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BeitragVerfasst: Di 3. Feb 2015, 16:11 
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Beiträge: 1240
Bolitas, Seedballs usw. mit den mikrobiologischen Augen der Francé beäugt.

Aus der Reihe: "Ihr fragt, die Francé antworten":

"Hast Du zufällig Informationen oder weisst Du, wo ich sowas finde, wie man Saatgut mit Erdstaub/Kompost ummanteln / inkrustieren kann ???
Es gibt ja diese "Seedballs" von Fukuoka (?), per Hand in feuchte Erdklumpen Saat reingedrückt und hingeworfen".

Die "Seedballs" von Fukuoka:

http://en.wikipedia.org/wiki/Seed_ball
https://www.youtube.com/watch?v=A4-bwW8PWI0

Annie Francé-Harrar hat schon lange vorher in Mexiko "Bolitas" verwendet.

Schon vor vier Jahren hier diskutiert:

Seedballs:

search.php?keywords=seedballs&terms=all&author=&sc=1&sf=all&sk=t&sd=d&sr=posts&st=0&ch=300&t=0&submit=

Bolitas:

search.php?keywords=Bolitas&terms=all&author=&sc=1&sf=all&sk=t&sd=d&sr=posts&st=0&ch=300&t=0&submit=Suche

"Im „Petrofil" sind alle die Mikroben enthalten, die Humus aufbauen, nachdem die Verrottung abgeklungen ist.

Mit derselben Masse werden auch Samen umkleidet, die in besonders erbärmliche Böden zur Einsaat kommen."

viewtopic.php?p=922&sid=f55749cfa2b9c402a1c7e9ab93bc9a37#p922

Bolitas sind mit „Petrofil" ummantelt = hauptsächlich Lithobionten die mineralische Substanz in organische Substanz einbinden und so "zum Leben erwecken", also dem Samen im kargen Boden (= wenig organische Substanz und damit auch wenig Mikroorganismenviefalt) mikroorganismische Lebenstätigkeit und damit die erforderlichen Nährstoffe in pflanzenverfügbarer Lösung bereitstellen.

Über die verschiedenen mikroorganismischen, organischen und mineralischen Zusammensetzungen hinaus sind die klimatischen und geologischen Bedingungen vor Ort ein wesentlicher Faktor für den Erfolg: zu naß = Ummantelung wird abgewaschen, zu trocken = Ummantelung trocknet aus. (Selber ausprobiert und im damaligen Selbstversorgerforum.de diskutiert).

Ohne die wesenliche Reduzierung dieser Einflüsse durch die verschiedensten Maßnahmen erwarte ich keine großen Erfolg.

Es gibt inzwischen Firmen, die z.B. wasser- und feuchtigkeitsbindenden Plastik anbieten zur Ausbringung auf sandigen Boden.

Manche machen es auch mit organischem "Klebstoff", z.B. aus Molke.

"Ausgewählte Mikroorganismen erzeugen sie aus Milch, einer wässrigen Emulsion ... Es entsteht eine gallertartige Masse, Dickete oder Gallerte genannt."

http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4seherstellung

Die beste Bindung produzieren aber immer noch die Mikroorganismen selbst durch die Produktion von Gallerte mit der sie sich oder ihre Kolonie umhüllen.

Käserei
Fleißige Mikroben
Dass aus Milch ein leckerer Brotbelag wird, verdanken wir Bakterien und Schimmelpilzen.

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q= ... 2QT5jPMreg

"Saatfirmen bieten dieses Prinzip mittlerweile an für Feinsaaten, um die Auflaufsicherheit zu erhöhen, heisst dann Mantelsaat und das Saatkorn ist von einem Ton-Mineral-Mantel umhüllt."

Das ist eine rein mechanisch-mineralische Ummantelung ohne Mikroorganismen.
Das wird auch bei Fukuoka hauptsächlich der Fall gewesen sein - sofern er nicht zusätzlich Kompost oder Erde verwendet hat.
Kann vielleicht unter bestimmten lokalen klimatischen und geologischen Bedingungen helfen.

