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BeitragVerfasst: Do 21. Apr 2011, 22:02 
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Tafel 36: Stadtmüll in seiner charakteristischen Struktur und polysaproben Besiedelung

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Das polysaprobe Massenleben im Stadtmüll

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Dazu Foto einer Müllhalde mit sich entleerendem Kolonialwagen


Struktur und polysaprobe Besiedelung des Stadtmülls als des persönlichen Abfalls des Menschen

Nach einigen tausend sorgfältig untersuchten Müllproben zweifelt man nicht daran, dass sich hier eine bestimmte Biozönose zusammengefunden hat, die unbeeinflusst von Klima und Kontinenten, gewisse immer wiederkehrende Linien entwickelt. Und dann erinnert man sich daran, dass Müllhaufen tatsächlich die ältesten Abfälle des Menschen sind. Die "Kjökkenmöddinger“ der Steinzeit, die nicht nur aus Muschelhaufen, sondern auch aus allem möglichen anderen bestehen, die Müllhaufen der sumerischen Stadt Ur, die außerhalb der Stadtmauern aufgeschüttet wurden und sich so für die Ausgrabung nach 5 - 7000 Jahren erhielten, haben ihr Gegenstück in alten Eingeborenendörfern und beinahe allen antiken Städten. Für sie alle ist es charakteristisch, dass solcher aufgeschütteter Müll der Verrottung einen unleugbaren Widerstand entgegensetzt. Auch wenn er nach oben mit Rasen zuwächst, in seiner Mitte bleibt vieles unaufgeschlossen.

Warum?

Ich kann mir nur denken, dass die Aschen einen derartig konservierenden Einfluss haben.
Früher und unter primitiven Verhältnissen sind es die Holzaschen, später Koks- und Kohlenaschen. Von den letzteren rechnet man in nordischen Ländern 40% und mehr. Sonst wiederholen sich gewisse Grundstoffe über alle Märkte der Welt. Von verkauften Fischen bleiben immer stark jodhaltige faulende Proteine übrig. Der Marktabfall in den Tropen und Subtropen besteht überwiegend aus Pflanzen-, Gemüse- und Obstresten. Leere Konservenbüchsen haben auf der ganzen Welt stark zugenommen. Seit dem Schlagwort der "hygienischen Verpackung" ist überall eine Überflutung von Einwickelpapier und Plastikhäuten, Tüten, Pappschachteln und dgl. Auf Autostraßen oder in deren Nähe wimmelt es von Metallresten, und aller Müll ist stark verölt. Die Maisländer liefern leere Maisspindeln, die Kartoffelländer Kartoffelschalen.

Das alles ist nur der Rest von Zivilisation und Kultur. Mit Industrie, Verkehr und Städtebau hat das gar nichts zu tun. Mit Welthandel nur insofern, als die weiße Rasse, wo immer sie sich festsetzt, alles aufbietet, sich ihr Dasein nach den alten europäischen Traditionen und Konventionen einzurichten. Wiederum steht auch in der Frage der Müllabfälle das Problem im Vordergrund, dass es sich um Massen handelt, die es in der Natur nicht gibt. Alle Methoden natürlicher Verrottung und Humifizierung sind nicht auf die Bewältigung von Millionen sich rasch zersetzender Materialen eingerichtet. Wahrscheinlich ist das auch die Ursache, warum die Relation der einzelnen Gruppen von Abbauern in solchen Fällen stark gegeneinander verschoben ist.

Vor allem nehmen die Bakterien, spezialisierte und nicht spezialisierte, enorm zu. Darunter gibt es stets Erreger von Krankheiten, wie Typhus, Tetanus, Vereiterungen, Grippe, Poliomyelitis und Tbc. Das sind alles energische Zersetzer, denen eben beiden Abfallmassen der großen Städte Gelegenheit gegeben wird, sich ins Unvorstellbare zu vermehren. Und nachdem es kaum möglich ist, solche Massen vor der Abwehung zu schützen, werden sie mit dem Wind zu einem bedenklichen Teil wieder in Häuser und Wohnungen hineingetragen. Man muss also gewissermaßen mit einer „Mehrfachinfektion " rechnen, die sich überhaupt jeder Schätzung und Berechnung entzieht.

