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BeitragVerfasst: Sa 12. Mär 2011, 12:19 
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Tafel 26 Humifizierung von frischem Stallmist

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Bei frischem, nur 6 Tage altem Stallmist setzt - im Gegensatz zu reinem Stroh - der Abbau schon kräftig ein.

Dazu Foto eines hoch aufgesetzen Misthaufens, auf dem ein voller Karren eben aufgeschüttet wird.

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Seit Albrecht von Thaer, der vor mehr als einem Vierteljahrhundert die Einstallung der Viehs empfahl, damit der in den Wäldern verstreute Dünger für den Bauern greifbar bliebe, ist man von dessen Unentbehrlichkeit überzeugt. Man hat von Generation zu Generation die Meinung übernommen, dass die Ausscheidungen von Rindern, Pferden, Schweinen und dem Kleinvieh von Haus aus dazu bestimmt sind, sich im Acker in Brot zu verwandeln. Die Lobpreisung des bäuerlichen Misthaufens hat ganze Bibliotheken gefüllt und sozusagen eine Weltanschauung aus dieser Stufe der Agronomie gemacht. Man vergass ganz, dass es viele Jahrhunderte keinerlei Düngewirtschaft gab. Ebenso zieht man nicht in Betracht, dass in anderen Kontinenten, wo seit Urzeiten schon eine Viehwirtschaft existiert (ich erinnere nur an die Massai in Afrika) von Düngung nicht das mindeste bekannt ist. Und nicht jeder Landwirt ist sich darüber im Klaren, dass schon seit Jahrzehnten wieder eine grosse Umstellung begonnen hat, weil man den Bau von Kulturpflanzen nicht mehr ausschliesslich von der gleichzeitigen Haltung von Stalltieren abhängig macht.

Eine der Ursachen sind die Nachteile der so lange fortgesetzten Domestikation und der damit verbundenen Entnatürlichung des Stallebens. Frei weidende Tiere sind weit gesünder und auch weit leistungsfähiger. Dazu kommt die Steigerung der Milchproduktion bei Rindern, der Fleisch- und Fettproduktion bei Schweinen. Ausserdem trachtet jeder Tierzüchter, in möglichst kurzer Zeit seine Tiere schlachtreif zu machen. Es hat etwas wie ein biologischer Fabrikbetrieb eingesetzt, der besonders in USA immer rücksichtsloser durchgeführt wird. Die natürliche Folge sind Fortpflanzungsunlust, das gefürchtete Verwerfen der Kühe durch die Bang-Krankheit und die Zunahme von mörderischen Tierseuchen, die trotz drastischer Anwendung von vorbeugenden Injektionen und zahllosen Medizinen bis jetzt nicht ausgerottet werden konnte. Nach wie vor wütet die Rindertuberkulose und die Maul- und Klauenseuche. Es gibt ebenso den bösartigen Milzbrand wie den Befall von Bandwürmern, unter denen übrigens nicht nur das Vieh, sondern auch der Mensch leidet. Kinder und Erwachsene werden die Madenwürmer (Oxyurus vermicularia) und vor allem den Spulwurm (Ascaris lumbricoides) nicht los. Dazu kommen besonders auf dem Land, Masseninfektionen mit pathogenen Bakterien, Gregarinen, Sarcinen, Mikropilzen, schädlichen Nematoden und anderen, grösstenteils auch von Körper zu Körper ansteckenden Keimen.

Alles das spricht gegen den Stalldünger. Denn alles das findet sich in ihm und wird in bedenklichem Ausmass auch durch ihn verbreitet. Denn durch ihn werden die Böden infiziert, die ihre Infektion wieder an die Ackergewächse und von da an den Menschen weitergeben. Es haben sich im Lauf von ein paar hundert Jahren da sehr unheilvolle Zyklen miteinander verkettet, die zweifellos der „Poesie des Misthaufens“ ihr Dasein verdanken. Und sie bestehen auch heute noch, trotz unleugbar grosser Fortschritte der Sanierung in Häusern und Ställen.