Auch die Samenart selbst wird ein Faktor sein, manche werden die Ummantelung mögen, andere wieder nicht.

Der Inhalt der Ummantelung muß den Bedürfnissen des Samens angepaßt sein: mineralisch, organisch, mikroorganismisch.

Ach, und für bestimmte Samen ist die Kacke der Tiere die beste "Ummantelung" und ultimative Garantie für einen Erfolg - vielleicht auch bei einer Nachahmung dieser seit Jahrmillionen bewährten Methode. Evtl. bei Getreidesamen = ehemals Grassamen ?

"Mit der Kacke hast Du recht, ein sehr sicheres Untersaatverfahren für Gräser ist die Ausbringung der Grassaat in Gülle eingerührt und auf den Boden ausgebracht !"

Hier der Auslöser der Diskussion:

http://thefarmingforum.co.uk/index.php? ... ost-909274

"There have been a few discussions about (Clay) Ceramic coated seed over the winter. It would open up a whole new scenario so far as no-till and cover crops are concerned.
Can`t remember those discussions, can you please show ??
Terribly interesting, was just thinking about that some days ago how to do it on farm with own seed - would it work just to wetten the seed with some water/molasses in a concrete mixer and tip some clay dust in it ?? We need to go to pre-harvest seeding here to get enough growth or even have a CC and to make better use of photosynthesis - we can`t reach any higher level without using the solar-power in july and august for our soils !?"

"Veg seeds used to be available pelleted, and I think beet seed is pelleted in clay.
So the technology is already available, they may just need to be a bit bigger."

"The BASE UK Dwayne Beck meeting triggered some discussion (at the meeting and outside) as his research farm has received a hefty research grant from the Howard Buffet foundation to research this idea among others."


Dwayne Beck
South Dakota State University
Dakota Lakes Research Farm Manager
http://www.dakotalakes.com/

http://www.thehowardgbuffettfoundation.org/
Howard G. Buffett = Sohn von Warren Buffet, dem reichten Investmentbanker der Welt

http://de.wikipedia.org/wiki/Warren_Buffett

Dagegen können die Francé nicht anstinken.

Aus abertausenden Links zum Thema:

http://permaculturenews.org/2014/06/18/ ... riculture/
http://de.wikipedia.org/wiki/Samenbombe


Zu dem Thema Ummantelung von Samen zirkulieren tausende von Tipps und Tricks und die abenteuerlichsten Vorstellungen über Ursache und Wirkung.

Grundsätzlich wäre es mal eine lohnende Aufgabe, das Thema der Ummantelung von Samen durch ein theoretisches Literaturstudium und durch praktische Versuche anzugehen.



Wer die Engländer kennt:

"Has anyone actually read the articles?"

"No, it's much more fun to comment without having read it"

Deren Sarkasmus wetteifert aufs Schönste mit dem der Amis.



Also, lesen wir jetzt mal vor:

In Europa oder in den USA ist die Erosionsbekämpfung leichter durchzuführen
als in südlicheren Zonen, weil man im gemäßigten Klima eine weit
größere Auswahl der Anbaumöglichkeiten hat. Monokulturen können gegen
solche, die andere Boden-, Wasser- und Klimaverhältnisse vorziehen, ausgewechselt
werden. Schwieriger ist dies in jenen Ländern, wo es eine traditionelle
Ernährungsform gibt, an welche die Bevölkerung seit jeher gewöhnt ist.
Der Indio hat in fast allen mittelamerikanischen Staaten vom Gemeinde oder
Dorfbesitz her nach dem alten System der Milpa nur ein kleines Stück
Boden. Er lebt hauptsächlich nur von „Maiz", „Chiles" und „Frijoles". Sein
ganzes Dasein ist auf diese 3 Pflanzen eingestellt.

Dabei ist nur der Mais auf Silikatböden spezialisiert.
Er gehört zu den Gräsern, die Kieselsäure in Schaft und Blätter und in die feine Behaarung,
welche die meisten Hochlandsorten aufweisen, einlagern.

Den durch ständigen Maisanbau weitgehend erodierten, an organischer Substanz verarmten Böden
fehlt fast immer eine zur Humusbildung befähigte lithobiontische Mikroflora.