Ich habe in meinem Buch "Die letzte Chance - für eine Zukunft ohne Not“ (Bayerischer Landwirtschafts-Verlag München) eine Beschreibung von damals etwa 25 Jahre alten Müllbergen der Stadt Budapest gegeben, die ich zu untersuchen Gelegenheit hatte. Diese teilweise bis zu 50 m hohen Hügel glichen dort, wo sie angeschnitten waren - denn sie wurden von den Armen ständig auf Kohlen und Holz zum Heizen „ausgebeutet“ – einem Aufriss durch die Lebensformen einer Stadt, die weder in Häusern, noch Strassen, noch Einwohnern mehr bestand. Und sie zeigten auch überall die charakteristische Durchwucherung mit Bakterienhäuten, die man in jedem Müllhaufen findet. Was sonst selten vorkommt – auch gewisse Bakterien wachsen dort ins Riesenhafte. Bact. vulgaris verdoppelt seine Länge, Bac. subtilis, Bact. putridum, Bact. prodigosum, Bact. megaterium, sogar die echten Anaerobier Bact. cellulosae-dissolvens u.a. bilden jene kolloidalen Streifen und Bänder, die sich nach allen Seiten hin spinnen. Dazu gesellt sich die vielfältig spezialisierte Familie der Buttersäurebakterien (Bact. amilobacter). Bact. cadaveris fehlt auch hier nur selten. Die Erreger von Rotz, Hühnerpest, Schweinepest vergesellschaften sich mit den Krankheiten der Menschen. Das alles wuchert auf und in den sich zersetzenden Abfällen und benützt die kolloidalen Bakterienbänder als Keimbett. Das tut besonders das krebsgefährliche Pseudomonas tumefaciens, das auf ihnen entlang wandert. Von den Cieliaten sind es dichte Rasen von Vorticella microstoma, die auf solchen Bändern Fuss fassen und sich ununterbrochen ganze Wolken von Spaltpilzen in den Mund strudeln.

Hitzenester zeigen sich durch leichte Rauchwolken an. Dann weiß man, dass sich an diesem Platz Bact. calfactor, Bact. oicomonas und Bac. subtilis festgesetzt haben. Hie und da geraten Papiere oder Kartonagen in Brand. Selten löscht ein vorübergehender Regen die oft lange nachglimmenden Stellen aus . Denn er dringt gar nicht ein, weil die kompakten Kahmhäute ihn hindern. Es scheint, dass schließlich etwas wie eine langsame Destillation entsteht, die - ich habe das in Holland als Produkt eines über 100 Jahre alten Müllhaufens gesehen - endlich eine Art von Verkohlung hervorruft.

Man kann sich jedenfalls davon überzeugen, dass eine richtige Humifizierung nicht statt findet. Der Humusgewinn ist also demnach gleich Null. Und daraus ergibt sich die unabweisbare Konsequenz, dass eben, um dem allgemeine Humusschwund vorzubeugen, mit biologischen Mitteln eine solche Humifizierung durchgeführt werden muss. Dass das möglich ist, und zwar ohne große Kosten und Umstände, weiß ich, denn ich habe mit Intervallen fast fünfzig Jahre lang „Humus gemacht“. Wer sich darüber genauer unterrichten will, der studiere mein anderes Buch „Humus – Bodenleben – Fruchtbarkeit“ (ebenfalls Bayerischer Landwirtschaft- Verlag, München). Hier ist nicht der Platz, ausführliche Ratschläge dafür zu geben.

Nur eines ist vom Standpunkt des Bodenlebens aus zu sagen notwendig: sowie „Starter“ jeder Art bei der Müllverrottung unnotwendig sind, weil ja doch eine solche unüberschaubare Fülle von Abbauern ohnedies in ihm enthalten ist, so absolut notwendig ist es, nach vollendeter Rotte jene Gareorganismen beizufügen, ohne die es eben keinen Humus gibt. Man kann nicht erwarten, dass sie von selbst kommen. Denn auf Kulturböden, und demzufolge auch auf Kulturpflanzen und ihren Resten findet man stets nur einen geringen Teil von ihnen. Jede Bodenbebauung, besonders eine lange oder sehr intensive, verödet das Bodenleben und stört die wohlausgewogene Harmonie seiner Zusammensetzung. Das ist es, worauf man bei der Humuserneuerung ganz besondere Rücksicht nehmen muss. Hier handelt es sich nicht um bessere Verrottung, sondern um Neubelebung. Um einen notwendigen Ausgleich, der allen unseren Kulturpflanzen zugute kommt.

Für die großen Städte sind die sich bedrohlich ansammelnden Müllhaufen eine absolute Gefahr. Diese Gefahr muss beseitigt werden, und die natürlichen Methoden reichen dazu nicht mehr aus. Müllverbrennung ist zwar in den Augen derer, die nur das Problem der schnellen Beseitigung des Unrates sehen, sehr verlockend, aber sie ist sowohl teuer, als auch mit anderen Nachteilen behaftet, von denen der üble Geruch noch nicht einmal das Schlimmste ist. Darüber hinaus kann kein Land es sich leisten, dass das einzige Mittel der organischen Bodenerneuerung, die Humifizierung aller nur irgendwie humifizierbaren Abfälle (was zugleich auch ihre Sanierung bedeutet) nicht in den Etat der Städte mit eingebaut wird. Denn sie fordert die geringsten Kosten und schafft etwas Positives während die großen Mengen stinkender Aschen, die von der Verbrennung übrig bleiben bereits schon anfangen, mit dem "Wohin damit?" ein neues, unlösbares Problem zu bilden.

