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BeitragVerfasst: So 12. Dez 2010, 17:35 
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Beiträge: 1208
An alle (die ihr so viel seid wie 1 Staubkorn unter allen Atomen des Universums)

Mich täte mal interessieren tun eine moderne Darstellung über den Boden / Erde / Humus analog der Darstellung im "Edaphon", aber eben nach heutigen Erkenntnissen und mit heutigen Medien / Fotos / Videos

Ebenso wie bei "Streifzüge im Wassertropfen" mit dem Buch "Das Leben im Wassertropfen"
http://www.stiftung-france.de/forum/viewtopic.php?p=800&sid=3443e08600f79a8860b42b68772f4eae&sid=3443e08600f79a8860b42b68772f4eae#p800
möchte ich gerne dem Buch "Das Edaphon" eine heutige systematische Darstellung über den Boden zur Seite stellen.

Z.B.
Atlas zu Europas Bodenvielfalt
http://www.stiftung-france.de/forum/viewtopic.php?p=383&sid=3443e08600f79a8860b42b68772f4eae&sid=3443e08600f79a8860b42b68772f4eae#p383

Aber vielleicht gibt es noch etwas "Besseres" ..

Wichtig wäre mir eine "ausgewogene" Darstellung der vielfältigen Aspekte des Bodens.
Oft überwiegt die mineralische oder chemische Seite.

Euer Bodenbakterium


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Edaphon
BeitragVerfasst: Mo 13. Dez 2010, 01:47 
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Registriert: Sa 31. Jul 2010, 20:22
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Der Bodenatlas sagt es: wir kennen etwa 1% der Bodenlebewesen.

Das bedeutet, daß wir 99% nicht kennen.

Wenn, dann steht der Menschheit noch eine große Aufgabe bevor.

Viele Grüße

Bernhard


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Edaphon
BeitragVerfasst: Mo 13. Dez 2010, 18:49 
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Registriert: Mo 2. Aug 2010, 20:59
Beiträge: 71
hallo!

zaunreiter hat geschrieben:
Der Bodenatlas sagt es: wir kennen etwa 1% der Bodenlebewesen.

Das bedeutet, daß wir 99% nicht kennen.


ist so ähnlich wie mit den "Vitaminen" - die Natur perfekt kopieren geht nicht wirklich - eben unter anderem weil man nie wirklich alle "Zutaten" weiß, hmmmm........

Natur Natur sein lassen?

- ist natürlich nicht so wissenschaftlich - dafür aber einfach und effektiv :oops:

liebe Grüße!


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BeitragVerfasst: Mo 13. Dez 2010, 19:59 
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Registriert: Sa 31. Jul 2010, 20:22
Beiträge: 600
Leider ist es nicht so einfach, die Natur walten zu lassen, wie sie will. Weil wir Menschen dann aussortiert werden.

Bernhard


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BeitragVerfasst: Mo 13. Dez 2010, 20:27 
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Registriert: Mo 2. Aug 2010, 20:59
Beiträge: 71
hallo!

Nein - das glaube ich nicht.
Wieso so pessimistisch??
Sicher würde sich dann alles ändern und es würden auch sicher nicht alle Menschen überleben ...
aber im Großen denke ich, dass sich sogar die Art des Menschen anpassen und ändern kann .....

im Konkreten tät ich mich darauf konzentrieren, die Lebewesen, die den Waldboden so toll machen, zu vermehren und den Garten und den Acker damit zu impfen - hmm?

Man müsste doch die MOs des Waldbodens vermehren können, auch wenn man nicht so ganz genaus weiß, welche das sind - einfach indem man sich eine Faust voll Waldboden holt - oder meinst du, das könnte gar nicht klappen??

liebe Grüße!


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BeitragVerfasst: Mo 13. Dez 2010, 21:45 
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Registriert: Mi 4. Aug 2010, 22:54
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Ich tus einfach und laß vom Instinkt mich führen
da muß ich nicht erst hundert Bücher studieren.