Der einzelne Indio vermag sich gegen die Bodenverarmung kaum zu wehren.
Der absinkende Grundwasserspiegel trocknet ihm die „Pozos", die selten über 10—15 m tief
sind, aus. Zugrunde gegangenes Maisland ergibt aber auch keine Weide und
die Tiere verschmähen das bißchen, was dort in der Trockenheit noch wächst;
den weißen Stachelmohn (Argemone), eine widerstandsfähige wilde Reseda,
etwas Sandgras (Psammophila), ein ausdauernder Tribulus terrestris und
eine Auswahl stacheliger Nachtschattengewächse. Bisweilen siedeln sich auch
Opuntien, Agaven und verschiedene Kaktusarten an, die nicht einmal ein
Esel frißt. Die Haustiere lassen das alles stehen und nagen lieber die Grasnarbe
millimeterweise ab.

Um der Bodenverarmung durch den Maisbau vorzubeugen, habe ich über
2 Jahre lang mit der lithobiontischen Biozönose „[u]Petrofil"[/u] Versuche durchgeführt.

„Petrofil" wird um ein Maiskorn in feuchtem Zustand gepackt.
So entsteht eine kleine Kugel, im Spanischen „bolita" genannt.
Sie hat einen Durchmesser von ca. 2 cm, und die Umhüllungsmasse im trockenen Zustand
mitsamt dem Maiskorn wiegt ca. 3 g. Die „Bolita" läßt sich monatelang aufbewahren.
Eingesät wird sie wie jede Maissaat.

{Nur 1 (Eins!) Maiskorn mit einer seeehr dicken Umhüllung.
Praktisch ein kleiner Pflanztopf, der eine eigene behütete Umwelt für das Maiskorn schafft.
Also Bällchen aus Petrofil machen (Tablettiermaschine?) und dann das Maiskorn reindrücken}

Die im „Petrofil" eingesäte lithobiontische Biozönose beginnt sehr bald
zu arbeiten. Im Umkreis um die Wurzel schließen die Mikroben die Mineralien
auf
, vermehren sich, sterben ab und schaffen so organische Substanz
.
Überall sind die feinen Adventivwurzeln von Zoogloeen umhüllt und die
Wurzelhaare von wasserspeichernden Kolloiden
umgeben.

Durch die Symbionten werden den Wurzelhaaren Nährstoffe zugeführt,
vergleichbar der Mykorrhiza bei den Waldbäumen.

Ein unter normalen Verhältnissen nicht mehr bebauungsfähiger Boden
vermochte nach der Behandlung des Saatgutes mit „Petrofil" Mais in der
Höhe von 2,80 m, wenn auch nicht mit riesigen, so doch immerhin gut entwickelten
Kolben hervorzubringen. Es konnte wenigstens eine „hinreichende"
Ernte erzielt werden.

Besonders bedeutsam ist aber folgendes: Ausgehend von den Bolitas
beginnt der Boden, sich ringsum durch Entstehen organischer Substanz zu
regenerieren
. Eine „Bodenbildung" setzt ein. Aus dem „Splitterwerk" der
Tepetate entsteht bereits in 7 Monaten eine organisch durchsetzte Schicht
von über 15 cm Tiefe.

Der Versuch wurde weitergeführt. Diese neugewonnene,
selbstverständlich noch übermineralische „Erde" trug ohne Düngung im
nächsten Jahr einen Mais, der wesentlich besser war als der letzte ohne
„Bolitas" gesäte. Dieser hatte nicht über 40 cm Höhe erreicht und nur eine
Notblüte entfaltet, deren spärlicher Fruchtansatz von 5—8 Körnern nicht einmal
im langen mexikanischen Sommer reif wurde.

Solch ein mit „Lithobionten" angereicherter Boden ist natürlich noch lange
kein Humus. Aber die Mineral-Zersetzer sind es, die zuerst ein Maximum an
Kolloiden
produzieren
.