TAFEL 36

Stadtmüll in seiner charakteristischen Struktur und polysaproben Besiedelung

Eine spezielle Verrottungsform, die es nur innerhalb der menschlichen Zivilisation gibt, und die als Zwischenschicht stets lange, kolloidale Bakterienhäute entwickelt.

Die ersten Stufen des Umbaus besitzen einen außerordentlichen und sehr rasch arbeitenden Lebensreichtum. Alle Organismen treten in ungezählten Massen auf. Ihre Windzerstäubung ist enorm. Im Staub und als Luftedaphon stellen sie einen oft über 50 % -igen Prozentsatz. Lokal und als biologischer Grundstock findet sich alles, was es überhaupt gibt, in dieser polysaproben Biozönose zusammen, doch ist diese Lebensgemeinschaft als ganzes nicht fähig, den vollen Prozess der Humifizierung durchzuführen. Ihnen obliegt nur die Abbauphase, so dass von Seiten des Menschen die eigentliche Aufbauphase erst hinzugefügt und biologisch gesteuert werden muss.

Die anorganische Basis enthält alle menschlichen Verschleißreste: Steingut-, Porzellan-, Glas- und Mauersplitter, Holz- und Gewebereste, Gummibrocken, Russ, Öltropfen, salz- und säuregesättigte Rinnsale von industriellen Infusionen, Harze, Kunststoffe in Fäden und Partikeln, Drähte, Bleche, Überbleibsel von Farbanstrichen, Lacken, Papier, Graphit. Organisch finden sich alle nur denkbaren Lebensspuren, vor allem viel Zysten, Sporen, Blütenstaub, Bakterienkolonien, sehr viele Viren. Im Querschnitt vieler Untersuchungen ergab sich:

Bakterien:

Bact. mesenthericus
Bact. Amylobacter, alle Formen
Milchsäuebakterien, verschiedene Formen
Bact. megatherium
Bact. vulgare
Bact. Herbicola
Bact. prodigiosum var.
Bact. calfactor
Bact. termo
Schwefelbakterien, alle Arten sogar die liquiden
Bac. subtilis
Bac. cellulosae-dissolvens
Nitrosomonas sp.
Pseudomonas tumefaciens
Spirillum undulans und alle pathogenen Vibrionen

Flagellaten:
Euglena viridis
Bodo putrinus var.
Trepomonas agile und sp.

Clamydomonas Bhr var.
polytorna uvella
Oicomonas mutabilis
Algenschwärmer verschiedener Arten, angeweht

Ciliaten:
Urezone Bütschli
Glaucoma pyriformis
Dexiotricha centralis
Colpidium colpeda, Carchesium polypinum
Vorticella microstoma

Amöben:
Besonders Nacktamöben, zuweilen riesenhafte Spezialformen

Micropilze:
Paecilomyces sp.
Monilia sp.
Morula niger
sämtliche Schimmelpilze
Monascus purpureus
Micromonospora sp.
Actinomyces sp.
Zysten und Sporen, oft unbekannt

ph durchscnhnittlich pH 8,5


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BeitragVerfasst: Di 16. Mai 2017, 18:13 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1208
Im Laufe der Geschichte hat Mensch verschiedene Arten Müll hinterlassen und verschiedene Methoden der Abfallbehandlung/"Entsorgung" und der Erhaltung der Fruchtbarkeit entwickelt.

Die wichtigste "Abfallbehandlung" ist die Erhaltung des Humuskreislaus, der durch entsprechende Mikroorganismen-Lebensgemeinschaften bewirkt wird. Die kann man aber nicht mit beliebigen "Müll" füttern sondern muß sich an ihren jeweils besonderen Lebensbedürfnissen orientieren damit sie das gewünschte Ergebnis, den Humus, produzieren

"Man kann sich jedenfalls davon überzeugen, dass eine richtige Humifizierung nicht statt findet. Der Humusgewinn ist also demnach gleich Null. Und daraus ergibt sich die unabweisbare Konsequenz, dass eben, um dem allgemeine Humusschwund vorzubeugen, mit biologischen Mitteln eine solche Humifizierung durchgeführt werden muss. Dass das möglich ist, und zwar ohne große Kosten und Umstände, weiß ich, denn ich habe mit Intervallen fast fünfzig Jahre lang „Humus gemacht“. Wer sich darüber genauer unterrichten will, der studiere mein anderes Buch „Humus – Bodenleben – Fruchtbarkeit“ (ebenfalls Bayerischer Landwirtschaft- Verlag, München). Hier ist nicht der Platz, ausführliche Ratschläge dafür zu geben."
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"Nur eines ist vom Standpunkt des Bodenlebens aus notwendig zu sagen: „Starter“ jeder Art sind bei der Müllverrottung unnotwendig sind, weil ja doch eine solche unüberschaubare Fülle von Abbauern ohne dies in ihm enthalten ist, so absolut notwendig ist es, nach vollendeter Rotte jene Gareorganismen beizufügen, ohne die es eben keinen Humus gibt. Man kann nicht erwarten, dass sie von selbst kommen. Denn auf Kulturböden, und demzufolge auch auf Kulturpflanzen und ihren Resten findet man stets nur einen geringen Teil von ihnen. Jede Bodenbebauung, besonders eine lange oder sehr intensive, verödet das Bodenleben und stört die wohlausgewogene Harmonie seiner Zusammensetzung. Das ist es, worauf man bei der Humuserneuerung ganz besondere Rücksicht nehmen muss. Hier handelt es sich nicht um bessere Verrottung, sondern um Neubelebung. Um einen notwendigen Ausgleich, der allen unseren Kulturpflanzen zugute kommt."