Herzliche Grüße Mannfred


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BeitragVerfasst: Di 14. Dez 2010, 11:42 
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Registriert: Sa 31. Jul 2010, 20:22
Beiträge: 600
ina maka hat geschrieben:
Nein - das glaube ich nicht.


Das Leben kümmert sich nicht darum, was wir glauben oder nicht.


ina maka hat geschrieben:
Wieso so pessimistisch??


Ich bin keinesfalls pessimistisch, sondern durch und durch Realist. Wer mich persönlich kennt, weiß, daß ich eher optimistisch bin, als pessimistisch.

Ich habe sehr viel experimentiert in meinem Leben, was das Verwildern betrifft. Also der Natur ihren Lauf lassen - auch mit mir selbst.

Was ich erfahren habe und was ich mir angeeignet habe, zeigt mir, daß wir außerhalb eines Jäger- und Sammlertums und bei seßhafter Lebensweise notwendigerweise unsere Umwelt so einrichten müssen, daß wir uns aus ihr ernähren können.

Dazu ist aber das Gehirn notwendig. Ohne Denken und Erfahrung, ohne genaue Kenntnisse kannst Du nicht naturrichtig leben. Das zeigt doch die Menschheit zurzeit in aller Deutlichkeit. Wer getrennt von der Umwelt, in einer geistigen eigenen Welt lebt, der wird früher oder später zurück auf den Boden der Tatsachen geholt.

Das Problem dabei ist, daß die Natur kein gut und böse kennt. Wir Menschen sind in ein Netzwerk aus Menschen eingeflochten, das wiederum in ein weiteres Lebensnetzwerk eingeflochten ist. Geht das eine Netz kaputt, reißt es das andere Netz mit. Es ist völlig gleichgültig, ob Du besonders naturrichtig lebst - am Ende erwischt es Dich doch.

Das ist das Gesetz der Integration.


ina maka hat geschrieben:
Sicher würde sich dann alles ändern und es würden auch sicher nicht alle Menschen überleben ...
aber im Großen denke ich, dass sich sogar die Art des Menschen anpassen und ändern kann .....


Mit Anpassen und Ändern hat das wenig zu tun. In Notzeiten wird es auf die Jagd und das Sammeln ankommen. Da Sammeln relativ einfach ist, werden die eßbaren Sachen sehr schnell gesammelt sein. Was bleibt, ist die Jagd und Fischerei. Doch wer kann das wirklich heute noch? Die meisten Jäger, und ich kenne viele, können nicht mehr richtig jagen. Vor allem nicht ohne Schußwaffen. Das läßt sich auch nicht lernen, damit mußt Du aufgewachsen sein. In einer Gesellschaft, die fast völlig losgelöst von ihrer Umgebung leben, ist das eine Seltenheit.


ina maka hat geschrieben:
im Konkreten tät ich mich darauf konzentrieren, die Lebewesen, die den Waldboden so toll machen, zu vermehren und den Garten und den Acker damit zu impfen - hmm?


Es ist etwas irrig, wenn Du das Konzept eines Waltens der Natur mit dem Konzept eines Gartens oder Acker einfließen lassen willst. Die Natur hat keinen Garten oder Acker im Sinn.

Ich sage nicht, daß Du eine naturgemäße Kultur anlegen kannst. Doch hat das nichts mehr mit Garten oder Acker zu tun.
Vielmehr erscheint es mir sinnvoller, die in der Natur vorkommenden Prozesse zu nutzen, um eine Art Waldlichtung zu schaffen, auf der möglichst vielfältig zu nutzende Bäume und Pflanzen wachsen, sowie Tiere leben.

ina maka hat geschrieben:
Man müsste doch die MOs des Waldbodens vermehren können, auch wenn man nicht so ganz genaus weiß, welche das sind - einfach indem man sich eine Faust voll Waldboden holt - oder meinst du, das könnte gar nicht klappen??


Mal eine ernste Frage: Wieso soll das was verbessern?

Lebewesen leben in einem Netzwerk aus Lebewesen und ihrer Umgebung. Wenn Du nun ein Teilstück eines Netzwerkes, einen oder zwei Fäden aus dem Netzwerk und aus der Umgebung reißt, und in eine neue Umgebung mit anderen Lebewesen bringst - was soll daraus werden?

