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 Betreff des Beitrags: Projekt Nachlaß
BeitragVerfasst: Do 1. Dez 2011, 12:00 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1211
Projekt Nachlaß

Auffindung, Zusammenführung, Archivierung, Katalogsierung und weitere Bearbeitung.


Nach meinem jetzigen Kenntnisstand befindet sich der Nachlaß der France's:

60% Landesmuseum, Linz
30% Pierre France, Paris (Enkel von Raoul France)
5% Familie Roth, Kanada
Einige Einzelstücke Haus der Natur, Salzburg

Die Fahndung läuft nach weiteren Einzelstücken unbekannter Art an unbekannten Orten bei (teilweise) bekannten Personen.

Die Bemühungen gehen dahin, den ehemals bei Rene Roth, Kanada, befindlichen, in der Zwischenzeit aber weltweit verstreuten Nachlaß im Landesmuseum Linz wieder zu vereinigen.

Das Landesmuseum hat sich zum Ziel gesetzt, für die Zukunft das Zentrum für France zu werden.

Eine Ausstellung über France im Biologiezentrum ist für Herbst 2012 geplant.


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 Betreff des Beitrags: Re: Projekt Nachlaß
BeitragVerfasst: Do 1. Dez 2011, 12:03 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1211
Heute ist ein historisches Datum:

Der Nachlaß der France's, dessen Hauptteil im Landesmuseum Linz, Bibliothek und Archiv, seit 2004 gelagert ist, wurde jetzt begonnen zu bearbeiten.

Zuständig ist in Zukunft das Biologiezentrum des Landesmuseums.

Freut euch schon mal auf die Zukunft, denn im nächsten Jahr könnt ihr etliche unveröffentliche Manuskripte von Büchern und Schriften über Humus erwarten sowie ein Vielzahl von Fotos aus dem Leben der France's.
Ganz abgesehen von den weiteren tausend+ Seiten mit diversem Inhalt, die im Laufe der Zeit zur Verfügung gestellt werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Projekt Nachlaß
BeitragVerfasst: So 19. Feb 2012, 09:46 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1211
"Aus dicken Heften sorgfältiger Notizen und Skizzen und Mikrofotos, in denen nicht nur ich, sondern auch mein verstorbener Mann, Dr. h. c. Raoul H. Francé, unzählige Details und Lebensbeziehungen der Bodenwelt festgehalten haben, entstand dann nach mehr als einem halben Jahrhundert das vorliegende Werk."

Aus: Handbuch des Bodenlebens, Vorwort

Mehr als 99% des Nachlasses der Frances ist Seite für Seite durch meine Hände gegangen, aber ich habe nicht eine Seite von Aufzeichnungen wie oben beschrieben gesehen.

Sind sie wirklich alle verloren gegangen, z.B. bei Aufgabe des Biologischen Instituts in München ?

In den Reisetagebüchern und dem Laborbuch aus Mexiko sind keine detaillierten Aufzeichnungen über den Boden vorhanden.

Myteriös.

Ob doch noch was irgendwo "vergessen" herumliegt ?

Oder wie so vieles der Öffentlichkeit vorenthalten wird ?

Jedenfalls kann die Suche noch nicht für beendet erklärt werden.


Es muß weiter gefahndet werden !


Bisher noch nicht "befahndete" Orte sind Budapest und Dubrovnik, wo Raoul und Annie längere Zeit gelebt und gearbeitet haben.

Und Mexiko sowieso.

Ich stelle mir vor, daß in diesen Aufzeichnungen die empirischen Grundlagen für die Humustheorie der Frances ("idealer Boden") aufgezeichnet sind.

Einzelfakten, von denen es schön wäre, sie als "Beweis" zu haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Projekt Nachlaß
BeitragVerfasst: So 19. Feb 2012, 14:36 
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Registriert: Sa 21. Mai 2011, 17:35
Beiträge: 29
Hallo,

im Münchner KALLIOPE-OPAC sind 20 handschriftliche Datensätze von Annie und 16 von Raoul verzeichnet. Die von Annie vorwiegend aus Mexiko, von Raoul aus verschiedenen Stationen, auch aus Dubrovnik.
Leider kann man das Suchergebnis hier nicht verlinken, Ihr müsst in der Personensuche die Namen eingeben. Die Empfänger sagen mir soweit erst mal wenig, vielleicht ist Euch jemand bekannt, bei dem man noch auf den Inhalt des Briefs schließen könnte...?
Ich gehe mal davon aus, dass man die Schriften in München auch einsehen darf. Ist aber von Osnabrück aus recht weit... :-)

Viele Grüße, Henrike


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 Betreff des Beitrags: Re: Projekt Nachlaß
BeitragVerfasst: So 19. Feb 2012, 15:22 
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Registriert: Sa 21. Mai 2011, 17:35
Beiträge: 29
achso, Link vergessen: http://www.kalliope-portal.de/

Gruß, Henrike


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 Betreff des Beitrags: Re: Projekt Nachlaß
BeitragVerfasst: Mo 20. Feb 2012, 10:36 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1211
Genial, was Du da wieder aufgetrieben hast !