Mit Stadtmüll ist kein Humus zu machen.

Die in ihm vorhandenen Mikroorganismen bauen zwar die Bestandteile des Stadtmüll ab, das Ergebnis ist aber kein Humus, sondern Erde mit einer einseitigen Mikroorganismenzusammensetzung.

ABbauer

In der Regel ist man damit zufrieden, wenn man mit dem Müll irgendwie fertigwerden kann, meistens beschränkt man sich dabei auf Bakterien und Pilze.
Das Ergebnis ist eine "tolle" Erde, die mit tausenden Methoden und tausenden geheimen Mikroorganismenzusätzen erreicht wird, - aber fast ohne Mikroorganismenvielfalt.

AUFbauer

"absolut notwendig ist es, nach vollendeter Rotte jene *Gareorganismen* beizufügen, ohne die es eben keinen Humus gibt. Man kann nicht erwarten, dass sie von selbst kommen."
Die geheimnisvollen Gareorganismen sind hauptsächlich Algen mit weiteren Mikroorganismengruppen, wie sie im *idealen Boden* zu finden sind.

Selbst "auf Kulturböden, und demzufolge auch auf Kulturpflanzen und ihren Resten findet man stets nur einen geringen Teil von ihnen {den *Gareorganismen*}. Jede Bodenbebauung, besonders eine lange oder sehr intensive, verödet das Bodenleben und stört die wohlausgewogene Harmonie seiner Zusammensetzung. Das ist es, worauf man bei der Humuserneuerung ganz besondere Rücksicht nehmen muss. Hier handelt es sich nicht um bessere Verrottung, sondern um Neubelebung."

Humuserneuerung = Neubelebung .. und nicht nur "Verrottung".

Was ist jetzt die *wohlausgewogene Harmonie der Zusammensetzung des Bodenlebens* ??

Ja eben die Zusammensetzung der Mikroorganismengruppen, wie sie im *idealen Boden* zu finden und beschrieben sind.

Äußerst rätselhaft ist diese *Harmonie*, die durch alle Bücher der Francé geistert. Mal im mathematischen Sinne als Goldener Schnitt, mal ganz unverbindlich ohne genaue Zahlen als Fließgleichgewicht, mal philosophisch oder ästhetisch als idealer oder optimaler Zustand.

"ich habe mit Intervallen fast fünfzig Jahre lang „Humus gemacht“".

Wir rechnen: "Handbuch des Bodenlebens" ~1960 minus 50 = 1910.
Das ist eine starke Aussage, denn da wurde gerade das "Edaphon" von Francé geschrieben.
Na ja, gönnen wir ihr die 50 Jahre.
Raoul Francé hat in einer der Ausgaben "Das Leben im Ackerboden" 1926 in einer Anmerkung die Verbindung zur Universität für Bodenkultur BOKU, Wien, bezüglich Humusherstellung erwähnt und 1936 ein Patent zur Herstellung von Edaphon-Humus erhalten.
Also ziemlich bald nach dem Edaphon wurde wohl mit Versuchen zur Edaphon-Humusherstellung begonnen und es wurden auch etliche Kompostierungsanlagen in Europa und Mexiko errichtet, leider gibt es keine Aufzeichnungen von mikrobiologischen Analysen des Wunderhumus oder Fortschrittsberichte. Nur das Endergebnis ist überliefert: die harmonische Zusammensetzung des Mikroorganismengruppen des "idealen Boden".

Diese Mikroorganismengruppen und die angehörigen Arten werden ja in verschiedenen Büchern, handschriftlichen Aufzeichnungen und Patenten erwähnt, Annie Francé-Harrar hat sogar eine detaillierte Liste erstellt (Liste Mikroorganismen im Edaphon-Impfstoff/Humus).

Jedenfalls ist es ein Ergebnis jahrzehntelanger empirischer Versuche und mikroskopischer Untersuchungen.

Es sind aber auch keine unverrückbaren, in Stein gemeißelten Festlegungen; sie können z.T. sehr stark variieren je nach lokalen Verhälnissen (Bodenbeschaffenheit, Pflanzen, Klima usw.).

Aber immer sollten ALLE Gruppen des Edaphon anwesend sein (Die glorreichen 7)

DAS hatten die Francé im Auge - also im Mikroskop - und diese idealen Mikroorganismenlebensgemeinschaften bekommt man, wenn man sie mit entsprechenden Rohmaterialien ernährt. Dazu gibt es auch Hinweise in vielen ihrer Bücher.

