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BeitragVerfasst: Mi 20. Apr 2011, 22:22 
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Tafel 6 Die Bodenverbesserung durch Überschwemmung

S. 42 - 45, pdf 61 - 66

Bild

Tafel 6 Bodenverbesserung durch Verlandungs-Mikroflora

Man beachte: "Mikro-FLORA" - also Algen!
Man beachte den Unterschied zwischen Überschwemmung und Verlandung
(Ist noch näher zu bestimmen ..)

Dazu Foto eines überschwemmten Bachufers

Bild

Natural Community Systems - Low-gradient silty-sandy riverbank system
Typically, this system has a high diversity of species.
http://www.nhdfl.org/about-forests-and-lands/bureaus/natural-heritage-bureau/photo-index/SystemPhotos/lowgradient-riverbank-system.aspx

http://www.joachimgerhard.de/reiseberic ... s/wadi.jpg

Lebensraum für Tiere und Pflanzen - Fließgewässer und ihre Auen
https://umwelt.hessen.de/sites/default/files/media/hmuelv/2._lebensraum_fuer_tiere_und_pflanzen_-_fliessgewaessr_und_ihre_auen_pdf-datei_1.612_kb.pdf

Pflanzen am und im Wasser
http://www.digitalefolien.de/biologie/umwelt/wasser/ufer.html

Nicht weniger gefürchtet als die Erosion sind heute die Überschwemmungen. Das ist kein Wunder. Jede Überschwemmung hat gegenwärtig Neigung, sich zu einer Katastrophe auszuwachsen. Man braucht garnicht an Springflut und Dammbrüche an Meeresküsten zu denken. Jeder kleine Bach, jeder Alpenfluß schwillt zu ungeheurer Schädigung von Städten und Straßen an, wenn irgendein Kanalbruch oder ein Wasserstau, den niemand vorausahnen konnte, über Nacht in dicht bewohnte Gebiete einbricht.

Hier stößt man auf Schäden und Gefahren der Zivilisation, die als Ganzes wohl kaum je zu beseitigen sein werden. Und über den Verwüstungen vergißt der Mensch den gewaltigen Nutzen der Verlandung, der ohne eine vorausgehende Folge von Überschwemmungen ganz unmöglich wäre. Man sagt durch Radio, Presse und Bücher denen, die es hören wollen, immer wieder, daß die Waldvernichtung im Oberlauf fast aller europäischer und vieler außereuropäischer Flüsse und Ströme die Ursache solcher wilder Überschwemmungskatastrophen sei. Aber der Einzelne nimmt das Achselzuckend hin und meint, was könne er, Herr X oder Frau Y schon dagegen tun ? Und während unser gesamter Alltag heute auf die Masse Mensch gestellt und für sie berechnet ist, versagt hier die Vorstellung eben derselben Masse Mensch fast vollständig.

Wieder einmal sieht die Wirklichkeit, vor allem die Wirklichkeit der ungestörten Natur, ganz anders aus.

Zunächst hängen Erosion und Verlandung eng zusammen. Eines ist nicht ohne das andere denkbar. Der Eingeborene, soweit er noch nach seiner Urvätersitte lebt, weiß das mit unbestechlichem Instinkt. Er weiß die Verlandung zu nützen. Seit undenklichen Zeiten wurde in der neuen und in der alten Welt im Schlamm gepflanzt, wenn nur erst die jährliche Überschwemmung der Regenzeit abgelaufen war. Man kannte weder Düngung noch Bodenerneuerung. Man beschränkte sich nur auf das frische Material der Verlandung, das alles enthielt, was was auch anspruchsvolle Gewächse brauchten. Nur nomadisierende Sippen schlugen oder brannten den Urwald, um Boden zu gewinnen. Die Stämme in den Flußdörfern bebauten die Anreicherung der Überschwemmung; im alten Ägypten lebten große Reiche und beinahe sieben Jahrtausende einer unvergleichlichen Kultur in Wirklichkeit von Überschwemmung und Verlandung des einzigen großen Stromes, der in Afrika nordwärts fließt, des Nils.

