Forum für die kritische Würdigung
Forum for critical appreciation
Forum pour une appréciation critique
Foro de apreciación critíca
Aktuelle Zeit: Di 26. Sep 2017, 02:48

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 41 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: Sa 18. Dez 2010, 13:21 
Offline

Registriert: Sa 27. Nov 2010, 16:25
Beiträge: 22
Hallo Bernhard,

Zitat:
Diese Erfahrung hat mich zur Erkenntnis gebracht, daß "nichts einfach verschwindet", sondern daß es von jeder Art immer Inseln gibt. Diese Arten stehen bereit und sobald es Lebensraum gibt, vermehren sie sich.


Ja, das Leben verschwindet nicht, es veraendert sich nur. Anders gesehen, entsteht es fortlaufend aus dem Nichts. Die Natur IST spontan, d.h. sie entsteht spontan aus sich selbst ohne aeusseren Antrieb. Deshalb muss man sich fragen ob:

Zitat:
Wir reden hier über Impferden und Mikroorganismen.


es einen Sinn hat Mikroben einimpfen zu wollen. Du meinst vielleicht, dass wir die „guten“ Mikroben einimpfen muessen. Aber die entstehen ja auch ganz von selbst wenn sie Nahrung, Wasser und Luft haben. Ohne Nahrung koennen auch die eingeimpften Mikroben nicht ueberleben. Ich hab die Passagen ueber Impfziegel nur ueberflogen, weil sie fuer mich nicht praktisch anwendbar sind. Aber ich hab den Verdacht, dass es sich bei diesen Ziegeln urspruenglich nur um ein praktisches Mittel handelte, um Stadtabfaelle ohne allzu grosse Naehrstoffverluste haltbar zu machen bis sie in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen koennen, dass es also mehr um die Zufuhr von Biomasse geht als um das Einimpfen von bestimmte Mikroben. Beim Einimpfen mit EM, Kompost Tee, Mykorrhiza, usw., geht es ja auch in erster Linie um merkantile Zwecke: man kann einen Kanister mit Kompost Tee in der ganzen Welt vermarkten; eine Fuhre Heu oder Kompost mit dem Flugzeug zu transportieren waere dagegen nicht sehr sinnvoll. Die Leute muessen Geld verdienen, dagegen hab ich nichts, man muss sich nur darueber im Klaren sein. Elaine Ingham, z. B., gibt ja auch indirekt zu, dass ein gesunder Boden keine eingeimpften Mikroben benoetigt oder, dass ein Boden auch ohne ihre Methoden gesunden kann, nur dauert es dann vielleicht etwas laenger.

Zitat:
Für mich ist sonnenklar, daß Humuswirtschaft eine Wirtschaft mit Unkräutern bedeuten muß.


Ja, in der traditionellen Landwirtschaft wurde alle 4 Jahre eine Brache eingelegt, damit der Boden sich erholen konnte. Mit seiner Weizen-Klee-Reis-Permanentkultur hat Fukuoka die Wildkraeuter durch Klee ersetzt und kommt so ohne Brache aus. Heute benutzen Kawaguchi und seine Gefolgschaft Weizen-Wildkraeuter-Reis-Permanentkultur. Es ist Einleuchtend, dass die heimischen Wildkraeuter, die natuerlich in einem Boden wachsen diesen auf vielfaeltigere Art anreichern als immer der gleiche Bodendecker Klee.

Zitat:
Ich habe nicht behauptet, daß sie [die Methoden] allgemeingültig anzuwenden sind, also zumindest eins zu eins. Ich halte es aber für unsinnig zu sagen, daß sie nicht gelten können. Natürlich können sie das, es ist eine Frage der Technik. Und wo Technik gefragt ist, bedarf es lediglich einer Konstruktionsarbeit. Dabei finden wir zur Erfüllung der Funktionen genügend Formen in der Natur als Vorbild. Weswegen ich sehr zuversichtlich bin, daß diese Arbeit getan werden kann.


Jetzt musst du mir einmal erklaeren, wie sich dieser Technikbegriff von der Technik unterscheided, die seit gut einem Jahrhundert die Umwelt zerstoert. Liebig hat die NPK-Duengung auch nur erfunden weil er von der Natur gelernt hat. Also worin besteht da der Unterschied?