Nur eines bleibt kompliziert: Woher bekommt man die *Gareorganismen* - und wie vermehrt man sie in freier Wildbahn ?? Die Algen, die im Labor oder in industriellen Anlagen in Reinkultur als einzelne Arten im Massen vermehrt sind nicht den Anforderungen der Natur bzw. des Freilandes gewachsen - sie werden gefressen.

Der Wald bekommt ja sowas mit Leichtigkeit hin, ist ja auch immer feucht dort.

Annie Francé-Harrar war laut ihren Berichten ja ein wahrer Meisterdompteur der Algen und der Lithobionten, den "Steinefressern", ihre Algen haben Eisen gefressen und ihre Lithobionten Steine zerbröselt im Rekordtempo.

Ihre benötigten Algen haben sich in offenen flachen, gemauerten Becken "friedlich in trauter Lebensgemeinschaft mit ihrem Lebenspartnern vermehrt, ohne gleich von ihren "Feinden" gefressen zu werden (In: An meinen unbekannten Nachfolger)

Ich versuchs ja auch seit Jahren in großen Glasaquarien, .. mit bescheidenen Resultaten.

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HIER kann man wirklich noch innovative Arbeit verrichten, - es sei denn für innovativ und förderlich hält man die Tötung lebendiger Bäume und steckt Arbeit und Geld in die Erfindung von Baumkrematorien zur Herstellung von Holzkohle. (Eine "Wissenschaftlerin" rühmt sich sogar, sie könne auch die Geranien von ihrem Balkon in "Bio"kohle verwandeln)

Ganz anders sowohl die damaligen als auch heutigen "Müller", also "Abfall"-"Verwerter". Sie wollen das Gelumpe loswerden, entsorgen, und das Ergebnis soll krümelig sein und nicht stinken, so daß man es wieder dem Kreislauf des Organischen zuführen kann, egal ob tot oder lebendig. (Die Brutalos mal beiseite gelassen, die daraus Energie gewinnen wollen, oder es verkohlen möchten, also nicht mehr dorthin zurückbringen, wo es hergekommen ist)
So gut wie alle Kompostierungskönige beschäftigen sich auf diese Weise theoretisch wie praktisch mit dem ABbau und der Verwertung, aber keiner mit dem AUFbau und dem Humus.

Auch der gute Dr. Pfeiffer mit seinem geheimnisvollen, weltweit bekannten und immer noch als Referenz gehandelten CMC-Kompost-Starter dessen Rezept von seinen Erben nur unter Geheimhaltungsklausel weiterverkauft wurde, noch nicht mal Patentiert ist es, denn da würde man ja offenlegen und nach x Jahren wäre die Formel frei zur allgemeinen Verwertung.
Nun ja, wenn man nur richtig stochert, kriegt man doch alles raus ..

Das Prinzip hat Pfeiffer in der Zeitschrift "Biodynamics Journal" beschrieben:

Pfeiffer - Anleitung für die Kompostproduktion aus städtischen und industriellen Abfällen - 1957.pdf
https://1drv.ms/b/s!Ai9Hkq5QNH2JgTfrClHOJrKCxFIW

Es geht um den ABbau verschiedenster Materialien die im Stadtmüll vorhanden sind mit einer entsprec henden Auswahl von Mikroorganismen, meist Bakterien.

Mehr:
http://stiftung-france.de/forum/viewtopic.php?f=8&t=484&p=1991&hilit=Pfeiffer&sid=10b8507648661c77b87c0c506100fb95&sid=10b8507648661c77b87c0c506100fb95#p1991
http://stiftung-france.de/forum/viewtopic.php?f=8&t=39&p=433&hilit=Pfeiffer&sid=10b8507648661c77b87c0c506100fb95&sid=10b8507648661c77b87c0c506100fb95#p433

Der damalige Stadtmüll unterscheidet sich sicherlich von dem heutigen erheblich. Der organische Anteil ist wesentlich geringer und der Anteil an künstlichen chemischen Stoffen erheblich größer. Ob man mit ihnen jemals fertig werden wird? Dem Humuskreislauf nützt er jedenfalls nichts.

War selber mal im modernen Kompostwerk für organische Abfälle (Biomüll, Biotonne)
http://stiftung-france.de/forum/viewtopic.php?f=15&t=477&p=1993&hilit=kompostwerk&sid=10b8507648661c77b87c0c506100fb95&sid=10b8507648661c77b87c0c506100fb95#p1993
http://www.kompostwerk-kirchheim.de
Neben der chemischen Schadstoffbelastung war die Separierung von Plastik (was da eigentlich garnicht reingehört) ein großes, nicht 100% gelöstes Problem, daneben war die Herausfischung von Besteck und Dosen eine leichte Übung.
Anschließend alles zum Verkauf als "Qualitätskompost".
Hatte mir damals auch auch mal was davon geholt und mich gefreut, daß auf dem Beet wochenlang kein "Unkraut" gewachsen ist.

