Forum für die kritische Würdigung
Forum for critical appreciation
Forum pour une appréciation critique
Foro de apreciación critíca
Aktuelle Zeit: So 24. Sep 2017, 22:00

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 4 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Das Leben im Ackerboden 1922
BeitragVerfasst: Di 9. Aug 2011, 09:24 
Offline

Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1208
Das Leben im Ackerboden 1922

Life in the Soil (field, acre, plowland, arable land, farmland, agricultural land)

Titelbild (unbeschnittenes Original)

Bild

Das Leben im Ackerboden 1922 (Erste Auflage ?)

Bild

Download:

Faksimile Scan des gedruckten Buches (kein OCR)

Facsimile scan of the printed book (no OCR)

https://skydrive.live.com/redir?resid=897D3450AE92472F!251&authkey=!AMwNJt09-sAmqOg

Das Leben im Ackerboden 1923 (21. Auflage)

Bild

(Die beiden Auflagen differieren geringfügig, aber inhaltlich nicht uninteressant)

(The two editions differ slightly, but the difference is not uninteresting)



Das Leben im (Acker)Boden ( + Das Edaphon)

Deukalion 1994

Bild


Siebeneicher 1992

Mit Vorwort von Siebeneicher (Herausgeber) und Einführung von René Roth (Francé Biograph, viewforum.php?f=34)

Bild

Diese beiden Editionen basieren auf

Das Leben im Ackerboden 1922
– Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart 2, 1-77.

Abgeschrieben per Hand vor über 10 Jahren auf PC-DOS von Siegfried Lübke !

Download:
https://skydrive.live.com/redir?resid=897D3450AE92472F!234&authkey=!AOoSNPT5Oy2XD6g


Diese beiden Bücher (Das Leben im (Acker)Boden & Das Edaphon) sind, wie Annie Francé-Harrar an anderer Stelle sagt,
die einzigen beiden Bücher, in denen sich Raoul Francé explizit über den Humus geäußert hat.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Das Leben im Ackerboden
BeitragVerfasst: Fr 12. Aug 2011, 14:51 
Offline

Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1208
A miracle happened.

Between the files Mr. Lübke gave me during my visit at his home in Austria there was also

Das Leben im Boden & Das Edaphon 1982
– Edition Siebeneicher, 1982, Volkswirtsch. Verl., München.

Das Leben im Boden & Das Edaphon 1994
– Edition Siebeneicher, 1994, Deukalion Verl., Holm

Identical to

Das Leben im Ackerboden 1922
– Franckh'sche Verlagshandl., Stuttgart 2, 1-77.

Hand transscripted by himself many years ago (~1998) on MS Word for PC-DOS !

Unfortunately without the drawings.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Das Leben im Ackerboden
BeitragVerfasst: Fr 17. Feb 2012, 11:41 
Offline

Registriert: Mo 2. Aug 2010, 13:20
Beiträge: 22
Ich arbeite gerade an der Digitalisierung des Buches ...


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Das Leben im Ackerboden
BeitragVerfasst: Sa 7. Apr 2012, 12:49 
Offline

Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1208
Mal wieder auf was gestoßen:

Vor drei Jahren habe ich zum erstem Mal vom Impfziegel gehört. Mit dem Studium der "Humus-Werke" der Frances hat sich dann allmählich sein Geheimnis aufgeklärt.

Nun sind die Impfziegel von Annie nur die praktische Umsetzung ihres viele jahrzehnte langen Studium des Bodenlebens, das schon vor ihr Raoul H. France begonnen hat.

Versuche zur "Impfung" haben schon vor France und schon vor 1900 gleich mit der Entdeckung der Pflanzenwurzelsymbionten, z.B. der "Stickstoffknöllchenbakterien", stattgefunden.

Über Vorschläge zur Impfung mit Boden-Mikroorganismen schreibt France u.a. schon in "Wege zur Natur" und in "Das Edaphon".

In R. H. FRANCÉ; Das Leben im Ackerboden, berichtet er umfangreiche Versuche, die er ua. auch mit der Wiener Universität für Bodenkultur durchgeführt hat (wo wir das einzige öffentlich zugängliche Exemplar von Annies Handbuch des Bodenlebens erjagt haben).

Interessant ist allerdings, daß die Anmerkung 29) in zwei verschiedenen Versionen existiert, wobei der Hinweis auf die Wiener Universität für Bodenkultur nur im Exemplar von 1923, 21. Auflage zu finden ist (siehe unten).

"Und endlich und allerwichtigst: auch der ideale Stalldünger entbehrt einer Reihe wichtiger "Mitarbeiter" für den Bodenhaushalt.