Was die Verlandung zurückläßt, um neue Fruchtbarkeit zu schenken, ist als Masse sehr merkwürdig. Es enthält fast den gesamten organischen Bestand des Planktons. Überschwemmungen gehören zu den sogenannten eutrophen Gewässern, die immer reich an Leben sind. Zugleich werden aber auch große Teile lithobiontischer Besiedlungen und nicht zuletzt viele Bodenorganismen herangespült. Der mineralische Fundus ist weitgehend zerkleinert und zerrieben. Ursprünge lassen sicht fast niemals erkennen. Ob das, was jetzt als überaus feinkörnige Versandung graugelb, grüngrau oder vielleicht auch rostfarben und ziegelrot an den alten Uferlinien abgelagert wurde, einmal vulkanischer Diorit, Porphyr, Feldspat, Quarz oder Glimmer war, ist nicht zu unterscheiden. Ob es vielleicht als Erosion von Kalkgebirgen Dolomit, Kreide, Hornstein oder Mergel mitbrachte, läßt sich in dieser Form ebenso wenig feststellen. Und ganz und garnicht bei Sandsteinen und deren Abkömmlingen, Flysch, Tone und Lehme und bei allem, was Schotter, Moränen, Gerölle und der pulverfeine "Till" durch Gletscherbäche heranschleppen.
Nicht einmal im Mikroskop läßt sich die Herkunft bestimmen. Die ganze Erdgeschichte hat sich vereinigt, Auffaltungen, Abtragungen, Meereswanderungen, Wüsten, Urwälder - alles steuert letzten Endes zur Verlandung bei und macht sie samt ihrer organischen Komponente so unvergleichlich fruchtbar.

Auch hier hat man es wieder mit einem Naturvorgang, einem der ganz großen Ausgleichsgeschehen, zu tun, das indes in seinen Zusammenhängen von der Bodenkunde bisher völlig mißverstanden wurde und immer noch mißverstanden wird.

Die gigantischen kristallinen Verfestigungen als Gipfel, Bergmassive und Gebirgsketten entsteigen zwar durch Bewegungen der Erdrinde, stürzen übereinander, verschieben, verwerfen sich, verändern sich durch gewaltigen Eigendruck. Aber auch sie unterliegen der unablässigen Wandelbarkeit unseres Gestirnes. Nichts ist unzutreffender als von den "ewigen" Bergen zu sprechen. Ewig sind sie höchstens im Vergleich zu der Lebenszeit von Mensch und Tier. An den Erdzeitaltern gemessen, vollzieht sich ihr Entstehen und Vergehen in stürmischem Tempo. Und zu diesem Tempo trägt die Arbeit der Lithobionten in nicht unwesentlichem Ausmaß bei.

Wie alles Irdische kehren auch die Gebirge, die gestorben sind, wieder zur Erde zurück. Immer feiner zerschrotet, rieseln sie zuletzt als Verlandung die Flußbetten entlang, werden in Auwäldern und Altwässer hineingeschleust und legen sich endlich an die Uferzonen von langsam fließenden und stillstehendem Wasser an. Jeder natürliche Strom baut sich Inseln in seinem Bett, zu unterst das grobe Gerölle, dann Kiesschichten, dann darüber die feinen Sande der Verlandung. Und wenn auch solche Inseln höchst unstabil sind, so kommt dieses rollende Material doch nach einer Weile irgendwo zur Ruhe. Fasst im selben Augenblick beginnt es auch schon, das Leben auszusäen, das von weither - weit sowohl wie aus Zeit wie aus Raum - mitgebracht hat.