Selbst der beste "Francé"-Edaphon-Humus ist heute teilweise ohne Wert, denn die "modernen" Kulturpflanzen, auf Ertragsmaximierung im Labor gezwungen, setzen auch im "Freiland" stabile laborähnliche Bedingungen voraus, damit sie ihren Maximalertrag bringen können, d.h. daß sie vor allen Unbillen des Wetters, Klimas und den Angriffen ihrer Feinde DURCH DEN MENSCHEN geschützt werden. Nix ist mit Selbstverteidigung und Selbstoptimierung.


Aus einer Email:

Edaphon-Kompost

"Ich finde zur praktischen Herstellung von Edaphon-Kompost nichts auf der http://www.stiftung-france.de/ – kannst du mir weiterhelfen, wo ich da eine "Anleitung" finde? Bzw. unterscheidet sich die Herstellung maßgeblich von Elaines Methode: http://www.soilfoodweb.com/Thermal_Compost.html ?"

Die Herstellung von Kompost ist eine vieltausendjährige Geschichte mit vieltausend Varianten, die jede ihr Anwendungsgebiet haben - oder purer Unsinn sind, weil sie auf Unkenntnis oder Vorurteilen beruhen. Es gibt tausendseitige Bücher zu allen Aspekten der Kompostierung, besonders von den Amis.

Edaphon-Kompost heißt so, weil er die wichtigsten Mikroorganismen des Edaphon (=fruchtbare Erde) enthält, die als Edaphon-Mikroorganismen in der Lage sind, nicht nur organischen Dünger für die Pflanzen bereitzustellen, sondern darüber hinaus auch noch einen langsfristig (>100Jahre=Baumgeneration) wirksamen Humus herstellen - immer im Zusammenwirken mit den Pflanzen/-wurzeln.

Die dazu erforderlichen Mikroorganismen sind in vielen Schriften der Francé aufgeführt und sind als sich gegenseitig im "harmonischem Ausgleich" befindliche Lebensgemeinschaften zu verstehen, d.h. sie können gleichzeitig nebeneinander oder in Sukzession existieren ohne sich gegenseitig zu vernichten, - wie es bei laborgezüchteten Einzelorganismen/Arten der Fall ist:

Über die Anzahl der Lebensgemeinschaften, Mikroorganismengruppen und Mikroorganismen-Arten gibt es unterschiedliche, stark variierende Angaben:

{9} Mikroorganismengruppen
Raoul Francé; Das Edaphon 1921, Einleitung
https://1drv.ms/i/s!Ai9Hkq5QNH2Jw0azunuPxQcSuavz

{12} Die "Heilige Zwölfheit"
Eine Predigt über den Ackerboden von Raoul Francé
http://stiftung-france.de/forum/viewtopic.php?f=66&t=719

{7} The Magnificent Seven - Die glorreichen Sieben
The 7 groups of microorganisms of the soil - Die 7 Mikroorganismen-Gruppen des Edaphon
Von mir auf 7 Gruppen verdichtet.
http://stiftung-france.de/forum/viewtopic.php?f=84&t=562

{15} "Geschlossene Hierarchie von fünfzehn Lebensgruppen"
(Annie Francé-Harrar)
http://stiftung-france.de/forum/viewtopic.php?f=30&t=420&sid=3096ae71c24e29533291d2365813a1227iuk&sid=10b8507648661c77b87c0c506100fb95

{9} Organismengruppen
Zum Vergleich eine Liste aus Annie Francé-Harrar; "Humus. Bodenleben und Fruchtbarkeit", S. 139 pdf:
"Dreiteilige Formel einer exakten Bodenanalyse für Edaphonhumus"
9 Organismengruppen:
1. Mikroalgen 20%
2. Fungi 7%
3. Protozoen 7%
4. Amoeben 15%
5. Nematoden 2%
6. Bakterien 27%
7. Autochtone Mikroflora 13%
8. Rotatorien 2%
9. Cysten, Sporen 7%

{??} Lebensgruppen/Arten (nachzuzählen)
Annie Francé-Harrar; Handbuch des Bodenleben, Tafel 1 Der ideale Boden:
Siehe dortige Auflistung der Mikroorganismen
http://stiftung-france.de/forum/viewtopic.php?f=31&t=201

{~70} Arten von einzelnen Mikroorganismen in mehreren Gruppen
Annie Francé-Harrar; Liste Mikroorganismen im Edaphon-Impfstoff/Humus
http://stiftung-france.de/forum/viewtopic.php?f=95&t=703&p=2533

Die einzelnen Arten variieren natürlich mit der Lokalität, es sollten aber immer A L L E Lebens-Gruppen/Gemeinschaften vorhanden sein (und nicht nur die gehypten Bakterien oder Pilze).

Kontrolliert wird mit dem Licht-Mikroskop (was keiner macht), DNA-Analyse nicht erforderlich.