Zitat:
Ich würde zur Bewässerung aber nicht auf die Dämme oder Brunnen zurückgreifen, wie es dort praktiziert wird. Ich würde das einzig sinnvolle tun - Bäume pflanzen.


Das ist auch so eine Idee, die man nicht verallgemeinern kann. Falsch angewendet, koennen so Baeume in trockenen Regionen den Boden leer saugen, damit der Regen dann vermehrt auf ueberflutungsgefaehrdete Regionen niedergeht. Das ist kein hypothetischer Fall. Das ist Tatsache. Du weisst, wieviel Eukalyptus es in Australien gibt und, dass das Land immer trockener wird. Eukalyptus waechst zwar besser als andere Baeume in trockenen Regionen, saugt aber den Boden aus und ist deshalb besonders geeignet um Suempfe trocken zu legen.

Gruess dich, Dieter


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Sa 18. Dez 2010, 13:47 
Offline

Registriert: Sa 27. Nov 2010, 16:25
Beiträge: 22
dblondeau hat geschrieben:
es gibt neue gerate um den boden so schonend zu bearbeiten ohne Pflug:
eco-dyn bearbeitet den Boden auf 5 cm. das ist aerobe Bereich und zerstoert nicht die untere wurzelstruktur im Boden...


Gab es nicht frueher etwas, was sich Oberflaechen-Grubber oder so aehnlich nannte? Das wurde glaub ich von den Landwirten der Bio-Organischen Schule nach Rusch und Mueller angewandt. Das letzte was ich gehoert hab ist, dass die Herstellung aufgegeben wurde. Ist das Eco-Dyn Geraet sowas aehnliches? Gibt es eine Beschreibung?

In Japan hat Nobuo Iwasawa eine Maschine gebaut, um Reis ohne Bodenbearbeitung vollautomatisch durch eine Schicht Strohmulch zu pflanzen. Es wurden auch Tests durchgefuehrt aber wahrscheinlich ist es nicht zu einer breiten Anwendung gekommen.

Dieter


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Sa 18. Dez 2010, 21:13 
Offline

Registriert: Mi 10. Nov 2010, 15:38
Beiträge: 99
Wohnort: BRD
hallo Dieter

ja auf www.eco-dyn.de oder ecodyn.de

auf deutsch und auf franzoesisch,
die franz. Seite ist reichhaltiger als die deutsche.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Sa 18. Dez 2010, 22:11 
Offline

Registriert: Sa 31. Jul 2010, 20:22
Beiträge: 600
Die Technik unterscheidet sich nicht. Die eine Technik jedoch, welche die Natur zerstört, also dem Leben schädlich ist, ist eine nicht-optimale Technik. Diese wird über kurz oder lang ausgemerzt sein. Hoffentlich kürzer als länger, denn die Schäden sind enorm.

Technik an sich ist nicht schlecht, sondern der Maßstab ist, ob sie dem Leben schädlich ist. Daher sollten alle Techniken, die bereits im Einsatz sind, daraufhin untersucht und gegebenenfalls geändert oder aufgegeben werden.

Viele Grüße,

Bernhard


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Di 21. Dez 2010, 13:34 
Offline

Registriert: Di 21. Dez 2010, 13:02
Beiträge: 51
Dieter hat geschrieben:

Es gibt verschiedene „Modelle“ fuer den pfluglosen Landbau, die auch auf gewerblichem Niveau eingesetzt werden koennen. Jedoch sind solche Modelle (die sich auf den Webseiten sehr einleuchtend praesentieren), oft nur sehr bedingt anwendbar. Ich hab mich seit gut 10 Jahren sehr intensiv mit dem Thema befasst und vieles selbst ausprobiert.



Moin,

auf solch eine lange Erfahrung kann ich noch nicht zurückblicken, praktiziere (oder versuche) seit 4 Jahren die konsequente Direktsaat ohne jeden Bodeneingriff in einer reinen Ackerbau-Fruchtfolge (mit Zwischenfrüchten) mit einer schrittweisen Umstellungsphase (damit die Fehler nicht allzu teuer werden). Die erste Fläche wurde 2005 zuletzt gegrubbert, 2004 zuletzt gepflügt, das ist schon toll anzusehen, was da jetzt los ist !!