Wenn Du Käsebakterien in einen Weinansatz gießt - was soll das werden? Wenn Du Weinhefen in einen Brotteig gibst - was soll das werden?

Kein Lebewesen lebt für sich allein. Und jedes Lebewesen braucht seine Nahrung oder Medium. Fische auf dem Land verrecken, so wie wir im Wasser ertrinken.

Wie Francé in seinem Patent schreibt: Es handelt sich bei der Impferde um eine Kultur von Lebewesen und einem Nährmedium. Ich bin der festen Überzeugung, daß so eine Impferde auch immer eine entsprechende Vorbereitung des Bodens benötigt, bevor es wirken kann.

Die Lösung ist daher, nicht die Natur einfach walten zu lassen, sondern ein gutes Verständnis für sie zu entwickeln und mit Sinn und Verstand so einzurichten, daß es sich darin gut leben läßt.

Dazu kann und soll Technik verwendet werden. Die Natur arbeitet ständig mit Technik und Mechanik - und zwar höchsteffizient und höchsteffektiv. Ohne daß der Natur irgendwelche Computer zur Verfügung stehen. Wie macht sie das?

Wer diese Frage zu beantworten weiß, der kann ebenso leben. Und Francé hat diese Frage beantwortet. Vor und nach Francé gibt es viele, die immer diese Fragen zum Teil beantwortet haben. Francé hat diese Frage als Gesamtbild beantwortet.

Deswegen bin ich auch der Überzeugung, daß sich die Erkenntnisse Francé's bestens mit der Permakultur nach Bill Mollison vereinigen lassen. Mollison hat seine Naturbildung von den Aborignies Australiens. Und ich habe mich intensiv mit Naturvölkern aller Art auseinandergesetzt: Überall verstehen sie mehr von der Natur und dem Leben, als unsere Gesellschaft.

Die Permakultur nach Mollison verfügt über Planungsinstrumente, um biologische Systeme zu planen und aufzusetzen. Zusammen mit den Erkenntnissen von Francé ist es nun ein leichtes, solche Systeme mit vollem Verständnis durchzuplanen. Darin sehe ich eine große Chance.

Viele Grüße
Bernhard


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BeitragVerfasst: Di 14. Dez 2010, 13:36 
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Registriert: Mo 2. Aug 2010, 20:59
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hallo!

Sorry, ich möchte jetzt die Zitatefunktion mißbrauchen ;)

zaunreiter hat geschrieben:
ina maka hat geschrieben:
Nein - das glaube ich nicht.


Das Leben kümmert sich nicht darum, was wir glauben oder nicht.

genau! deshalb wird die Art Mensch auch nicht aussterben, obwohl einige daran glauben wollen.....

***
zaunreiter hat geschrieben:
Ich habe sehr viel experimentiert in meinem Leben, was das Verwildern betrifft.

das "Zurück" funktioniert wenn dann nur über Generationen - vorher wird es wohl eine scharfe Auslese geben (bei der ich als Person sicherlich auch verschwinden tät - aber mein Leben ist sowieso begrenzt....)

***
zaunreiter hat geschrieben:
Was ich erfahren habe und was ich mir angeeignet habe, zeigt mir, daß wir außerhalb eines Jäger- und Sammlertums und bei seßhafter Lebensweise notwendigerweise unsere Umwelt so einrichten müssen, daß wir uns aus ihr ernähren können.

Dazu ist aber das Gehirn notwendig. Ohne Denken und Erfahrung, ohne genaue Kenntnisse kannst Du nicht naturrichtig leben. Das zeigt doch die Menschheit zurzeit in aller Deutlichkeit. Wer getrennt von der Umwelt, in einer geistigen eigenen Welt lebt, der wird früher oder später zurück auf den Boden der Tatsachen geholt.

genau - so ist es! :P
Jäger- und Sammlertum: für wenige Menschen wäre das machbar;
Gehirn: vorhanden;
"auf den Boden der Tatsachen geholt" - na Gott sei Dank!! so lernt dann auch der sturste "Theoretiker" die Wahrheit kennen ...