Dann sollten alle Gruppe der Mikroorganismen ihr spezielles Futter bekommen, das aus den entsprechenden Rohmaterialien für den Kompost besteht. Neben den bekannten organischen Kleinabfällen und den lignin- und zellulosehaltigen Materialien (Holz in allen Variationen), sind auch tierische Exkremente sowie ("lebendige") Schlachtabfälle (Fette), Knochen (Phosphor). Dann Klär-Schlamm in getrockneter Form; trocken damit nicht zu viel Feuchtigkeit in den Kompost kommt; Klärschlamm weil dort ein breites Spektrum an gelösten Mineralien und organischen Verbindungen vorhanden sind, die ein breites 'Spektrum an Mikroorganismen ernähren (Bakterien, Pilze, Flagellaten, Wimperntiere, Rädertiere, Algen usw.). Des weiteren "Kehricht", (der trocken ist) und Dauerformen (z.B. Zysten) von Mikroorganismen enthält, die einerseits aus der näheren Umgebunge stammen und andererseits andere Arten, die vom Wind aus allen Teilen der Erde zusammengeweht wurden.
Die Mikroorganimen des Edaphon sind bis zu 30% nicht in der Erde sondern beständig in Luft; das hat auch die NASA gemerkt und entsprechende Messungen durchgeführt (erdumrundende Jetströme mit Mikroorganismen):
Das Edaphon im Sturm
http://humusresearch.blogspot.de/2013/01/das-edaphon-im-sturm.html
Gilt im übrigen auch für das Wasser: "Fliegende Flüsse", gespeist vom Wasserdampf der Wälder:
Fliegende Flüsse in Brasiliens Regenwald
http://humusresearch.blogspot.de/2013/01/fliegende-flusse-in-brasiliens-regenwald.html

Dann sollte jeder Kompost mit ca. 20% fertigem Kompost/Humus bzw. "guter Gartenerde" oder fertigem Humus aus einem vorherigen Kompostierungsprozeß vermischt werden; daß ist praktisch eine unterstützende "Impfung" mit allen erforderlichen lebendigen Edaphon-Mikroorganismen für den Kompostierungsprozeß.

Dann auch auch weitere gelöste Mineralien:
Annie Francé-Harrar: "Überbrausung" mit "Knopsche Lösung" (wikipedia), eine wässrige Lösung mit Spurenelementen, evtl. "Eisenchelate" speziell für die Algen unter denen Eisenliebhaber sind und evtl. weitere spezielle Fressalien wie Kalk für entsprechend kalkbedürftige Mikroorganismen.
Raoul Francé; Das Gesetz des Kalks
http://stiftung-france.de/forum/viewtopic.php?f=66&t=693

Dann den Kompost "in Ruhe lassen" zwecks ungestörtem Wachstum von Pilzen und Algen. Umsetzen nur ein oder zweimal falls erforderlich.

Struktur des aufgesetzten Kompost optimal luftig/aerob; verdichtet fördert anaerobe Mikroorganismen und Schimmelpilze, zu luftig hat Trockenheit zur Folge bei vermindertem Wachstum der Mikroorganismen.

Eine konstante U M G E B U N G S-Feuchtigkeit wichtig um ALLE Teile des Kompost optimal feucht zu halten sowie eine windarme Umgebung zur Unterstützung einer konstanten Feuchtigkeit im gesamten Kompost von nicht unter 40% (Annie Francé-Harrar; "Humus. Bodenleben und Fruchtbarkeit"). "Naß" ist natürlich ebenfalls von übel. Francé schreibt selber irgendwo, daß es ihn einige Zeit des Experimentierens gekostet hat, um die richtige Feuchtigkeit zu finden.
Right place for compostpile
http://humusresearch.blogspot.de/2013/01/right-place-for-compost-pile.html

Wer mag kann auch noch chemische Parameter berücksichtigen (pH-Wert, C/N-Verhältnis usw.)

Es gibt noch viel mehr Details zu berücksichtigen, die kann man aber mal später diskutieren, jetzt schwirrt mir der Kopf.


Man kann den Kompostierungsprozeß auch im radikal einfacher Form durchführen: beliebige Kompostmateralien mit 30% "guter Erde mischen, optimale Feuchtigkeit einhalten, Bodenschluß des Komposthaufens mit der darunterliegenden guten Erde herstellen - und 1-5 Jahre warten. Alles eine Frage der guten Arbeoitsbedingungen für die Mikroorganisemn.


Allein diese zusammenfassende kurze Auflistung ist von unschätzbarem Wert, den nur der zu schätzen weiß, der mit seinem Mikroskop viele Spaziergänge in Erde und Kompost gemacht hat. Da dies keiner macht und sich um die Mikroskopierpraxis drückt, wird auch kein Edaphon-Kompost hergestellt. Rezeptanwendung der Erkenntnisse der Francé ohne fachliche Erfahrung und Denken nicht möglich.