Es ist unumgänglich notwendig, sich diese ja allgemein bekannten Tatsachen nochmals zu vergegenwärtigen, ehe man an die Aufschliessung des Stalldüngers herangeht. Denn unter den einfachen bäuerlichen Verhältnissen, die ja immer noch ausserhalb der Mustergüter herrschen, kommt es eben nicht zu mehr als bestenfalls zu einer Aufschliessung des Stallmistes, sobald er auf den Misthaufen oder in gemauerte Gruben gebracht wird.

Als man diese Unterkunft für ihn „erfand“, die sehr häufig nur aus der primitiven Lösung einer Raumfrage hervorging, ahnte man natürlich nicht, dass sie biologisch eine Verlängerung der Verrottung und ihrer höchst giftigen Faulzustände bedeutete. Und als man erst anfing, von dem Stickstoffverlust bei der Reifung zu reden, glaubte man nichts besseres tun zu können, als den Mist so fest wie möglich einzutreten. Da man von polysaproben Organismen nicht das mindeste wusste – auch heute ist sich nicht jedermann darüber im klaren – war es gar nicht möglich, etwas von den Konsequenzen einer solchen Handlungsweise zu ahnen.

Wir sind nun endlich so weit, dass wir eine Vorstellung davon haben, was bei einer derartigen Umsetzung geschehen soll, geschehen kann und nicht geschehen darf. Das erste, was sich jeder als eiserne Regel einprägen soll, ist dies: Verrottung aller faulenden Eiweisse, Fette und Kohlehydrate müssen so rasch als möglich abgewickelt werden. Denn diese Art Abfälle ist ausserordentlich gefährlich, weil sie eine Brutstätte von bösartigen Pathogenen sind. Wenn man sie fest aufeinander packt, so hindert man eine rasche Verrottung. Das heisst mit anderen Worten, man gibt diesen pathogenen Abbauern Gelegenheit, sich in unvorstellbaren Massen zu vermehren und von einem solchen Zentrum aus Luft, Wasser und Boden zu infizieren.

Da ich im Laboratorium und dann auch im Freiland Stalldünger humifiziert habe, weiss ich aus Erfahrung, dass er einen ausgezeichneten und ganz besonders hochwertigen Humus liefert. Bei den jetzigen Gepflogenheiten kommt es aber so gut wie niemals zu einer wirklichen Humifizierung. Auch wenn ein solcher „alter“ oder „gereifter“ Mist auf das Land gebracht wird, so ist es eben immer noch Mist, aber kein Humus. Und Mist bedeutet, dass er voll von Infektionen, meist sehr gefährlichen für Pflanze, Mensch und Tier ist, dass er den Boden verseucht und für jene Ruderalpflanzen vorbereitet, die anstelle bekömmlicher Futterpflanzen auf solchen verseuchten Böden gedeihen.

Wenn Stallmist nicht falsch behandelt wird, so beginnt der biologische Umbau in ihm schon in wenigen Tagen. Tafel 26 gibt ein Bild, wie es nach meinen Protokollen sich am 6. Tag zeigte. Die hochfaulfähige Materie ist besiedelt von einer sehr reichen Biozönose, deren einzelne Stadien nicht genau voneinander unterschieden werden können. In den ersten Wochen steigt die Temperatur durch die massenhafte Anwesenheit einiger Thermobakterien, wie Bac. subtilis, Bac. termo etc. bis zu 80° C. Das dauert aber selten länger als maximal 4 – 6 Tage. An sich ist diese plötzliche Hochtemperatur darum wichtig, weil durch sie die Zerreissung von toten Geweben stark gefördert wird. Dann sinkt die Hitze, bleibt etwa auf oder bei 60° C und fällt in ca. 14 Tagen bis drei Wochen auf 25 – 15° C, bei welcher Wärme die Verrottung bis zum Ende durchgeführt wird. Es stört den Ablauf einer beschleunigten Aufschliessung, wenn man von Seiten des Menschen in diese Wärmeskala eingreift also etwa durch künstliche Belüftung sie verhindert oder abkürzt. Sie ist notwendig und ist eben der natürliche Verlauf, der stets der optimale ist.