- öh... wo ist das Problem?? *verwirrt bin*
***

zaunreiter hat geschrieben:
Die Natur arbeitet ständig mit Technik und Mechanik - und zwar höchsteffizient und höchsteffektiv. Ohne daß der Natur irgendwelche Computer zur Verfügung stehen. Wie macht sie das?

Was ist der Computer anderes als "Technik" ??
Ich dachte immer, die Natur arbeitet mit "Leben", hmmm....
***

zaunreiter hat geschrieben:
Und ich habe mich intensiv mit Naturvölkern aller Art auseinandergesetzt: Überall verstehen sie mehr von der Natur und dem Leben, als unsere Gesellschaft.

Vielleicht kommt ja doch noch der Tag, an dem "sie" zurückkehren (dürfen/können/müssen), um der Menschheit als echte Menschen das Leben zu ermöglichen??
(als Mensch, nicht als Sklave des "Systems" und der Technik - oder so ähnlich....)

Und ich - vielleicht sollte ich mal meinen Gartenboden untersuchen lassen - weil der so schön locker und fruchtbar ist, welche MOs daran wohl schuld sind??
Aber im Ernst: die, die bei mir leben und den Boden fruchtbar machen, die werden auf trockenem Sand höchstwahrscheinlich gar nichts ausrichten können.

Francé hat da echt eine "Wundermischung" erfunden, wenn es MOs gibt, die man züchten kann und die aus jedem Gartenboden schönen Humus machen können, hmmm....
- sollte man wirklich wiederfinden und verkaufen! (oder verschenken - je nachdem, welcher Ideologie der Wiederentdecker dann angehört)

bis dahin: darf ich zweifeln, dass es sowas gibt? - ich mein, so eine "Instant-Boden-Mischung".
Eine Bodenbearbeitung, die fruchtbare Erde möglich macht, die gibt es, da hab ich keine Zweifel!

liebe Grüße!


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BeitragVerfasst: Di 14. Dez 2010, 23:22 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1208
Schöne Gedanken Bernhard denen ich folgen kann - aber wer noch unter den 6 Milliarden Menschen ?

Die Details diskutieren wir an passender Stelle.

Jumping Jack Flash

Bild

Mein treuer Mitarbeiter in meinem Leben als Schreibtischgärtner.

Im Staub meines Schreibtisches lebend, mal von links nach rechts springend - oder umgekehrt.

Mit meinen trüben Augen sehe ich ihn allerdings immer nur als schwarzen verschwommen Punkt.

http://www.wired.com/wiredscience/2010/12/gledhill-cognisys-photos/?pid=740

Nicht vergessen: es geht hier um die Suche nach einer modernen Darstellung des Edaphons nach heutigen Erkenntnissen.
Also entsprechenden Input bitte.


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BeitragVerfasst: Mi 15. Dez 2010, 07:50 
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Registriert: Sa 31. Jul 2010, 20:22
Beiträge: 600
Winfried hat geschrieben:
Schöne Gedanken Bernhard denen ich folgen kann - aber wer noch unter den 6 Milliarden


Alle, die sich die Mühe machen, die Bücher von Francé tatsächlich zu lesen, anstatt sich nur in einem Forum anzumelden, das sich mit den Büchern beschäftigt. Und zu diskutieren über die Bücher, ohne sie zu kennen. Auch ohne weitere Kenntnisse über die Themen der Bücher.

Mit einem verschwommenen Verständnis - aber mit einer festen Meinung.

Eine ernst- aber gut gemeinte Kritik. Mal sehen, wer sich angesprochen fühlt. :wink:

Bernhard


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BeitragVerfasst: Mi 15. Dez 2010, 10:38 
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Registriert: Mo 2. Aug 2010, 20:59
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hallo!