Wieder sind es die Blaualgen, die sich des neuen Lebensraums zuerst bemächtigen. Hier sind sie aber nicht blau, auch nicht grün. Denn die Rivularia-Zone hat die Farbe bräunlichen Sandes oder ist dunkel schokoladebraun, wie die nächstverwandten Tolypotrix-Arten. Unzählige enggekammerte Fäden wurzeln im feinen Schlamm die sich aus lichten Dauerzellen ständig erneuern. Solche Blaualgensäume können sich meter-, mitunter sogar kilometerweit hinziehen. Sie bilden eine Art Rasen, in welchem die ganze Verlandungsfauna und -flora Schutz und eine bessere Ernährung findet. Denn so zart dieses mikroskopische Gewebe an sich ist, es hemmt doch die schon sehr herabgesetzte Fließkraft des Wassers. Innerhalb der Rivulariazone findet das übrige Leben Halt und Sicherheit. Biozönosen bilden sich, freilich nicht unter gemeinsamen Gallertdecken, aber doch in einem gemeinsamen Medium, demselben Wasserdruck, denselben Temperaturspannen, denselben Lichtverhältnissen.

Grünalgen stellen sich ein. Es gibt verschiedene ausgezeichnete technische Lösungen des Problems, wie man sich in einem nicht verfestigten Grundmaterial verwurzelt und trotz unablässiger Wasserbewegung doch nicht weggeschwemmt wird. Alles ist hier Anpassung an eigenes Fluten und dann und wann auch von anderen überflutet werden. Die Kieselalgen tun sich zu diesem Zweck zu Ketten aus viereckigen Plättchen zusammen und jedes Plättchen besteht wieder aus gut ineinander gefügten geraden Glasschiffchen von Tabellaria fenestra. Solche Ketten verankern sich unten im Grund und pendeln, durch fast unzerreißbare Gallertpole verbunden, lange dahin. Die Grünalgen Oedogonium und Bulbochaete nehmen bandartige Gestalt an. Sie wehen leise, glatt und verästelt, in der Flut. Später legen sie sich auf den nassen Sandgrund, der auf diese Weise viel länger seine lebensspendende Feuchtigkeit bewahrt. Als kleine, offene Kettenringe schwebt Nostoc commune in ungezählten Scharen dicht unter dem Wasserspiegel. Er gehört eigentlich zum Plankton, aber man kann ihn auch in jeder halbwegs klaren Pfütze finden. So wie die begeißelte Carteria Klebsii France oder die gefräßige große Thecamöba verrucosa. Sie gehören zum Heer der Sauerstoffspender und Reiniger nicht all zu sehr verschmutzten Wassers. Da sie mit Chlorophyll assimilieren, nehmen sie höchstens Mineralstoffe aus dem Fluß auf, etwas Phosphor, ein bißchen Kali, Eisen, Kalk, Kupfer und unvorstellbar geringe Mengen von Spurenelementen.

Verlandung bringt stets viele Silikate, zerschliffene Quarzite und Feldspate mit. Also gedeihen die Kieselalgen, die Silikatinfusionen zum Bau ihrer Glasschiffe benötigen, zu großem Arten- und Individuenreichtum. Auf Kolloidstiehlen stellt Gomphonema olivaceum ein goldgrünes Fächerwerk auf. Die Asterionellen schweben als zierliche Sterne, die aber leicht zerfallen und dann als einzelne Navicula sp. weiterschwimmen und kriechen. Aus kompakten Gallertschläuchen entläßt die Cyonema sp. einzelne breitgerundete, goldbraune Diatomeen, und wie gebuckelte Würmer rollt sich Epithemia, ohne viel Widerstand zu finden, an den Rivularia-Fäden entlang.

Es gibt hier unendlich viel Nahrung, aber die räuberische Tierwelt unter den Mikrobenn ist nicht zahlreich. Allenfalls bohrt sich das türkisgrüne Ophridium versatile mit seinem spitzen Dornfuß fest ein und strudelt sich kleine grüne Monaden und Algenschwärmer heran. Immer liegt es im Hinterhalt, denn es braucht eine sichere Stütze, da es kaum jemals schwimmt und sich auch nur sichtbar ungern bewegt. Dafür springt die Halteria mit ihrem starken, elastischen Zirren flink umher, immerzu auf der Jagt nach kleineren Wesen. Ganz selten erscheint eines der großen Rädertiere, die - buchstäblich - viel, lieber wie der Rotifer im Trüben fischen. So überwindet das Leben hier den Tod, wie überall, wo die Pflanzen dominieren.