Am Ende der Verrottung zeigen sich die schwarzen, stinkenden Verklumpungen des Mistes grossenteils aufgelöst und zum Teil schon am Beginn einer deutlichen Vererdung. Die Riesenmoleküle der Eiweisse und Kohlenstoffe, die aus Millionen von Atomen zusammengesetzt sind, haben sich getrennt, und es sind in der Hauptsache nur noch wenig atomige Fetzen vorhanden, die keinerlei organische Struktur mehr besitzen. Von nun an kann der Humus aufgebaut werden, und er wird es auch in der Natur. Es ist derselbe Vorgang, wie wenn ein altes Haus in Ziegel, Dachplatten, Türen und Fensterstöcke zerlegt wird, die dann beim Bau des neuen Hauses wieder verwendet werden.

Die stoffliche Basis kann nun neu mit Gare-Organismen besiedelt werden, die imstande sind, Humus herzustellen. Auch das ist ein natürlicher Vorgang, den man nur unterstützt, weil man aus Erfahrung weiss, dass auf unseren alten und neuen Kulturböden ein Grossteil der Edaphon-Biozönose ausgestorben oder doch nicht in genügendem Ausmass zu finden ist. Da sie aber als unentbehrlich für die Bodenstruktur der „lebendverbauten Krume“ ist, so soll und kann man hier ergänzend nachhelfen. Die neu angesiedelten und sich rasch vermehrende oligosaprobe Biozönose, bei welcher nicht nur die idealen Verhältniszahlen der Organismengruppen unter einander hergestellt werden, sondern auch der Stickstoffverlust ausgeglichen wird, besteht hauptsächlich aus den assimilierenden Mikro-Algen des Bodens. Sie bringen Sauerstoff in das Gefüge, das dadurch gleichmässig gelockert wird, so dass jene feingekrümelte Schwammstruktur entsteht, die imstande ist, Wasser zu speichern und den Boden durch Kapillaren nicht nur zu lüften, sondern auch die von der Verrottung her vorhandenen Nährgase positiv zu verwerten und festzuhalten. Die ganze Masse ist von nun an in ein aufbauendes Stadium getreten, was mit anderen Worten heisst, dass sie Humus bilden kann. Ein mit solchem fertigem Humus angereicherter Acker oder Garten ist nun auch imstande, kleine Gaben von Mineraldüngern aufzuarbeiten und nutzbringend zu verwenden. Er erlaubt jeder Art von Pflanzenwurzel, sich auf das Bestmögliche zu entwickeln. Feinwurzeln und Wurzelhaare sind überall mit den Wurzelzooglöen verwachsen, die oberirdische Pflanze wird viel besser ernährt, und dementsprechend ist die Ernte an Quantität und Qualität besser. Vor allem gibt es nicht in jedem Herbst den berüchtigten und gefürchteten Abfall der Fruchtbarkeit, weil der Boden überanstrengt wurde und sich bis zum neuen Anbau nicht erholen kann. Mit einem Wort: Es wird dem Feld oder Garten keinerlei zusätzliche Arbeit zugemutet, sondern sie bekommen ihren Ersatz fertig geliefert. Nur auf diese Weise kann der letzten Endes von jeder Düngung unzertrennliche Bodenverfall und die gefährliche Ausplünderung unserer Kulturböden vermieden und ein status quo hergestellt werden, der gleichbedeutend mit einer ständigen Bodenverjüngung ist.

TAFEL 26 Humifizierung von frischem Stallmist bereits 6 Tage nach Beginn der Ausbreitung

Jede Ausscheidung von Tieren und Menschen enthält unvorstellbare Mengen von Abbauorganismen. Bei richtiger Behandlung und Durchfeuchtung gehen die Anfänge der Umsetzung sehr rasch. Der fast plötzliche Temperaturanstieg auf über 60° C sinkt nach einigen Wochen – ohne Faulgruben – auf 12 – 15° ab. Ebenso stimmt sich die hohe Alkalität von meist pH 10 während des Prozesses auf pH 8, bei vollendeter Humifizierung auf pH 7,5 – 7 ab.