Sorry - ganz ot....
Irgendwo hab ich mal gelesen, dass der Lehrer seine Art zu reden an die Schüler anpassen muss, damit sie ihn verstehen können.
Weil.... (im Idealfall sollte es doch so sein) - der Lehrer ja weiterentwickelt ist als seine Schüler und es ihm deshalb möglich ist, auf die Ebene der Schüler herunterzusteigen, um ihnen etwas zu erklären.
Die Schüler können nicht einfach so auf sein Niveau hinaufklettern

Vielleicht happerts daran?

p.s.: wer die Werke völlig verstanden hat - der kennt doch sicher auch die MOs, die man braucht, um so eine Impferde herzustellen?

Sollte das die Allgemeinheit nicht erfahren??

liebe Grüße!


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BeitragVerfasst: Mi 15. Dez 2010, 12:39 
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Registriert: Sa 31. Jul 2010, 20:22
Beiträge: 600
ina maka hat geschrieben:
p.s.: wer die Werke völlig verstanden hat - der kennt doch sicher auch die MOs, die man braucht, um so eine Impferde herzustellen?


Siehe:

http://www.stiftung-france.de/forum/viewtopic.php?f=8&t=39&start=45&sid=73498ac62d4deb8985418a4121cce7d8

Nur die Mikroben alleine machen nicht den Braten fett. Hier ist noch Kenntnisse über die Zusammenhänge, sowie die Substrate notwendig.


Hier die Liste. Paßt ja eigentlich auch gut zum Thema => Systematische Darstellung. Anhand der Liste könnten wir nach Internetquellen mit mehr Informationen zu den einzelnen Viechern erstellen.

Bakterien (27%)

Azotobacter chrooccum => auf grünen Blättern und im Wurzelgeflecht = epiphytisch (aerob, Stickstoffbinder, Aminosäuren, Proteine)
Clostridium pasteurianum => Lebensraum? => Stickstoffbinder
Pseudomonas putida => Lebensraum? => Denitrifikation
Pseudomonas denitrifikans => Lebensraum? => Denitrifikation
Nitrosomas urea => Urin? => Ammoniakoxidierer
Nitrosococcus/Nitrobakter => Urin? + Wasser? => Ammoniakoxidierer
Bacillus mycoides => Lebensraum? => kann in Brühe kultiviert werden (30°C), aerob
Bacillus subtilis var.nato => Heuaufguß / oberste Erdschichten
Rhodopseudomonas palustris => Wurmkot => hat die Fähigkeit auf vier Arten Stoffwechsel zu betreiben! Bindet Stickstoff.


Bodenalgen (20 %)

Anabaena => Gewässergrund, im Plankton und an Wasserpflanzen, bildet blaugrüne Fäden => Lithobiont
Phormidium => grüne Matten auf feuchten Steinen und im Flachwasser => Lithobiont
Nostoc => Gewässergrund, unter und auf feuchten Steinen, Moose => Lithobiont
Isocystis infusionum => ? Süßwasser => Lithobiont
Cymbella => auf Pflanzen im Süßwasser.
Cystococcus/Chlorococcum => Fichtenwaldboden
Cosmarium => lebt auf und in Moosen
Oscillatoria limosa => bildet tannengrüne Teppiche auf dem Gewässergrund
Lyngbya => ?verschmutzte Erde
Hantzschia => ?
Nitzschia => auf verschiedenen Substraten in Süßgewässern
Synedra => ? Schlamm im Süßwasser
Mesotaenium => Moos, feuchte Steine/Erde
Vaucheria => Sand- und Lehmgemisch am Ufer von Süßwasserflüssen, wenn das Wasser zurückgeht.
Botrydium => Sand- und Lehmgemisch am Ufer von Süßwasserflüssen, wenn das Wasser zurückgeht.