So lange das Wasser wallt, dann steht und endlich versickert, geht die leise Sedimentierung weiter. Aber im Sommer oder nach den Regenzeiten hört sie auf. Nun fängt die Arbeit der Humifizierung an. Die Planktonten wandern ab. Dafür setzen sich die Lithobionten, die bisher sie oberste Schlammfläche bewohnten, für eine Weile an die Spitze des mikrobiellen Lebens. Detritus bildet sich aus unzähligen organischen Resten und aus der Zerlösung der Mineralien. Bis zur nächstjährigen Überschwemmung entsteht aus der Verlandungssohle eine erste Schicht von Humus, die unterschiedlich dick ist. Sie kann nur zwei Zentimeter betragen, es können aber auch neun bis zehn sein. Eigentlich ist es noch gar kein Humus. Er ist noch viel zu mineralisch, voll von zwergenhaften Kristallen aus dem Masssiv der einstigen Gebirge. Das Verhältnis des Anorganischen zum Organischen ist ganz disharmonisch, und ebenso disharmonisch ist die Verteilung der Mikrobengruppen. Zumeist dauert es 3 - 5 Jahre, bis sich die Bodenbesiedelung völlig ausgleicht. Dann gibt es jene lockere, sehr lebensreiche Auwalderde, die den größten Artenreichtum an Bäumen, Büschen und Kräutern hervorbringt. Sie ist sehr feucht - das behält sie von ihrem angeschwemmten Ursprung - sehr dunkel und fast nie über pH 7. Erst wenn der starke Laubfall von Pappeln und Weiden, von Hopfen, Waldreben und Schneeball dem Boden in jedem Herbst eine Überfülle toter Zellulosen zuführt, treten auch die Mikropilze in größerer Anzahl und Auswahl auf. Bis dahin bleibt eine gut erkennbare Dominante von Kieselalgen und auchtochtoner Mikroflora.

Da man auf dieser Linie so viele und gut beobachtete Knotenpunkte der Entwicklung kennt, sieht man deutlicher als anderswo in den Ablauf der Humusbildung aus der Erosion hinein. Freilich geht er nicht immer über eine jahreszeitliche Überschwemmung und Verlandung. Aber es geschieht doch sehr oft, daß er sich mit Hilfe des fließenden und dann langsam zur Ruhe kommenden Gewässers abspielt. Der "Wasserstern Erde" ist in allen seinen Erscheinungen , vor allem denen seines Bodenlebens, mit der Erosion verbunden. Und die Erosion ist die Nabe des ungeheuren Rades, das seit der Landsteigung der Pflanze sich dreht und den Tod aller Lebenden mit dem Leben alles Todes verbindet.

Bodenverbesserung durch Überschwemmung, sog. Tolypotrixzone, die sich an den seichten und langsam austrocknenden Rändern von Pfützen und Uferstreifen bildet.
Bestimmend sind hier Blau- und Kieselalgen.
Querschnitt durch die dabei tätigen Organismengruppen, die aber lokal sehr verschieden sein können, was von der Art der Überschwemmung und dem abgelagerten Sedimentschlamm abhängt, der sehr häufig alle Qualitäten eines reinen Nährschlamms besitzt.

Blaualgen:
• Tolypüotrix distorta var. Penicillata
• Rivularia haematites
• Nostoc commune
• Microcystis sp.
• Chroococcus sp.
• Chroococcus infusionum
• Nostoc punctiforma
• Autochtone Microflora mit unterschiedlichen Kleinformen

Grünalgen:
• Congrosira debrayana
• Bulbuchaete nana
• Oedogonium capillare
• Cosmarium amoenum
Kieselalgen:
• Tabellara fenestra
• Asterionella sp.
• Hantzschia amphyoxis
• Gomphonema olivaceum
• Synedra ulna und S. Acus
• Epithemia sp.
• Surirella ovata, oft mit Riesenformen
• Navicula sp. mit den verschiedensten Formen
• Nitzschia sp. mit den verschiedensten Formen, auch N. Dubia

Ciliaten:
• Ophridium versatile
• Halteria cirrifera

Flagellaten:
• Cartreria Klebsii France
• Thecamoeba verrucosa

Amöben:
• Lokal verschiedene Nacktamöben, beschalte Amöben nur
vereinzelt und eingeschwemmt

• Cysten, Rädertiereier, Algenschwärmer

pH 7


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BeitragVerfasst: Di 2. Sep 2014, 09:01 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1208
Tabelle der Organismengruppen nach Stand der persönlichen Erkenntnis korrigiert, verbessert und ergänzt - aber nicht kenntlich gemacht.