Trotzdem gibt es natürlich Probleme, vor allem durch noch inaktiven Boden, durch Schnecken, etc. - deshalb bin ich schon vor Langem auf France-Harrar gekommen, um Antworten oder am besten Anleitungen zu finden.....

Beziehen sich Deine Erfahrungen auf pfluglose Bodenbearbeitung oder auf Direktsaat (keine Bodenbearbeitung) ???


Gruß,
Hartwig


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Mi 22. Dez 2010, 20:44 
Offline

Registriert: Sa 27. Nov 2010, 16:25
Beiträge: 22
Hallo Hartwig,

wir leben wahrscheinlich in verschiedenen Regionen. Deshalb muss ich etwas ausholen, damit wir uns verstehen. Wir haben ca. 14 Hektar Land in Suedportugal – groesstenteils bewaldet und huegelig. Durch die lange Trockenzeit wird wenig Biomasse produziert. Gleichzeitig wird Humus durch die hohen Temperaturen fast 6 Mal so schnell abgebaut wie in Nordeurope. Dies fuehrt dazu, dass selbst unberuehrter Boden hauptsaechlich aus Lehm und Geroell und sehr wenig Humus besteht. Durch Pfluegen geht natuerlich noch zusaetzlich Humus verloren. Der schwere Lehmboden wird in der Trockenzeit hart wie Beton, weil er alle Feuchtigkeit verliert. Deshalb waere es selbst mit RoundUp unmoeglich, hier pfluglosen Landbau in groesserem Massstab zu betreiben.

Ich hab mich lange Zeit mit natuerlichem Landbau beschaeftigt, weil ich frueher in Japan gelebt habe. Deshalb, und weil Pfluegen zu Humusverlusten fuehren kann, hab ich Versuche mit Anbaumethoden ohne Bodenbearbeitung durchgefuehrt. Unsere Felder wurden das letzte Mal 1994 von dem damaligen Eigentuemer mit dem Esel und einem Holzpflug mit Metallzinken umgepfluegt. Auf ca. einem halben Morgen hab ich den Boden durch Kompostierung, Mulchen, Gruenduengung usw. soweit verbessert, dass eine Schicht schwarzer Erde (Humus) entstanden ist, die den Lehm bedeckt. Das reicht, um unser Gemuese und sogar ein bisschen Getreide ohne Bodenbearbeitung und ohne Duenger anzubauen. Das ist auch die Flaeche, die ich im Sommer bewaessern kann (ohne Grundwasser zu benutzen). Ohne Bewaesserung ist es nicht moeglich, hier Nutzpflanzen in der Trockenzeit anzubauen.

In der Regenzeit benutze ich die uebrigen Felder, um mit Direktaussaat und ohne Bodenbearbeitung verschiedene Getreide und Leguminosen anzubauen. Das ist einfacher bei Leguminosen als bei Getreide. Rettiche sind auch eine gute Wahl.

Ich hoffe auch, dass sich das Saatgut nach einigen Jahren dem Boden und den Anbaumethoden anpassen wird. Gekaufter Samen ist gezuechtet, um Pflanzen mit Kunstduenger in gepfluegten Boeden zu kultivieren.

Wie sind deine Erfahrungen?

Dieter


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Do 23. Dez 2010, 08:10 
Offline

Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1208
Hut ab vor Deiner Leistung !

Dieter hat geschrieben:
Gekaufter Samen ist gezuechtet, um Pflanzen mit Kunstduenger in gepfluegten Boeden zu kultivieren.
Wahre Worte gelassen ausgesprochen.

Dazu brauchen sie auch noch die obligate Nuckelflasche Wasser.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Do 23. Dez 2010, 19:49 
Offline

Registriert: Di 21. Dez 2010, 13:02
Beiträge: 51
Dieter, vielen Dank für Deine Ausführungen !

Tatsächlich sind unsere Bedingungen sehr gegensätzlich: hier in meinem maritimen, norddeutschen Klima ist es häufiger zu nass als zu trocken.....