Protozoen und Amöben (11 %)

Foraminiferen => ? => Karbonatproduzenten
Edaphoallogromia => ? => Karbonatproduzenten
Strahlentierchen/Radiolaria => ?
Amoeba => feuchte Erde
Pelomyxa (Riesenamöben) => Gewässergrund von Süßwasserflüssen
Difflugia urceolata => Sumpf, Gewässerboden
Arcella (Uhrgläschen) => Moore, nasses Laub, Moose
Euglyphida => Moose
Trinema => Moose
Nebela => Moose
Echiniscus (Bärtierchen) => Moose, Buchenlaub
Macrobiotus (Bärtierchen) => Moose, Buchenlaub

Diatomeen (9%)

Navicula => Gewässergrund
Stauroneis => Süßwasser Gewässergrund, Brackwasser
Fragillaria => Sediment Süßwasser Gewässergrund, in eutrophierenden Gewässern im Sommer, Plankton
Pinnularia => lebt im Schlamm von oligo- oder mesotrophen Gewässern
Surirella => lebt vorwiegend auf Substrat in stehenden und fließenden Gewässern, in Moorwasser, in Brack- und Meerwasser.
Ulothrix => Festsitzend in Fließgewässern. Frühling und Herbst.


Bodenpilze (9 %)
Cladosporium humifaciens => im Fichtenwald tief unter der Nadeldecke, braunes Pilzmycel
Aspergillus niger => Erdboden, weltweit => Lithobiont (35 - 37 °C)
Saccharomyces cerevisiae => Bierhefe/Backhefe
Saccharomyces Pastorianus
Saccharomyces Apiculatus
Saccharomyces Ellipsoideus
Saccharomyces Mycoderma
Mucor / Köpfchenschimmel => auf pflanzlichen Abfällen
Citromyces spec. => Pinien- oder Kiefernnadeln?
Penicillium spec. => überall im Boden vorhanden


Autochthone Mikroflora (8%)

Undefiniert. Übersetzt: Heimische Bodenmikroflora. (?)


Infusorien (Flagellaten u. Ciliaten) 6%

Wimperntierchen (Ciliata) => leben in feuchter Erde, in Lebewesen, in Süßgewässern (näher zu definieren)
Colpidium (Wimperntierchen) => stark verschmutztes Süßwasser


Zysten und Sporen 5%

Undefiniert.


Rotatorien (3 %)

Rädertierchen => leben am Schlammgrund von Gewässern, im Boden und an Pflanzen hafted.
Rotifer actinurus => sauerstoffarme Gewässer
Callidina => ?
Philodina => ?

(Das Rädertier Philodina erythropthalma wird von Annie Harrar in Mensch GmbH erwähnt, es lebt in der Tränendrüse von Menschen, allerdings wird hier eine bodenlebende Art gemeint sein.)


Nematoden (2 %)

Anguillula => ?
Dorylaimus => Lithobiont
Heterodera => ?
Aphanolaimus => Lithobiont




Hier die Bakterien der Effektiven Mikroorganismenmischung EM World:

Lactobacillus casei => Milch (30 °C)
Lactobacillus plantarum => ?Silage, ?Sauerkraut
Lactobacillus delbruecki => ?
Lactobacillus delbrueckii ssp. bulgaricus => Joghurt (38-40°C)
Lactobacillus fermentum => ?
Lactobacillus acidophilus => Sauermilch, Milch (bis 40°C) => Niacin, Folsäure, Pyridoxin


Lactococcus diacetyllactis => ?
Lactococcus lactis => Milch, Buttermilch => Nisin, Milchsäure

Die meisten Lactobakterien kommen auch im Darm und somit im Kot (?) des Menschen und anderen Tieren vor.

Bifidobacterium animalis => Darm und Faeces von Tieren
Bifidobacterium bifidum => Darm und Faeces von Tieren
Bifidobacterium longum => Darm von Säuglingen

Streptococcus thermophilus => Joghurt
Bacillus subtilis var.nato => Heuaufguß / oberste Erdschichten
Rhodopseudomonas palustris => Wurmkot => hat die Fähigkeit auf vier Arten Stoffwechsel zu betreiben! Bindet Stickstoff.


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BeitragVerfasst: Mi 15. Dez 2010, 13:03 
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Registriert: Mo 2. Aug 2010, 20:59
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hallo!

Darf ich mal aus dem von dir verlinktem posting zitieren?

zaunreiter hat geschrieben:
Es ist gar nicht notwendig, die Organismen im Einzelnen zu kennen, solange wir wissen, wo sie in unserer Gegend vorkommen, wo wir sie frisch ernten und zusetzen können.


ina maka hat geschrieben:
Man müsste doch die MOs des Waldbodens vermehren können, auch wenn man nicht so ganz genaus weiß, welche das sind - einfach indem man sich eine Faust voll Waldboden holt - oder meinst du, das könnte gar nicht klappen??


