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BeitragVerfasst: So 21. Feb 2016, 11:37 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1237
19.02.2016
Plädoyer für ein nachhaltiges Abwassersystem
Aus dem Auge, aus dem Sinn?


Das Wasser in unseren privaten Haushalten ist Trinkwasser, egal, ob es zum Trinken benutzt wird, zum Wäschewaschen oder zum Spülen der Toilette.
Es kommt aus dem Hahn, und am Ende nimmt es alles mit, was uns stinkt.
Etwa 6.000 private Versorger in Deutschland betreiben im Auftrag der Kommunen Klärwerke, pumpen Trinkwasser durch zum großen Teil 100 Jahre alte Leitungssysteme.
Von Nora Bauer

http://www.deutschlandfunk.de/plaedoyer ... _id=341172

http://www.deutschlandfunk.de/aus-dem-auge-aus-dem-sinn-pdf.media.e14735e02fbbaa0585ff1ee620cf4376.pdf

Audio
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2016/02/19/dlf_20160219_1915_98ea5aa6.mp3


Bei mir im Nachbarort habe ich ja auch eine Pflanzenkläranlage entdeckt, die die Abwässer des gesamten Wohngebiets in sieben Teichen verarbeitet.

Bild

Außer einer Zulaufpumpe und zweimaliger Klärschlammentsorgung im Jahr wird keine Energie gebraucht.
Nach dem letzten Teich wird das gereinigte Abwasser in einen kleinen Bach geleitet.
http://www.hattenhofen.de/index.php?id=83
Eines Tages werde ich die auch mal mit dem Mikroskop untersuchen.


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BeitragVerfasst: Sa 5. Mär 2016, 08:56 
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Registriert: Sa 12. Dez 2009, 18:31
Beiträge: 1237
VERSORGER-WARNUNG 04.03.16

"Sogar modernste Kläranlagen sind überfordert, warnen die Wasserversorger. Sie bekommen die Chemikalien nicht mehr aus dem Trinkwasser. Schuld sind Waschmittel, Kosmetik – und vor allem Medikamente."

"Auch durch die Nachrüstung vieler Kläranlagen mit einer "vierten Reinigungsstufe" ließen sich nicht alle Spurenelemente mehr aus dem Wasser filtern"

Oh, erstaunlich ..

"Auch der Reifenabrieb von Autos im Straßenverkehr sei für den Wasserschutz inzwischen "ein ziemlich großes Thema"

http://www.welt.de/wirtschaft/article152942583/Das-Diclofenac-Problem-des-deutschen-Trinkwassers.html


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BeitragVerfasst: Di 5. Dez 2017, 22:03 
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Registriert: Di 12. Jan 2016, 23:25
Beiträge: 43
PANGermany
Published on Feb 18, 2015

Fleischeslust & Umweltfrust

Tierarzneimittel belasten die Umwelt: Über 1600 Tonnen Antibiotika und eine unbekannte Menge sonstiger Arzneimittelwirkstoffe wie Antiparasitika und Hormone werden in der intensiven Nutztierhaltung in Deutschland eingesetzt. Ein Großteil der Wirkstoffe wird ausgeschieden und gelangt auf Böden und in Gewässer. Hier wirken sie - ungewollt - wie im Tierkörper: Sie schädigen, töten und verändern Mikroorganismen, Insekten und Fische. Weggucken ist keine Lösung. http://www.pan-germany.org/deu/projek...

Rückstände von Human- und Veterinärarzneimitteln im Wasser sind ein zunehmendes und längst globales Umweltproblem.
Bis heute wurden Rückstände von mehr als 150 verschiedenen Arzneimitteln in Böden, Oberflächen-, Grund- und Trinkwasser nachgewiesen.
Auch geringe Arzneimittelrückstände im Grundwasser, ob aus der Nutztierhaltung oder Humanarzneimittel, sind ein Alarmsignal.
Die Untersuchung des UBA zeigte, dass bei sieben der untersuchten 48 Messstellen Sulfonamide (Antibiotika) in sehr niedrigen und bei zwei Messstellen Sulfonamide in hohen Konzentrationen nachgewiesen wurden, die über dem für Pestizide und Biozide geltenden Grenzwert liegen.
Diese Werte beruhigen nicht, bedenkt man, dass die Arzneimittel auf dem Weg ins Grundwasser den Boden passieren, sich an Bodenpartikel binden und mit ihren keimtötenden, pilzhemmenden oder anti-parasitären Eigenschaften auf Bodenorganismen, Nützlinge und Ökosystemfunktionen wirken. (PAN Artikel Antibiotikafunde im Grundwasser - Entwarnung oder Alarmsignal? http://www.pan-germany.org/deu/~news-1290.html . Weitere Informationen und Publikationen zum Thema: http://www.pan-germany.org/deu/projekte ... ittel.html ).
Antibiotika beispielsweise wirken gezielt auf Mikroorganismen. Sie unterscheiden nicht, ob sich die Mikroorganismen in einem kranken Tier oder in einem gesunden Boden befinden.
Über Wirtschaftsdünger gelangen Antibiotika, Antibiotikaresistenzgene und antibiotikaresistente Keime in die Umwelt, induzieren und geben Resistenzen weiter und wirken auf die mikrobiologischen Gemeinschaften ein. (vgl. G. Hamscher: http://www.umweltbundesamt.de/sites/def ... tation.pdf)
Auch in der Stall-Abluft von Schwein- und Geflügelställen werden sogenannte „livestock associated“ multiresistente Bakterien nachgewiesen: Untersuchungen des Institut für Tier- und Umwelthygiene – Freie Universität Berlin und des Instituts für Tierhygiene, Tierschutz und Nutztierethologie – Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover konnten in 100 % der untersuchten Schweinemastbestände, in 7 von 9 (77,8 %) der untersuchten Geflügelbestände und in 60 % der Schweine-Zuchtbestände laMRSA in der Luft nachweisen. (http://download.ble.de/08HS029/08HS029_ ... ission.pdf)



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