Aber die Grundsätze der Direktsaat sind universell, die lokalen Umsetzungen sind individuell. Ich habe einen ganzen Tag überlegt, aber einen richtig guten Rat für Deine Situation habe ich nicht. Probleme gibt es immer, bei mir ist es nicht die Trockenheit, sondern Schnecken und Teilflächen, die lehmig, humusarm und zu tot sind, um da vernünftig was wachsen zu lassen. Dort muss ich mit dem Wissen von Harrar-France den Boden schnell beleben, nur die praktische Umsetzung hapert noch etwas, bzw. mir dämmert es noch zu wenig.....

Der Boden ist doch ein ziemlicher Bodenbearbeitungs-Junkie geworden, sobald die Bearbeitung wegfällt und die Bedingungen nicht ganz so optimal sind, wie z.B. nach Raps, geht er voll auf Entzug und schwächelt. Das kurzfristige Ziel ist, flächendeckend genug Bodenleben zu züchten, um diese Entzugserscheinungen zu überwinden. Parallel dazu muss auch die Mineraldüngung zurückgefahren werden, aber da das richtige Mass und Vorgehen zu finden, ist mir noch recht schleierhaft. Wenn ich beides zu schnell runterfahre (die Bearbeitung ist ja schon weg), dann werden die Entzugserscheinungen ja noch stärker, oder ??
Also da werde ich noch Erfahrungen sammeln müssen, die wohl leider nicht ganz billig werden und auch nicht auf Anhieb klappen, fürchte ich.


Gruß,
Hartwig


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Di 8. Jul 2014, 18:46 
Offline

Registriert: Do 23. Jan 2014, 19:48
Beiträge: 44
ina maka hat geschrieben:
Man müsste doch die MOs des Waldbodens vermehren können, auch wenn man nicht so ganz genaus weiß, welche das sind - einfach indem man sich eine Faust voll Waldboden holt - oder meinst du, das könnte gar nicht klappen??

Meine Rede! :D

zaunreiter hat geschrieben:
Lebewesen leben in einem Netzwerk aus Lebewesen und ihrer Umgebung. Wenn Du nun ein Teilstück eines Netzwerkes, einen oder zwei Fäden aus dem Netzwerk und aus der Umgebung reißt, und in eine neue Umgebung mit anderen Lebewesen bringst - was soll daraus werden?

Wenn Du Käsebakterien in einen Weinansatz gießt - was soll das werden? Wenn Du Weinhefen in einen Brotteig gibst - was soll das werden?

Und was soll es bringen einen Komposttee über die Erde oder die Pflanzen zu schütten? ;)

Laut Elaine Ingham sind doch in jedem Boden alle Mineralien vorhanden, die Pflanzen benötigen. Es kommt nur darauf an, dass die richtige Bodenbiologie vorhanden ist. Und im Wald nebenan stecken sicher einige nützliche Helfer drin, die im eigenen Garten vielleicht nicht mehr vorhanden sind. Man wird ja keinen Waldboden aus Südafrika in einen Gartenboden aus Niedersachsen einbauen.

Geoff Lawton und seine Mitarbeiter haben bei dem "Greening the desert"-Projekt (ab 2000 oder 2001) in Jordanien gezeigt, dass man selbst sehr schlechten Boden mit einer guten Portion beliebiger(!) Biomasse, d.h. Biomasse, die dort in den Gärten und auf den Feldern so rund um angefallen ist, wieder zu einem guten Boden machen kann. Waldboden ist ja sogar noch besser als so ein Biomassemix.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Di 8. Jul 2014, 19:30 
Offline

Registriert: Do 23. Jan 2014, 19:48
Beiträge: 44
Hier ist ein wissenschaftlicher Bericht über das "Greening the desert"-Projekt mit den Auswirkungen der Permakultur-Techniken und des Mulchens auf die Bodenzusammensetzung und die Bodeneigenschaften, speziell des Salzgehalts, und der Pflanzenverträglichkeit gegenüber salzhaltigem Wasser (Übersetzung kommt dieses Jahr noch):

