahoo Discussion Group:

Elaine Ingham (Mikroorganismen-Apostel):

https://groups.yahoo.com/neo/groups/compost_tea/info

Steve Solomon (Mineralien-Apostel):

http://www.soilandhealth.org/05steve%27 ... index.html

https://groups.yahoo.com/neo/groups/soilandhealth/info

Soil And Health Library

http://www.soilandhealth.org/

(Zugang nur mit Anmeldung und Handy Nr.)

Die Anhänger von Ingham / Solomon betreiben gerne ein Mikroorganismen / Mineralien "Bashing":

viewtopic.php?p=2337&sid=55d4ac4d0fd318011e1ae3cce54bf20b#p2337

-

Allan Savory

http://www.savoryinstitute.com/

Wikipedia

http://en.wikipedia.org/wiki/Allan_Savory

Allan Redin Savory (born 15 September 1935) is a Zimbabwean biologist, farmer, soldier, exile, environmentalist, and winner of the 2003 Banksia International Award[1] and the 2010 Buckminster Fuller Challenge.[2] He is the originator of holistic management.[3] Savory has said, "only livestock can save us." Through reversing desertification, he claims that rangeland soil has the ability to sequester vast amounts of CO
These claims are supported by experimental evidence,[4] but are also under fierce dispute.[5][6][7]

Criticism

An assessment of multiple research studies, published by the United States Department of Agriculture, concluded that "these results refute prior claims that animal trampling associated with high stocking rates or grazing pressures in rotational grazing systems enhance soil properties and promote hydrological function".[27]

George Monbiot. "Eat Meat and Save the World?". monbiot.com / The Guardian.
http://www.monbiot.com/2014/08/04/eat-m ... the-world/


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BeitragVerfasst: Mo 6. Apr 2015, 18:51 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1232
The Prairie Ecologist

A Skeptical Look at Mob Grazing

Bild

Mob grazing in central Nebraska. Cattle are just being moved from the paddock on the left to the one on the right.
These cattle were being moved multiple times per day.

http://prairieecologist.com/2011/11/28/a-skeptical-look-at-mob-grazing/


Bring Back the Buffalo!

A Sustainable Future for America's Great Plains

http://www.washingtonpost.com/wp-srv/style/longterm/books/chap1/bringbac.htm


Die Berichte der "cleveren" Fleischfarmer (nicht nur Allan Savory) aus der generationsübergreifenden und naturhistorischen Sicht.


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BeitragVerfasst: Mo 18. Jun 2018, 20:16 
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Registriert: Fr 15. Jun 2018, 21:24
Beiträge: 1
Hierzu möchte ich auf einige praktische Beispiele hinweisen:
In https://www.freizahn.de/2017/06/abschlu ... ange-2016/
habe ich eine Präsentation in Deutscher Sprache zusammengefasst, deren Titel im Original bezeichnenderweise "Growing Soil the Southern Way" lautetet. Also "Mutterboden oder Humus auf die Art und Weise der Südstaaten wachsen lassen".
Dazu habe ich Dias übersetzt und angepasst. Nach diesen Daten dürfte sich auch das Bodenleben durch die Art der Beweidung ganz erheblich verbessert haben.
Ausgangsbefund:

Organische Masse im Mutterboden – 1,3 % bis 1,6 %
Wasserinfiltrationsrate – < 12,7 mm / Stunde
Pflanzen Brixwert – 2 %
Hauptfutter Pflanzenarten – 3-4
Besatzdichte – ca. 1 Großvieheinheit / 2,4 ha

Befund nach 4 Jahren:
Fortschritt
organisches Material im Mutterboden – 5,2 % bis 5,6 %
Futterpflanzenarten – 43, einschließlich der ursprünglichen.
Brixwert der Pflanzen – Durchschnitt 15 – 22 %
Wasserinfiltration – mehr als 25,4 cm/h (254 L/qm/h)
Besatzdichte – 1 Großvieheinheit / 0,61 ha = ca 1,64 GVE / ha
signifikante Zunahme bei Regenwürmern, im Boden lebenden Insekten, bestäubenden Insekten und Wildtieren

Andere Fälle:
https://www.freizahn.de/2017/06/gleiche ... anagement/
Hier sehe man sich insbesondere auch die vergleichenden Bilder und die darin angegebenen Daten zum Kohlenstoffgehalt an.
Das Land gehört zwei Brüdern und wurde vor dem Erbfall von deren Vater konventionell bewirtschaftet.
Der jetzt qualitativ drastisch bessere Teil wird mit sogenanntem Pasture-Cropping bewirtschaftet. Dabei wird Weidehaltung in der einen Jahreshälfte mit pfluglosem Getreidanbau in der anderen Jahreshälfte kombiniert.

Ein weiters Bespiel ist die Farm von Gabe Brown, die ich in
https://www.freizahn.de/2016/09/optimie ... uhhaltung/
und teilweise auch in
https://www.freizahn.de/2018/05/intensi ... irtschaft/
vorgestellt habe.
In
https://www.freizahn.de/2016/08/ganzhei ... anagement/
habe ich etwas mehr über die Hintergründe und Erfolge diese Weidetechnik geschrieben und dazu insbesondere auch einige Daten der Polyface-Farm erwähnt, die durchweg nur ein Weidebetrieb ist.
Das Land dieser Farm war beim Erwerb durch die Salatins, Anfang der 60er Jahre sehr schlecht und massiv durch Bodenerosion geschädigt. Die Salatins haben in 50 Jahren pro Hektar und Jahr 5 Tonnen Kohlenstoff in Form von Humus bzw. von organischer Masse im Boden eingelagert.


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