Hier sind Möglichkeiten zur Ernteverbesserung, hier kann die Forschung einsetzen, hier hat sie anzugreifen — und hier hat sie auch eingesetzt.
Es ist gelungen, Methoden zu finden, um den Boden immer wieder mit passendem Edaphon aufzufrischen, ihm neben der Kunstdüngung mit ihren Salzen und ihrem Stickstoff auch die notwendige Humifikation - um die Sache in einem Wort zu sagen — zu sichern. Durch diese Methoden sind bei feldbaumäßigem Anbau in der Praxis mit den verschiedensten Kulturpflanzen bei minimalen Kosten Ertragssteigerungen von 30—50 Prozent erreicht worden.29) Diese Methoden sind in Ausarbeitung. Wie jede große Sache, bedarf auch diese tausendfältiger Erfahrung und Erprobung und langjähriger Versuche nach allen Richtungen hin. An dem Prinzip aber ist nicht mehr zu zweifeln, daß es gelingen wird, die Tat Liebigs nochmals zu wiederholen und, auf seinem Wege weiterschreitend, durch richtig angewandte Bodenbiologie den heimischen Boden noch ertragsfähiger zu machen als er heute ist."
S.69


R. H. FRANCÉ; Das Leben im Ackerboden, 1923, 21. Auflage, (1921, 1922)

"29) Zu S. 68 (richtig:69). In der Jahren 1921 - 1927 {Auflage von 1923 ???} angestellte topf- und feldbaumäßige Versuche,
die in Ungarn durch die Initiative meines dortigen Schülers, A. v. Gothard in Herèny, von mehreren tausend Gärtnern, Landwirten und Kleingärtnern zustandekam, ergaben Erträgnissteigerungen von 30% - 100% bei Tomaten, Obst, Futterüben usw. Zwei Jahre hindurch angestellte, großzügige, auch feldbaumäßige Versuche der Wiener Hochschule für Bodenkultur führten zu einem amtlichen Gutachten über den fabrikmäßig hergestellten Edaphondünger, wonach 1000 kg Edaphondünger der Dpngewirkung von 20.000 kg Stalldünger entsprechen und bei wesentlich größerer Billigkeit der Düngung bei Rüben, Kartoffeln usw. Mehrerträgnisse von 33% - 50 % ergaben.
Die Qualität der bei solcher Düngung geernteten Gemüse bestätigen die mit ihnen auf den Gartenbauausstellungen zu Linz, St. Pölten und Wien erzielten Preise."
S.76

R. H. FRANCÉ; Das Leben im Ackerboden, 1922, 2(?). Auflage

"29) Zu S. 69. Im Vegetationsjahre 1921 angestellte Versuche mit einem nach den dargelegten Prinzipien annähernd hergestellten Material hatten in fränkischen Sandböden bei Gemüsepflanzen (Rote Rüben, Möhren) Gewichtssteigerungen von 40—60 %, bei Zuckerrüben Gewichtssteigerungen von 21 - 24 %, in Oberösterreich bei feldbaumäßigem Anbau von Gerste Erträgnissteigerungen von 40 bis 100 Prozent, bei Gemüse (Weißkraut, Tomaten, Radieschen) solche quantitative und qualitative Steigerungen zur Folge, daß mit dem Versuchsmaterial sofort auf den Gartenbauausstellungen zu Linz, St. Polten und Wien Preise erzielt wurden."
S.76


Außerdem verbindet er hier die Kunstdüngungung mit seinen Versuchen zur Humifikation:

"(Dem Boden) .. neben der Kunstdüngung mit ihren Salzen und ihrem Stickstoff auch die notwendige Humifikation .. zu sichern."

"durch richtig angewandte Bodenbiologie" "den Boden immer wieder mit passendem Edaphon aufzufrischen", das die Kunstdüngung allein nicht erreichen kann.


Weiter fällt auf, daß eine "Leerstelle" in seiner Darstellung der Boden-Mikroorganismen in diesem Buch besteht:

Die ca. 9 - 15 Gruppen von Boden-Mikroorganismen, wie er sie in "Das Edaphon" vorgestellt hat, werden nicht erwähnt (Die Gruppierung und die Anzahl der Gruppen sowie ihre Mitglieder bedarf noch einmal einer eigenen Untersuchung, besonders da die Zahl oft unterschiedlich angegeben wird). In den Humus-Werken von Annie spielen diese Gruppen eine große Rolle und werden immer wieder erwähnt. Sie sind sowohl Basis der "biologischen Bodenbonitierung" als auch Richtlinie für die Herstellung von Humus und die Zusammensetzung der Impfziegel.


Was ich sagen wollte:
Es besteht von Anfang an bei France und dann bei France-Harrar ein durchgängiger Versuch, die Erkenntnisse über das Bodenleben auch in die praktische Anwendung zu bringen. Der Impfziegel, so elektrisierend damals seine Neu-Entdeckung war, ist nur die konsequente Probe aufs Exempel. Sein Verschwinden ins Vergessen, seine Ausgrabung aus dem Patentamt und seine zufällige Rettung aus dem Müllhaufen des Museums Dinkelsbühl ist ein Glücksfall.

Es zeigt aber auch die Unwissenheit und Gleichgültigkeit der Bodenwissenschaft - ob akademisch oder nicht - seit über einem halben Jahrhundert gegenüber den Erkenntnissen und Erfolgen der Frances.
Bis heute haben sie keine Vorstellung von der Beschaffenheit eines fruchtbaren Bodens, d.h. den mikroorganismischen Lebensgemeinschaften, die ihn ständig erhalten und neu schaffen, so umfangreich und detailreich inzwischen auch das Wissen angehäuft wurde.

Ich wüßte keinen, weder aus der umfangreichen Literatur ab den 1930er Jahren noch aus dem praktischen Land- und Gartenbau, der ernsthaft die Erkenntnisse und praktischen Anwendungen der Frances nachvollzogen, geschweige denn verbessert hat.


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 4 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de