Der durchschnittliche Querschnitt der sowohl arten- als organismenreichen biologischen Abläufe enthält als Grundformen etwa:

Bakterien:
alle Zellulose- und Kohlehydratzersetzer
Bact. prodigiosum var.
Bact. mycoides
Bact. vulgare
Bact. coli mit allen, auch den pathogenen Nebenformen
Bact. cellulosae-dissolvens
Bact. calfactor
Bact. probatus
Bact. aerogenes
alle Sarcina- und Harnstoffzersetzerformen
Streptococcus sp.
Streptococcus pyogenes var.
eine stark wechselnde Auswahl von Schwefelbakterien
Erreger von Tetanus, Milzbrand und malignem Ödem
Pseudomonas tumefaciens
Pseudomonas pyocyanea
Pseudomonas fluorescens
Nitrosomonas europaea
Vibrio desulfuricans var.
Spirillum undulans

Micro-Pilze:
Cladosporium herbaceum
Aspergillus sp.var.
Mucor sp.
Penicillium sp.
Puccinia graminis
Fusarium sp.
Neurospora sitophila
Torula nigra
Monilia sp. alle Formen

Hefen:
alle Formen von Wildhefen

Nematoden:
Alle Arten von im Dünger und in Ausscheidungen lebenden Nematoden.
Selten fehlen:
Rhabditis sp.
Bunonema sp.
Diplogaster sp.
Anguillulina sp.

Ciliaten:
Alle polysaproben Formen
Vorticella microstoma
Glaucoma scintillans
Claucoma pyriformis
Colpidium colpoda etc.

Flagellaten :
ebenfalls alle polysaproben Formen
Polytoma uvella
Oicomonas mutabilis
Bodo putrinus
Trepomonas sp.
Clamydomonas sp., meist als Zysten
Pelomyxa palustris

Rhizopoden:
Difflugia craterella France
Difflugia constricta
Trinema acinus var.
Trinema enchelys sp.
Euglypha sp. etc.

Eier von Nematoden, Dungfliegen, dem Rinderbandwurm (Taenia saginata), Oxyurus vermicularis
Ascaris lumbricoides etc.
Ausserdem stets Zysten, Sporen beginnender Bakterienkolonien mit epithytischer Besiedelung, Pilzmycelien und Besiedler von organischen Resten aller Art.

pH 9 – 8,8


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BeitragVerfasst: So 14. Dez 2014, 11:09 
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Humifizierung von frischem Stallmist bereits 6 Tage nach Beginn der Ausbreitung
Bei frischem, nur 6 Tage altem Stallmist setzt - im Gegensatz zu reinem Stroh - der Abbau schon kräftig ein.
Die Humifizierung von frischem Stallmist hat nach 6 Tagen schon kräftig eingesetzt.

[Ausbreitung = Aufsetzen, egal ob hoch, bfreit oder lang
Stallmist = Kuh, Schwein, Ziege, Schaf, Pferd, Esel, Huhn, Gans usw.]

Jede Ausscheidung von Tieren und Menschen enthält unvorstellbare Mengen von Abbauorganismen.
Bei richtiger Behandlung und Durchfeuchtung gehen die Anfänge der Umsetzung sehr rasch.
Der fast plötzliche Temperaturanstieg auf über 60° C sinkt nach einigen Wochen – ohne Faulgruben – auf 12 – 15° ab.
Ebenso nimmt sich die hohe Alkalität von meist pH 10 während des Prozesses auf pH 8,
bei vollendeter Humifizierung auf pH 7,5 – 7 ab.

[Faulgruben : noch zu untersuchen Bau, Funktion, Mikroorganismen.
Hohe Alkalität von meist pH 10 : das ist für mich überraschend, sonst wird meist von Versauuerung gesprochen]

Der durchschnittliche Querschnitt der sowohl arten- als organismenreichen biologischen Abläufe enthält als Grundformen etwa:

(1) Bakterien

alle Zellulose- und Kohlehydratzersetzer
Bakterium prodigiosum var.
Bakterium mycoides
Bakterium vulgare
Bakterium coli mit allen, auch den pathogenen Nebenformen
Bact. cellulosae-dissolvens
Bakterium calfactor
Bakterium probatus
Bakterium aerogenes
alle Sarcina- und Harnstoffzersetzerformen
Streptococcus sp.
Streptococcus pyogenes var.
eine stark wechselnde Auswahl von Schwefelbakterien
Erreger von Tetanus, Milzbrand und malignem Ödem
Pseudomonas tumefaciens
Pseudomonas pyocyanea
Pseudomonas fluorescens
Nitrosomonas europaea
Vibrio desulfuricans var.
Spirillum undulans