Zitat:
Use of permaculture under salinity and drought conditions
by Administrator, Posted on: February 1, 2005
...
The drip systems are covered with soil and plant mulch materials to protect the system from sunlight and reduce irrigation water evaporation.
...
Trees were planted according to the following procedures: The hole was first covered with old cotton cloths and old newspaper then manure and mulch (plant residue material) added then some soil. After this, the tree is placed in the hole and filled with soil until the hole is half full then putting another layer of mulch on until the hole is full then the hole covered with another layer of newspaper and more mulch.
...
Plant residue including Banana leaves where used as soil mulching beneath trees and on soil surface. Residues used also to cover all swales to conserve water and prevent stored water from evaporation in addition to improvement of soil physical, chemical and biological properties. Plant residue included Banana leaves, straw, weeds and others.
...
4. Results and discussion
The application of permaculture design and planting inside the swales with heavy mulch use has a great impact on the success of crops in the farm.
...
Permaculture practices reduce water needs due to water harvesting and storage by swales, shading of fruits trees and vegetables by legume trees and use of plant residue as natural mulching for soil insulation and humus creation. In addition, some crops were planted to act as living mulches like portolaca, sweet potato and planted throughout fruit trees systems.
...
The increase in water filtration is due also to the use of natural mulching and planting of barley and alfalfa which improve soil physical properties.
...
4.3.2 Soil salinity:

Soil salinity in swales reduced as compared to the beginning of the farm.
...
The use of natural mulching prevents water evaporation and prevents salts accumulation on soil surface. It also work as a buffer to reduce the long time effects for salts on soil and plant.
...
4.3.3 Soil fertility, organic matter content (OM) and soil pH:

Table (6) shows increase in soil OM content compared to soil content at the beginning. The use of natural mulching from plant residue and composting of animal manure was a continuous practice which resulted in increasing the organic matter content of the soil. Natural mulching improves also soil ecosystem, increase number and type of soil organisms and improves soil microbiology growth.
...
The use of natural mulching resulted in a decrease of soil pH although the soils in the area are normally very alkaline. This is due to the decomposition of plant residues and production of humic acid as a by product of decomposition which decrease soil pH
...
5. Conclusion

The results show that application of permaculture methods and introducing permaculture techniques like swales, natural mulching, rainfall harvesting, legume cultivation, have a clear role in improving soil properties, increasing soil organic matter content and reducing soil salinity.

http://permaculture.org.au/2005/02/01/u ... onditions/


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Mi 9. Jul 2014, 12:28 
Offline

Registriert: Do 23. Jan 2014, 19:48
Beiträge: 44
dblondeau hat geschrieben:
auch kann man sich denken was übrig bleibt vom Edaphon nach 20 Jahre Roundup!

99% der landwirtschaftlich-genutzten Boden in Europa sind mikrobiologisch gesehen tot. sagt auch Josef Braun.


Aber ist es nicht so, dass sehr viele Organismen sich in eine Art Winterschlaf begeben können, d.h. sie werden inaktiv (Sporen etc.), und wenn sich die Verhältnisse wieder bessern, sprich wenn die Misshandlung der Böden aufhört, fangen sie wieder an aktiv zu werden und das Leben zu unterstützen?
Roundup ist ja so eine Art Salz und es gibt jede Menge Organismen, die halophil, also salzliebend sind, und überhaupt gibt es wesentlich härtere Umweltbedingungen als Roundup - der Weltraum z.B.

Hier ist noch ein Link zu einem Film (7min) in der ARD (vom Herbst letzten Jahres) über einen alten afrikanischen Bauern, der mehrere Hektar oder so an Wald aufgebaut hat, indem er jeweils nur Löcher in den Boden gehackt hat, dann einen Samen einer Pflanze (eines Baums?) hineingetan hat, darüber dann eine Mischung aus Kuhdung, Blättern und noch irgendwas geschüttet hat (ich habe den Film gestern nur einmal gesehen, aber leider nicht heruntergeladen - der Link stammt von der Sonnenseite von Franz Alt: sonnenseite.com):

Zitat:
Weltspiegel: Burkina Faso: Yacoubas Wunder
Jahrelang versuchte er, in der Wüste Bäume zu pflanzen. Angetrieben hatte ihn das große Sterben bei den gewaltigen Dürren in den achtziger Jahren. Yacouba gelang es, einen ganzen Wald in der Wüste zu pflanzen und so den Boden fruchtbar zu machen.

http://www.ardmediathek.de/tv/Weltspieg ... tId=329478

Die Frage ist wie er es geschafft hat, dass Schafe, Ziegen oder Kamele ihm nicht immer alles ratzeputz weggefressen haben.


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 41 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de