Sog. Tolypotrixzone, die sich an den seichten und langsam austrocknenden Rändern von Pfützen und Uferstreifen bildet.
Bestimmend sind hier Blau- und Kieselalgen.

Querschnitt durch die dabei tätigen Organismengruppen, die aber lokal sehr verschieden sein können, was von der Art der Überschwemmung und dem abgelagerten Sedimentschlamm abhängt, der sehr häufig alle Qualitäten eines reinen Nährschlamms besitzt.

Organismengruppen:

Blaualgen:

Tolypotrix distorta var. penicillata
Rivularia haematites
Nostoc commune
Microcystis sp.
Chroococcus sp.
Nostoc punctiforma

Grünalgen:

Gongrosira debaryana
Bulbochaete nana
Oedogonium capillare
Cosmarium amoenum
Chlorococcum infusionum

Autochthone Mikroflora: (= Nannedaphon)

mit unterschiedlichen Kleinformen

Kieselalgen:

Tabellara fenestra
Asterionella sp.
Hantzschia amphyoxis
Gomphonema olivaceum
Synedra ulna und S. acus
Epithemia sp.
Surirella ovata, oft mit Riesenformen
Navicula sp. mit den verschiedensten Formen
Nitzschia sp. mit den verschiedensten Formen, auch N. dubia

Ciliaten:

Ophrydium versatile
Halteria cirrifera

Flagellaten:

Carteria Klebsii France

Amöben:

Nackt-Amöben:
Thecamoeba verrucosa
Lokal verschiedene Nacktamöben

Schalen-Amöben:
beschalte Amöben nur vereinzelt und eingeschwemmt

Sonstige:

Cysten, Rädertiereier, Algenschwärmer


Fehlende / nicht erwähnte Organismengruppen [1]:

Bakterien:
Als Blau-Algen = Bakterien finden sie Erwähnung.
Sicher sind aber auch andere Bakterien in der Überschwemmungszone zu finden, es wäre ein Wunder, wenn es einen Ort ohne Bakterien gäbe.

Pilze:
{"Erst wenn der starke Laubfall von Pappeln und Weiden, von Hopfen, Waldreben und Schneeball dem Boden in jedem Herbst eine Überfülle toter Zellulosen zuführt, treten auch die Mikropilze in größerer Anzahl und Auswahl auf." siehe Text}

Rädertiere: (mehrzellige Mikroorganismen)
{"Ganz selten erscheint eines der großen Rädertiere, die - buchstäblich - viel, lieber wie der Rotifer im Trüben fischen." siehe Text}

Nematoden: (mehrzellige Mikroorganismen)

pH 7

-

[1]
Sind wohl weniger in Überschwemmungszonen zu finden.
Kommt aber auf den Gehalt und der Art an organischem Material der Überschwemmungszonen an.


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BeitragVerfasst: Di 9. Sep 2014, 19:32 
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Beiträge: 1208
The verdict:

Chroococcus sp. = Blau-Alge

Chlorococcum infusionum = Grün-Alge

Chroococcus infusionum = gibts nicht !


Identifikation in Tafel 6:

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Chroococcus sp.

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Chlorococcus infusionum

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Puh, harte FACHLICHE Korrekturleseung des GESAMTEN "Handbuch des Bodenleben" ist angesagt !


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BeitragVerfasst: Mi 10. Sep 2014, 06:17 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1208
Verwirrung in der Schreibweise:

[Chroococcum] - [Chroococcus]

Genus: ChroococcuM {D ?} = ChroococcuS {Latein, E} ???