(2) Algen

Blau-Algen, Grün-Algen, Kiesel-Algen: nicht erwähnt, nur grüne Flagellaten gezeichnet

(3) Pilze

Micropilze

Cladosporium herbaceum
Aspergillus sp.var.
Mucor sp.
Penicillium sp.
Puccinia graminis
Fusarium sp.
Neurospora sitophila
Torula nigra
Monilia sp. alle Formen

Hefen

alle Formen von Wildhefen

(4) Wimperntiere Ciliaten

Alle polysaproben Formen

Vorticella microstoma
Glaucoma scintillans
Claucoma pyriformis
Colpidium colpoda etc.

(5) Flagellaten

Alle polysaproben Formen

Polytoma uvella
Oicomonas mutabilis
Bodo putrinus
Trepomonas sp.
Clamydomonas sp., meist als Zysten
Pelomyxa palustris

(6) Amöben

Schalen-Amöben (hier Rhizopoden benannt)

Difflugia craterella France
Difflugia constricta
Trinema acinus var.
Trinema enchelys sp.
Euglypha sp. etc.

Nackt-Amöben

nicht erwähnt

(8) Nematoden

Alle Arten von im Dünger und in Ausscheidungen lebenden Nematoden, selten fehlen:

Rhabditis sp.
Bunonema sp.
Diplogaster sp.
Anguillulina sp.

(9) Autochthone Mikroflora

(10) Dauerformen, Vermehrungsformen

Eier von Nematoden, Dungfliegen, dem Rinderbandwurm (Taenia saginata), Oxyurus vermicularis
Ascaris lumbricoides etc.

Ausserdem stets Zysten, Sporen beginnender Bakterienkolonien mit epithytischer Besiedelung, Pilzmycelien und Besiedler von organischen Resten aller Art.


pH 9 – 8,8


Hier steht, wie die Verwandlung von Mist in Humus vorgenommen wird:

Die stoffliche Basis kann nun neu mit Gare-Organismen besiedelt werden, die imstande sind, Humus herzustellen. Auch das ist ein natürlicher Vorgang, den man nur unterstützt, weil man aus Erfahrung weiss, dass auf unseren alten und neuen Kulturböden ein Grossteil der Edaphon-Biozönose ausgestorben oder doch nicht in genügendem Ausmass zu finden ist. Da sie aber als unentbehrlich für die Bodenstruktur der „lebendverbauten Krume“ ist, so soll und kann man hier ergänzend nachhelfen. Die neu angesiedelten und sich rasch vermehrende oligosaprobe Biozönose, bei welcher nicht nur die idealen Verhältniszahlen der Organismengruppen unter einander hergestellt werden, sondern auch der Stickstoffverlust ausgeglichen wird, besteht hauptsächlich aus den assimilierenden Mikro-Algen des Bodens. Sie bringen Sauerstoff in das Gefüge, das dadurch gleichmässig gelockert wird, so dass jene feingekrümelte Schwammstruktur entsteht, die imstande ist, Wasser zu speichern und den Boden durch Kapillaren nicht nur zu lüften, sondern auch die von der Verrottung her vorhandenen Nährgase positiv zu verwerten und festzuhalten. Die ganze Masse ist von nun an in ein aufbauendes Stadium getreten, was mit anderen Worten heisst, dass sie Humus bilden kann. Ein mit solchem fertigem Humus angereicherter Acker oder Garten ist nun auch imstande, kleine Gaben von Mineraldüngern aufzuarbeiten und nutzbringend zu verwenden.

Dreh- und Angelpunkt sind die (Mikro)-Algen die während und nach dem ABbau der Rohstoffe (Mist) von den Stoffwechselprodukten (Gase & Nährstoffe) der ABbauenden Mikroorganismen leben.

Wenn diese fehlen, können sie durch den EDAPHON-Impfziegel hinzugefügt werden.

Zusammensetzung der Impfziegel siehe "Tafel 1 Der ideale Boden" und Patente der Francé hier im Forum.

Sogar Mineraldüngerzugaben (in Maßen) sind möglich und werden verdaut zu pflanzenverfügbaren organischen Bestanteilen.


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