Viele mikroskopische Untersuchungen gaben mir in die Struktur solcher Pionierböden Einblick.
Sie ist deutlich als nachfolgende Stufe der lithobiontischen Zoogloeabildung zu erkennen.
Dabei kombinieren sich bereits die rein lithobiontischen Leitformen mit den echten Edaphonformen:
Rhizopoden [=Amöben] wandern ein.
Der geringe und einförmige Bakterienbestand erhöht und vermehrt sich.
In auffälligem Ausmaß ist Azotobacter chroococcum vorhanden.
Er gedeiht auch hier am besten in Symbiose mit Grün- und Blaualgen, die ihn mit Sauerstoff versorgen.

Die Wurzelbildung von mit Petrofil behandeltem Mais zeigt geradezu
üppiges Ausmaß. Die Stränge erreichen vereinzelt bis zu ein Drittel Meter
Länge. Der Reichtum an Adventivwurzeln und Wurzelhaaren ist auffallend.

Die ausgewählte lithobiontische Biozönose des „Petrofil" bewirkt also
eine beschleunigte Umsetzung mineralischer Substanz [in organische Substanz]
und ist Vorläufer einer allgemeinen Besiedelung von Sand-, Ton-, Lehm- und mineralischen
Böden
insgesamt mit oligosaproben, humusbildenden Mikroorganismengruppen,
die letzten Endes zum „Edaphon" führen.

Annie Francé-Harrar; Humus. Bodenleben und Fruchbarkeit
S. 112 pdf, Buch 100 ff.


Die erforderlichen Mikroorganismen-Arten, um solche mit diesen speziellen Mikroorganismen
angereicherten Erden herzustellen, sind in allen Schriften der Francé erwähnt.

Solange keiner die nötige praktische Umsetzung beginnt,
werden die Erkentnisse der Francé auf ewig in Zweifel gezogen werden und
weiterhin im "Dark Internet" vor sich hindämmern.


Zum weiterbohren:

"Im Jahr 1914 erschien in der von R. H. Francé herausgegebenen Zeitschrift „Die Kleinwelt“ ein Aufsatz eines seiner Schüler, des nun lange verstorbenen Dr. Falger, in den ersten zwei Jahresnummern. Er behandelte die felsbewohnenden Organismen und bezog sich auf Studien der damals völlig unbekannten Organismen, die überall im Gebirge, sowohl auf dem Kalk der Alpen als auf dem Urgestein der Mittelgebirge zu finden sind. Angeregt worden war diese Arbeit durch vorausgegangene Studien von Francé in seinem „Biologischen Institut“. Er schrieb damals als wissenschaftlicher Bergsteiger sein mächtiges Werk „Die Alpen“ und wollte seine diesbezüglichen Beobachtungen einmal zu weiterem Gebrauch zusammengefasst wissen.

In diesem Aufsatz wurde dieser Oganismengruppe zum erstenmal auch ein Name gegeben.
Francé nannte sie nach ihrer Umwelt „die auf dem Stein Lebenden“ - „Lithobionten“.

Um diese erste Zusammenstellung kümmerte sich kein Mensch."

viewtopic.php?f=31&t=265&p=1159&hilit=falger&sid=f2094bac05bc4a0ca05e4a361f0a7ff1#p1159

-

Azotobacter chroococcum

Azotobacter chroococcum ist eine Bakterienart.
Diese Art kann Stickstoff in Gegenwart von Sauerstoff fixieren.

http://de.wikipedia.org/wiki/Azotobacter_chroococcum

http://dic.academic.ru/dic.nsf/enc_biol ... 0%B5%D1%80


Der legendäre Impfziegel - gerettet aus einer Müllkammer in Dinkelsbühl,
einem der produktivsten Arbeitsstätten der Francé,
zeitgleich anläßlich der Verleihung der Francé-Medaille.
Welche Ironie der Geschichte.

Die Kriminalstory der Rettung ist anderswo im Forum zu finden.

Bild

Jetzt ruht das einzige noch existierende Exemplar auf der Welt in Paris beim Enkel Pierre Francé in seiner Vitrine.

Bis heute ist es nicht gelungen, eine Kopie des Patent vom Patentamt in Mexiko City, Mexiko zu bekommen.