Bezüglich Biologie wird da inhaltlich wohl nicht viel rauszuholen sein.

Aber Adressen in Dubrovnik, Budapest und Mexiko wären von Interesse.

Die Archivstandorte München und Marburg/Neckar wären von mir aus noch erreichbar, Göttingen weniger.

Aber auch die DFG-geförderte Einrichtung ist interessant, hat ja Geld.


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 Betreff des Beitrags: Re: Projekt Nachlaß
BeitragVerfasst: Mo 20. Feb 2012, 17:54 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1211
Update:

"Tafel 1 : Der ideale Boden.

Dazu Foto des Urwaldes am Rio Usumacinto, von dessen Ufern die Originalproben entnommen wurden.
Dieses Bild, sowie alle folgenden, entspricht sowohl farbig, wie als Bestandsaufnahme den exakten Beobachtungen, die in meinen Protokollheften festgehalten sind."
(Handbuch, Tafel 1: Der ideale Boden)

Also doch: ".. den exakten Beobachtungen, die in meinen Protokollheften festgehalten sind."

Es müssen also handschriftliche Aufzeichnungen vorhanden (gewesen) sein.

Vermutlich ca. A5 Hefte, so wie das "Laborbuch Mexiko".

Wann war sie am Rio Usumacinto ? Während ihrer Zeit in Mexiko oder davor mit Raoul zusammen ?

Ziemlich wahrscheinlich, daß sie diese Aufzeichnungen in ihrem Labor in Mexiko hatte, wo sie die Manuskripte von "Chance", "Humus" und "Handbuch" (teilweise) geschrieben hat.
Hat sie diese Aufzeichnungen in Mexiko gelassen, als sie nach Deutschland zurückgekehrt ist oder hat sie die mitgenommen ?
Sie hat ja auch in Deutschland noch an den drei genannten Manuskripten gearbeitet.

Der ganze Nachlaß, der in Deutschland war, ging ja an Roth, Kanada.

Oder ist was zurückgeblieben ? Es gab ja eine "Warteschleife" des Nachlasses in den Gewölben der Uni Salzburg.

Und von irgendwelchen Dachböden aus irgendwelchen Straßen in München ist ja auch was gesammelt worden.

Also Mexiko ist nach wie vor aufzuklären.

Und die "erste Verdächtige" ist die dortige Laborantin (deren Name bekannt ist), die für Annie DIE EINZIGE biologische Expertin war, die sich mit der Analyse der Mikroorganismen, ihrer Vermehrung und der Herstellung der Impfziegel auskannte.

Und nun stellt euch vor, es wurden auch hier schon etliche mögliche "Aufklärer" angesprochen, die sich alle sang und klanglos verabschiedet haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Projekt Nachlaß
BeitragVerfasst: Sa 21. Apr 2012, 14:13 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1211
Aufklärung über das Schicksal der Bibliothek von Annie France-Harrar

Haus der Natur, Salzburg
http://www.hausdernatur.at/

" .. besaß daher — neben ihrer eigenen — aus dem Besitz ihres Gatten nur mehr eine kleine, jedoch interessante Bibliothek, die über Wunsch des Bruders von Frau France, Herrn Hermann Gerdeisen, München, unserem Haus übergeben wurde, .."

http://www.landesmuseum.at/pdf_frei_remote/HdN_3A_0053.pdf

Belegstelle und Datum dieser Notiz ?

Nach dieser Bibliothek habe ich mich im Haus der Natur noch nicht erkundigt.

Auch gibt es Hinweise, daß der weitere Nachlaß noch eine Weile in der Uni Salzburg oder im Haus der Natur zirkuliert ist, bevor er nach Roth, Kanada ging.

Und wo das Mikroskop von der Annie ist, würde ich auch gerne wissen. In Kanada ist es nicht.


Weitere Fundstücke im Landesmuseum Linz:

Sondersammlungen

Nachlässe

Die Nachlässe und Teilnachlässe folgender Persönlichkeiten befinden sich in der Museumsbibliothek:

Francé, Raoul H. 1874 - 1943
Biologe, Schriftsteller

Francé – Harrar, Annie 1886 - 1971
Biologin, Schriftstellerin

http://www.landesmuseum.at/sammlungen/kultur/bibliothek/sondersammlungen/


Die Fahne (Sondernummer), W. Seifert Verl., Stuttgart-Heilbronn 5/3 :
diverse(1924)
Der Begründer der Lebenslehre, Raoul H. Francé. Eine Festschrift zu seinem 50. Geburtstag 1- 48

(die hätte ich auch gerne in digitaler Form)

http://www.landesmuseum.at/biophp/bibl.php?stw=festschr


Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart :
Raoul Heinrich Francé(1909) Katalog der mikrologischen Zentralbibliothek in München


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