Species: infusioNum = richtige Bezeichnung - infusioRum = falsche Bezeichnung

Möglicherweise ist ChroococcuM eine früher übliche "Eindeutschung" des lateinischen Namen ChroococcuS der auch im Englischen so gbraucht wird.


-> ChLorococcales - Not to be confused with ChRoococcales. http://en.wikipedia.org/wiki/Chlorococcales


Fundstellen:

Die falsche Bezeichnung "Chroococcus infusionum" kommt im Handbuch leider an vielen Stellen vor, so daß hier noch Korrekturarbeit wartet ..

Namensvariationen mit Fundstellen

Chroococcus infusioRum Tafel 7
Chroococcum infusioRum -
Chroococcus infusioNum Tafel 6, Tafel 1 = "die Kolonien der edaphischen Blaualgen - hier Chroococcus infusionum"
Chroococcum infusioNum Tafel 1, 7, 9, 16, 18

Tafel 1 Der ideale Boden
"Das gleiche gilt für die Kolonien der edaphischen Blaualgen - hier Chroococcus infusioNum - und eine lange Ankistrodesmus-Alge."
http://www.stiftung-france.de/forum/viewtopic.php?f=31&t=201

Tafel 6 Die Bodenverbesserung durch Überschwemmung
http://www.stiftung-france.de/forum/viewtopic.php?f=31&t=243

Tafel 7 Wie und wodurch kommt die Fruchtbarkeit der Nilüberschwemmung ?
"Chroococcus infusioRum, durch den Wasserdruck oft in einzelne Zellen aufgelöst"
http://www.stiftung-france.de/forum/viewtopic.php?f=31&t=241


usw., noch zu bearbeiten ..


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BeitragVerfasst: Mi 10. Sep 2014, 13:00 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1208
Beschreibung:

Chroococcus sp. :

blau (na ja), kokkal, bildet Kolonie, bildet Gallerte, von kleiner Größe (he he)

Es kommt vor in Gallerthülle als längliche Einzelzelle, Doppelzelle, Dreieinhalbfachzelle

Streble, Blaualgen 1, Chroococcus limneticus, 118

Bild Bild

Algenführer Kosmos, Chroococcus

Bild Bild

Bild
Mehr: http://www.cyanodb.cz/Chroococcus

Chlorococcum infusionum:

Grün, Einzelzelle, keine Kolonie, keine Gallerthülle

Streble, Grünalgen 4, Chlorococcum infusionum, 168

Bild Bild

Bild

Mehr: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=9604.0

Zeichnung: http://ccala.butbn.cas.cz/sites/default/files/styles/ccala_big/public/ccala_collection/13515/1352919662-287.jpg

Mehr: http://botany.natur.cuni.cz/skaloud/Chloro/Chlinf.htm


Organisationsformen:

- fädig.
- fädig, verzweigt
- Einzelzelle
- Kolonie

fädig, verzweigt:
- Gongrosira debaryana 1
- Bulbochaete nana 1, 2, 3
fädig:
- Oedogonium capillare 1, 1
Einzelzelle:
- Cosmarium amoenum 1, 2, 3
- Chlorococcum infusionum 1

Da nur eine kleine einzellige Grün-Alge ursprünglich in der Tabelle aufgeführt ist (Cosmarium),
in der Verlandungszone aber sicher diese Formen nicht selten sind,
spricht dafür, Chlorococcum infusionum ebenfalls bei den Grün-Algen aufzuführen.
(und daß es von Annie Francé-Harrar evtl. so gemeint war).


Klassifikation:

Chroococcus
http://de.wikipedia.org/wiki/Kugelblaualge
Kugelblaualge
http://en.wikipedia.org/wiki/Chroococcales

Chlorococcum
http://en.wikipedia.org/wiki/Chlorococcum


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BeitragVerfasst: Do 18. Mai 2017, 19:16 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1208
Obigen Text restauriert und verbessert.


Aus diesem Bach an einem Waldweg habe ich mir Algen und ihre Nährstoffe sowie Flußwasser besorgt, um sie im Aquarium weiterzuvermehren.

Bach
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Schlamm
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Grün-Algen auf dem Schlamm
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