Aber wer das Edaphon studiert hat und die Humustheorie der Francé kennt, weiß auch, welche Mikroorganismen im Petrofil sind.

Das Labor von Annie Francé-Harrar dort, wo sie den Impfziegel entwickelt hat, wurde bis heute nicht besucht.


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BeitragVerfasst: Mi 11. Feb 2015, 08:00 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1240
Making seedballs / clay-coated seed with biology ??

Quotes from Yhoo Groups, Ingham: Compost Teas, The Soil Food Web & Soils

https://groups.yahoo.com/neo/groups/compost_tea/conversations/messages/30565

Feb 3 8:21 AM

I`m already longer thinking about if I could spread seed on my arable
farm some days/weeks pre harvest to start something new growing while
main crop is maturing. As in summer the weather is sometimes rather dry
and lets the seed not germinate I thought about coating the seed with
clay and some beneficial biology and how to do it on farm with own seed
- would it work just to wetten the seed with some
water/composttea/molasses in a concrete mixer and tip some clay dust in
it ??

Fukuoka did it by hand with rather big seedballs, France-Harrar did it
in Mexico (?) and called it bolitas and now some seed companys start
selling coated seed with high price, but I think it should be done on
farm and it should be added some microbial life, to give the seedling
best circumstances out there on top of the soil !?

We need to go to pre-harvest seeding here to get enough growth or even
have a covercrop and to make better use of photosynthesis - we can`t
reach any higher level without using the solar-power in july and august
for our soils, where the soil in conventional arable farming is just bare !?

Any ideas or experiences with this topic would be really appreciated.

-

What kind of fine clay do you use making your seed balls? I found the amount of light reaching the ground/seed somewhat inadequate for germination/growth,(kale, broccoli, tomatoes). There is a utube video of a guy from Washington making seed balls with a concrete mixer though I think it turns the job into messy work rather than a social event.

-

Haven`t really done it myself, wanted to grab some experience from others first.... I`m on rather loamy soil, so would just dig up some loam, let it dry and chuck it in the concrete mixer with some stones to let it marble-mill to dust and then sieve it and ready - in theory.
Regarding light, the germination don`t need light but for growth photosynthesis, yes - there might be just enough light to make it survive and then boost growth when main crop is harvested and light is there. That`s why I ask about some beneficial biology with the seed to make it more robust/vigorous as the conditions for the seed are not the best regarding light, placement/seedbed, so anything we could add with the coating could be priceless !??!

-

I love seed balls, only the labor of making them by hand being a draw back.

As I read your post, I'm thinking no-till market gardening potential.
You've got me thinking about standard seed balls again.

Which are said to be able to be made in a small cement mixer. Like the one I already own and mix my potting soil in. Like 15 gallons at a time size.

Which, if I remember correctly, has come down to plan #5. With me borrowing a angle grinder to cut the mounting bolt's heads off, outside of the mixer. As the nuts inside my mixer are hopelessly rusted and encrusted with concrete.

But as I understand it:
Making seed balls in a cement mixer is using bone dry ingredients, where spraying droplets of water into it forms your balls.

While a lot of the life in really good compost and AACT made from it, can go dormant if dry out slow enough. Even then diversity is lost. So just replacing the water with AACT to make cement mixer seed balls wouldn't work.

I've only made handmade seed balls before. But you would spread out your seed balls created in a cement mixer to dry also. Which aren't still bone dry powder.

Where they could be sprayed with AACT's biology. Even if you had to dampen them first before treating them.

At least the ones created with terracotta clay can take misting without falling apart.

But ...

Wouldn't just using the same compost that you plan to extract your biology from to begin with. Allowing some of that compost to slowly dry out. Sift if needed and use as your seed ball's organic matter. Wouldn't that get us to the same place, just easier.

Why couldn't one adapt this to a no till market gardens?

-

You need this

Bild

Made by the same machine.

But with different ingredients.

Explanation may follow ..