Es ist da schon ein kleiner Unterschied zwischen diesen beiden Zitaten - aber welcher? hmmm?

Ich kann mir nicht helfen, aber es wird für mich immer klarer, dass es "sinnlos" ist, einen Impfziegel anzuwenden - man muss im Boden Verhältnisse schaffen, die einen ordentlichen Humusaufbau ermöglichen ....

Na gut - ganz sinnlos ist es sicher nicht!
Aber der springende Punkt ist woanders zu suchen, denke ich....

Wie kann ich den Boden so bearbeiten, dass das Bodenleben (der Humusaufbau) nicht dauernd total durcheinandergebracht wird?
"Bearbeiten" ist hier im weitesten Sinne zu verstehen!
(Also ich zähle da auch die Aussaat dazu.)

@Bernhard: diese Liste ist beeindruckend!
Seeeehr viele verschiedene Lebenwesen!
ist es ganz egal, in welchem Verhältnis zueinander sie sich im Boden befinden?
Und wo? in welchen Bodenschichten??

Und wie kann man das durch Impfziegel erreichen? Dass das jeweilige Lebewesen an den richtigen Platz im Boden kommt?

Wie kann man den Boden bearbeiten, ohne diese Ordnung dauernd durcheinanderzubringen??

Das sind wichtige Fragen, denke ich - und vielleicht ist das "kritische Würdigung", was wir gerade machen.... :)

liebe Grüße!


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BeitragVerfasst: Mi 15. Dez 2010, 14:30 
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die beste Bodenbearbeitung ist gar keine! Dann werden diese Bodenlebewesen in Ruhe gelassen, das ist die Verantwortung und Glück eines jeden Bauer oder Gärtner.

aber während wir hier diese wunderbare Liste lesen, gibt es leute in der landwirtschaft die gerade jetzt umpflügen um die Drahtwürmer kaputt zu kriegen... und der rest des Edaphons geht auch kaputt...


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BeitragVerfasst: Mi 15. Dez 2010, 19:24 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
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dblondeau hat geschrieben:
.. aber während wir hier diese wunderbare Liste lesen, gibt es leute in der landwirtschaft die gerade jetzt umpflügen um die Drahtwürmer kaputt zu kriegen... und der rest des Edaphons geht auch kaputt...


Aha !

Jetzt kann ich mir auch die wildgewordenen Traktoren erklären, die ich heute bei meinem täglichen Gang über die Wiesen, Felder und durch die Wälder gesehen habe, die bei minus 5 Grad und schneebedecktem Feld die noch vorhandene Gründüngung (?) untergepflügt haben - unter Hinterlassung gigantischer Erdschollen.
Selbst ein Dinosauerier hätte keine Möglichkeit gehabt zu Fuß dieses Feld zu überqueren.
Aber die Krähen haben sich gefreut.
Die sind immer dicht am Traktor auf der frisch aufgebrochenen Scholle gehockt.

Und dann kam selbstverständlich noch ein vielachsiger Misttransporter, der seine schwarze stinkende Ladung sehr dekorativ im herrlichen Kontrast zum Schnee flächendeckend ausgebreitet hat.
Was sehr hilfreich war, denn jetzt konnte mich der weiße Schnee bei meinem Querfeldeingang nicht mehr blenden.

Durch den Ort ist dann noch einen riesiger Tankwagen gedonnert, größer als ein Heizöltransporter, mit dutzenden Schläuchen links und rechts, bereit zum Angriff auf die Felder mit frischer Gülle.

Our Daily Chemical Warfare eben.

Sind die Drahtwürmer möglicherweise begeisterte Freunde der Gülle und des Mistes und darum so hartnäckig standortreu ?

Vielleicht bietet mal jemand "Streifzüge durch Mist und Gülle" an mit garantiert abenteuerlichen Begegnungen der anderen Art.


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