Eine Gesamtbeschreibung einer Herstellung von Edaphon-Kompost von den Meistern persönlich ist hier zu finden:

Raoul Francé; Edaphon-Kompost / Edaphon-Dünger
Ein Ausgrabungsglücksfall, erste Beschreibung vom Meister persönlich.
http://stiftung-france.de/forum/viewtopic.php?f=87&t=683

Annie Francé-Harrar; "An meinen unbekannten Nachfolger"
De-facto Edaphon-Kompost, nur daß er zum Schluß getrocknet wird.
http://stiftung-france.de/forum/viewtopic.php?f=95&t=369

Patente der Francé:
Mit ausführlicher Beschreibung aller Aspekte der Herstellung von Edaphon-Kompost.
http://stiftung-france.de/forum/viewtopic.php?f=86&t=386


Elaine Ingham habe ich im Forum gewürdigt. Meine Kontaktversuche zu ihr blieben ohne Erfolg - außer einmal vor Jahren, als sie noch nicht so groß im Geschäft war.
Übrigens: sie hat schon V O R mir Kenntnis von den Francé gehabt (hat sie selbst in ihrer Yahoo Group geschrieben, ist irgenwo im Forum dokumentiert), deren Erkenntnisse dann aber nicht in ihr Soil Food Web mit einbezogen. Der Begriff "Soil Food Web" stammt übrigens nicht von ihr, sondern wurde schon vor Ingham geprägt:
Dr. Melendrez first used the descriptor "soil food web" in a research paper he prepared in 1976 - long before dr. elaine ingham in oregon coined the phrase to describe her own theories and insights.
https://beta.groups.yahoo.com/neo/groups/biochar/conversations/messages/3913
SOIL ECOLOGY & THE SOIL FOOD WEB®
Copyright May 1975 © Revised in 2003
Originally written by Michael Martin Melendrez in 1974
Updated by Michael M. and Dr. Michael Karr, Ph.D. ARCPACS Cert. Prof. Soil Scientist
http://www.lawnsite.com/threads/soil-food-web-part-1.130540/

Ich bleibe beim Edaphon, das den gesamten Boden umfaßt, das Soil Food Web ist nur eine einseitige Untermenge.

Würde die Ingham bei der Zusammensetzung des Kompost und seiner Behandlung noch mehr auf die notwendigen Gruppen/Gemeinschaften vom Mikroorganismen achten, würde sie auch beim Edaphon-Kompost landen, aber sie ist halt auf Bakterien und Pilze fixiert und freut sich schon über die kurzfristigen Düngeerfolge. Die Francé wollen nicht nur organisch Düngen sondern Humus für eine langfristigen langfristige Fruchtbarkeit herstellen - also solange eine Baumgeneration dauert (>100 Jahre).
http://blauer-planet.blogspot.de/2017/01/edaphon-mikroorganismen-humus.html

Einen Vergleich des Kompostierungsprozesses nach Ingham und Francé darf gerne jeder machen, der sich dazu berufen fühlt (und im Forum veröffentlichen, muß ja nicht alles selber machen).
Fürchte nur, daß man gegen den Mainstream und gegen den schon fast monatlich wechselnden Hype nicht gegenankommt. Aber zur Beruhigung, die Naturvorgänge sind immer die gleichen, nur/außer man will unbedingt sofortige maximale Fruchtbarkeit erzwingen (gegen die sich Annie-Francé-Harrar ausgesprochen hat).

Den Wurm-/Vermikompost-Hype habe ich hier mal untersucht:
http://blauer-planet.blogspot.de/2017/01/regen-uberall.html

Um mich mal selbst für mein 10-jähriges Studium zu loben: das Forum ist voll von praktischen Hinweisen und eigenen mikroskopischen Untersuchungen (nicht nur) zum Thema Kompost.

Es fehlen allerdigs zwei entscheidende Punkte:
* Eine zusammenfassende Darstellung des Edaphon-Kompost nach den Francé
* Eine/mehrere empirische Versuche zur Herstellung
Wegen letzterem habe ich bisher keine systematische Darstellung verfaßt, denn es soll ja keine Schreibtischanleitung werden sondern erfolgreiche Praxisanleitung. Bisher hat sich diese Hoffnung auf eine Realisierung nicht erfüllt,

Nach meiner bisherigen 10-jährigen Erfahrung mit den Erkenntnissen der Francé: Niemand (Landwirte, Bauern, Gärtner, Professoren) will sich mit der Mikroskopie P R A K T I S C H befassen. Alles was kleiner als ein Regenwurm ist interessiert sie mikroskopiertechnisch nicht; die lieben Prof. wollen nur einen einzelnen Mikroorganismus studieren oder kultivieren (z.B. wegen akademischer Anerkennung).
Alle R E D E N von Mikroorganismen, - aber es ist für sie nur ein Wort ohne eigene Erfahrung.

Völlig fehlt, was das Denken/die Methode der Francé ausmacht: das Verständnis für die den Mikrokosmos übergreifenden Lebensgemeinschaften bis hin zum Wald (Für die Francé die "ewige" Lebensgemeinschaft aller Lebewesen) und das Denken in naturhistorischen Dimensionen.


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