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BeitragVerfasst: Mi 11. Feb 2015, 08:06 
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Beiträge: 1240
Goal:

- using the solar-power in july and august for extended groth periode

Problem:

- the soil then is just bare
- the soil then is dry and let the seed not germinate

Proposed Solution:

- coating the seed with clay
- add some "beneficial biology"

Assumptions:

- if the seed is supplied with moisture it will germinate
- if the seed is supplied with fertile soil/humus it will grow
- the coaing will partly and temporarely isolate the seed from the hostile conditions

Variables to discuss:

The seed needs

- minerals & trace elements
- organic matter
- microorganisms (perhaps also mykorrhiza)

depending on the species of the seed
to germinate and grow for a certain amount of time

The coating has to stay attached to the seed for two month "come rain or come shine"

- good mature compost/humus is sticky but organic adhesive can be added
- good mature compost/humus keeps moisture

A minimum amount of coating material is required to provide the nutrients for 2 month

- approx. up to 2 centimeter in diameter for one seed depending on seed species

The seedball is like a miniature planting pot for one seed.


Coating with clay won't meet the needs of the seed.
Its only mineral (but may work under special conditions)

"Use compost as organic matter for the seed ball's"
Yes, but needs the appropriate ingredients for each seed species

Why not make some seedballs by hand for some experiments in different places at different times.


Need more yield ?

You will have to do more work an need more time and spend more money.

Don't blame me.

You can't always hurry nature as you like.


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BeitragVerfasst: Mi 11. Feb 2015, 20:22 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1240
Ever heard of "Bolitas" ?

A small ball consisting of a special composed soil.
Size about 2 Centimeter = 0,8 inch diameter and weight about 3 Gramm = 0.007 lbs.
With a single >Maize seed< inserted in the middle.

This "Seedball" is intended to initiate germination and sustain growth in a low fertile soil consisting of predominantly minerals
with low microbiological diversity and organic content.

The special soil used is made of "Petrofil" developed by Annie Francé-Harrar

Bild

It is a lithobiontic/lithotrophic biocenosis/symbiontic microbiological community
that unlock/live from rock minerals (lithotrophic), reproduce, die, and
thus creating organic matter as food for the next trophic level.

Todays science/scientists rarely use the term Lithobiont/Lithobioten, they prefer to use Lithobiontic Microorganisms, Biogenic weathering/biotite weathering, Biolocical Soil/Rock Crusts, Bioerosion, Rock Coatings.

-

More:

Annie Francé-Harrar: Humus. Life in the Soil and Fertility

Extract from: "INTRODUCTION", P. 7- 11 :

viewtopic.php?f=32&t=220

Bolitas, Seedballs etc. seen through the microscope with the mikrobiological Eyes
(Bolitas, Seedballs usw. mit den mikrobiologischen Augen der Francé beäugt)

viewtopic.php?f=13&t=639

Annie Francé-Harrar
https://en.wikipedia.org/wiki/Annie_Franc%C3%A9-Harrar

Raoul H. Francé
http://en.wikipedia.org/wiki/Raoul_Heinrich_Franc%C3%A9

-

Annie Francé-Harrar: Manual of Soil Life
(Annie Francé-Harrar: Handbuch des Bodenlebens)

viewforum.php?f=31

Chapter III. The mineral decomposition and its reorganisation into organic substances
(Kapitel III. Der mineralische Zerfall und seine Umbauer)

Plate 5 The humification of fine and coarse erosion by Lithobionts
(Tafel 5 Die Humifizierung der Fein- und Groberosion durch Lithobionten)

viewtopic.php?f=31&t=210

-

Lithotroph = Lithobiontic
http://en.wikipedia.org/wiki/Lithotroph

Lithotrophic Types of Metabolism
http://textbookofbacteriology.net/metabolism_5.html

How Do Bacteria Obtain Energy?
http://www.buzzle.com/articles/how-do-bacteria-obtain-energy.html

-

Conclusion:

Bolitas is a special designed coating with a special soil (Petrofil) for a special seed (Maize) for a special acre (low microbiology and organic substances) for a special goal.
Other "stuff" needs other special adapted solutions.

Give the seed the appropriate "stuff" with the Edaphon" in mind to germinate and grow.
Paper thin mineral coating won't work most of the time.


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